Слова на букву saut-stei (2170) Herders Conversations-Lexikon
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Слова на букву saut-stei (2170)

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Sautier
Sautier (Sotieh), Heinrich, Theologe und ein ausgezeichneter Menschenfreund, geb. 1746 zu Freiburg i. B., trat 1760 in den Jesuitenorden, erhielt 1773 die Priesterweihe, lehrte ...
Sauvegarde
Sauvegarde (sowgard), ital. Salvaguardia, Schutzwache, welche ein Commandant in Feindesland Personen, Gebäuden etc. zum Schutze beigibt.
Sauzet
Sauzet (Sosä), Jean Pierre, geb. 1795 zu Lyon, Advocat, 1834 Deputirter, ging von den Legitimisten allmälig zu den Doctrinärs über, war 1836 Mitglied des Ministeriums Thiers, ...
Savage
Savage (Säwwidsch), Richard, ein nicht sowohl durch seine poetische Begabung als durch sein Schicksal merkwürdiger engl. Dichter, geb. 1698 zu London, Sohn einer Gräfin ...
Savannah
Savannah, Gränzfluß zwischen den nordamerikan. Unionsstaaten Georgia und Südcarolina, mündet unterhalb der Stadt S. in 2 Hauptarme; diese hat 17000 E., Hafen, starken ...
Savannen
Savannen, in Nordamerika die großen Gras- und Schilfebenen in den Flußniederungen, sehr fruchtbar aber ungesund.
Savary
Savary, Anne Jean Marie René, geb. 1774 zu Marc, Sohn eines Offiziers, wurde 1790 Soldat, war im Generalstab von Moreau u. Desaix, wurde 1800 Napoleons Generaladjutant, blieb ...
Save
Save, Sau, rechter Nebenfluß der Donau, entspringt bei Weißenfels im illyr. Kreise Laibach, wird nach der Aufnahme der Laibach schiffbar, mündet nach 85 Ml. bei Semlin; ...
Saverne
Saverne (Sawärn), frz. Name der Stadt Zabern im Elsaß.
Savigliano
Savigliano (Sawili–), sard. Stadt in der Generalintendanz Coni mit 20000 E., Seide-, Tuch- und Leinefabriken. Sieg der Oesterreicher d. 5. Nov. 1799.
Savigny
Savigny (Sawinji), Friedrich Karl von, geb. 1779 zu Frankfurt a. M., der berühmteste Rechtsgelehrte der Gegenwart, das Haupt der sog. historischen Schule, zuerst Professor in ...
Savoir faire
Savoir faire (sawoar fähr). Gewandtheit; s. vivre (–wiwr), Lebensklugheit; seines Benehmen.
Savon
Savon (sawong). frz., Seife; s.nnerie, Seifensiederei; eine Weberei von türk. Teppichen in Paris; Savonnerietapeten, türk. Teppiche.
Savona
Savona, sard. Stadt am Mittelmeer, Hauptstadt der Generalintendanz u. Provinz S., Bischofssitz, hat eine schöne Kathedrale. 17000 E., Seide-, Fayence- u. Gewehrfabriken, festen ...
Savonarola
Savonarola, Girolamo, der Lamennais seiner Zeit, Volksredner wie wenige, der aufrichtigsten Begeisterung fähig u. dabei mit den besten aber auch mit den schlimmsten ...
Savoyen
Savoyen, Herzogthum, Theil des Königreichs Sardinien, von den grajischen, cottischen und penninischen Alpen erfüllt, 2011/2 QM. groß mit 583000 meistens armen Einw. franz. ...
Saxo
Saxo, genannt Grammaticus d.h. Gelehrter, einer der wichtigsten Chronisten des Mittelalters, gebürtig von der Insel Seeland, Secretär bei dem berühmten Erzbischofe Absalom von ...
Saxophon
Saxophon, messingenes Blasinstrument, das mit dem Clarinettenschnabel angeblasen wird.
Say
Say (Säh), Jean Baptiste, geb. 1767 zu Lyon, gest. 1832 zu Paris, frz. Nationalökonom, von dem System Adam Smiths insofern abweichend, als er einen Schutzzoll für nothwendig ...
Sayn und Wittgenstein
Sayn und Wittgenstein, ehemalige Reichsgrafschaft im Westerwalde. 25 QM. groß, jetzt theils zu Nassau, theils zur preuß. Rheinprovinz gehörig, theilte sich in die 3 ...
Sazo
Sazo, venetian. Gewicht, das leichte = 87, das schwere = 138 holländ. As.
Sbirren
Sbirren, früher in mehren Staaten Italiens der Name der militärisch organisirten Häscher.
Sc.
Sc., Abkürzung für das lat. scilicet (nämlich); für sculpsit (hat gestochen), auf Kupferstichen.
Scabies
Scabies, lat., Krätze, Raude; scabiös, krätzig.
Scabini
Scabini, lat., das mittelalterliche latinisirte »Schöppen«.
Scabiosa
Scabiosa, Grindkraut, s. Dipsaceae.
Scadenza
Scadenza, ital., Verfallzeit.
Scagliola
Scagliola, ital., Mischung aus Gyps, pulverisirtem Frauenglas n. Leim, bisweilen gefärbt, zur Nachbildung von Marmorarten, Mosaiken etc. gebraucht.
Scala [1]
Scala, lat. u. ital., Treppe, Leiter, Tonleiter in der Musik; eine besondere Art der Stimmübung, das S. singen, zur kunstmäßigen Ausbildung der Stimme. S., die ...
Scala [2]
Scala, Teatro della, das große Theater in Mailand.
Scala [3]
Scala (latinisirt Scaligeri), ital. Dynastengeschlecht, das nach dem Untergange der Hohenstaufen und des Ezzelino da Romano die ghibellinische Partei in Oberitalien aufrecht ...
Scaliger
Scaliger, Giulio Cesare, eigentlich della Scala, Philolog und Arzt; geb. 1484 zu Padua oder Venedig, nach seiner eigenen Angabe ein Abkömmling der Scala, Fürsten von Verona, ...
Scalpellum
Scalpellum, lat., Scalpell, anatomisches und chirurgisches, ein- oder zweischneidiges, spitziges, pyramidales, im Griff feststehendes Messerchen.
Scalpiren
Scalpiren, das bei den nordamerikan. Wilden übliche Abziehen der Schädelhaut getödteter Feinde, selbst lebender Gefangenen, nachdem dieselbe durch einen Cirkelschnitt ...
Scalptur
Scalptur, lat.-deutsch, das Graben mit dem Grabstichel, die Stein- und Stempelschneidekunst.
Scamilien
Scamilien, lat.-deutsch, in der Baukunst Vorsprünge des Unterbaues unter jeder Säule und des Gebälks über derselben; Ausbauchungen an dem mittlern Theil des Unterbaues; dann ...
Scammonium
Scammonium, s. Convolvulaceae.
Scandiren
Scandiren, lat.-deutsch. Versfüße abtheilen; beim Lesen den Rhythmus genau beobachten.
Scapha
Scapha, lat., Kahn; die Vertiefung am äußeren Ohre. S.m s.m dicere, Kahn Kahn nennen d.h. das Kind beim rechten Namen nennen.
Scapin
Scapin, der verschmitzte Bediente auf dem ital. Theater.
Scapulier
Scapulier, ursprünglich ein Stück Tuch, welches die Benedictinermönche auf die Schulter legten, um schwere Lasten leichter tragen zu können, jetzt ein Schulterkleid aus 2 ...
Scarabaeus
Scarabaeus, lat., Hornkäfer, eine Gattung Käfer aus der Familie der Pentameren und der Abtheilung der Dungkäfer, mit gezähnten od. gekerbten Oberkiefern und langen, an den ...
Scaramuz
Scaramuz (ital. Scaramuccia), neben dem Harlekin (s. d.) in der italien. volksthümlichen Komödie einer der stehenden lächerlichen Charaktere, in schwarze span. Tracht ...
Scarification
Scarification, lat.-dtsch., das Schröpfen; das Aderlassen bei Bäumen; Scarificator. eine Art Pflug mit gekrümmten Messern, bei bündigem, verunkrautetem Boden statt der ...
Scarlatti
Scarlatti, Alessandro, einer der berühmtesten ital. Componisten, besonders Kirchencomponist, mit ernstem, würdevollem Styl, geb. 1658 zu Neapel, in Rom gebildet, 1680 in ...
Scarpa
Scarpa, Antonio, einer der größten Anatomen und Chirurgen, geb. 1747 zu Motta in der Mark Treviso, 1772 Professor der Anatomie in Modena, 1784 in Pavia, bereiste Holland, ...
Scarpe
Scarpe, Nebenfluß der Schelde, entspringt im franz. Depart. Nord, wird bei Arras schiffbar, mündet unterhalb St. Amand.
Scarpiren
Scarpiren, frz.-dtsch., eine Böschung scharf abstechen; im Deichbau so viel als Planiren.
Scarron
Scarron (Skarong), Paul, ein als Witzbold berühmter Dichter, geb. 1611 zu Grenoble, sollte sich dem geistlichen Stande widmen, ergab sich aber einem leichtfertigen und ...
Scartiren
Scartiren, ital.-deutsch, ausschießen, wegwerfen; scarto, Ausschuß, das Wegwerfen oder Kaufen der Karten im Spiele, davon Skat, deutsches Tarok, weitverbreitetes Kartenspiel.
Scaurus
Scaurus, patric. Familie in Rom; historisch sind: M. Aemilius S., 115 v. Chr. Consul, berühmter Redner; M. Aemil. S., 59 v. Chr. Aedilis S. wurde durch seinen Aufwand für das ...
Scemando
Scemando (schem–), ital., in der Musik: abnehmend.
Scene
Scene, aus dem Griech., die Schaubühne; der Aufzug od. Akt eines Schauspiels; der Schauplatz; das Ereigniß. Scenisch, die Schaubühne betreffend, theatralisch.
Scenerie
Scenerie, Bühnenwerk, Bühnengerüste, der gesammte mechanische Apparat zur Darstellung eines Schauspiels; Landschaft. Scenographie, Bühnenmalerei.
Scepter
Scepter, griech.-deutsch, eigentlich Stab, bei allen indo-germanischen und wahrscheinlich auch semitischen Völkern Zeichen der fürstl. u. richterlichen Würde; im Mittelalter ...
Scesa Plano
Scesa Plano, s. Rhäticon.
Schabacz
Schabacz, serb. Stadt und Festung an der Save, im 15. Jahrh. von den Türken erbaut; 1788 von den Oesterreichern, 1804 von den Serben, 1805 von den Türken, 1806 wieder von den ...
Schaban
Schaban, der 8. Monat des mosleminischen Kalenders, Theile unsers Mai und Juni begreifend.
Schabe
Schabe (Blatta), Gattung Insekten aus der Ordnung der Geradflügler und Familie der Läufer, mit flachem, plattem Leibe, borstenförmigen Fühlhörnern, lederartigen aderigen ...
Schabekunst
Schabekunst, Schabemanier. s. Kupferstecherkunst.
Schablone
Schablone, ein meistens aus Holz oder Blech, seltener aus Papier gemachtes Musterblatt, welches den Umfang eines zu fertigenden Gegenstandes angibt. Die S. wird auf die Fläche ...
Schabzieger
Schabzieger, Zieger, Kräuterkäse. wird besonders in Glarus aus magerem Käse mit Zusatz von gepulvertem melilotus caerulea (eine Art Steinklee) bereitet.
Schächer
Schächer, Räuber, Mörder; besonders die 2 mit Christus gekreuzigten Missethäter.
Schachowskoi
Schachowskoi, alte fürstl. Familie in Rußland. Jak. Feodorowitsch S., geb. 1705, gest. 1777, Staatsmann unter Peter I. und seinen Nachfolgerinnen, hinterließ Memoiren. ...
Schachspiel
Schachspiel, ein Brettspiel mit Figuren für zwei Spieler, das geistreichste Unterhaltungsspiel. Das Schachbrett (ein Quadrat) ist in 64 Felder getheilt. Jeder Spieler hat 16 ...
Schacht
Schacht, s. Gruben.
Schachtelhalm
Schachtelhalm, s. Equisetaceae.
Schächten
Schächten, bei den Juden so viel als schlachten, was durch einen eigenen Schächter nach bestimmten Regeln geschehen muß.
Schachtmaß
Schachtmaß, Körpermaß. welches eben so breit als lang ist, aber nur 1/10 dick; vgl. Ruthe.
Schack
Schack, Adolf Friedr. von, geb. 1815 zu Brüsewitz bei Schwerin, lange im mecklenburg. Staatsdienste, 1855 nach München berufen, schrieb eine gute »Geschichte der dramatischen ...
Schädel
Schädel (cranium), in der Anatomie das knöcherne Gehäuse zur Beschützung des Gehirns. Er wird gebildet: aus den Schädelknochen, dem Stirnbein, den beiden Scheitelbeinen, dem ...
Schädellehre
Schädellehre, s. Gall u. Phrenologie.
Schaden
Schaden, in rechtlicher Beziehung, s. damnum.
Schadenersatz
Schadenersatz für zugefügte Nachtheile, wobei es wesentlich darauf ankommt, auf welchen Ursachen der Schaden (absichtlicher, zufälliger), auf welchen Gründen die Ersatzpflicht ...
Schadow
Schadow, Joh. Gottfr., berühmter Bildhauer, geb. 1764 zu Berlin, bildete sich daselbst und in Rom, st. 1850 als Director der Kunstakademie in Berlin. Von ihm sind die Statuen ...
Schadow-Godenhaus
Schadow-Godenhaus, Friedr. Wilh. von, Historien- und Porträtmaler, 2. Sohn des Vorigen, geb. zu Berlin 1789, besuchte Rom, wo er zur kathol. Kirche zurücktrat, ward hierauf ...
Schaf
Schaf (Ovis), eine Gattung Wiederkäuer, der Ziege sehr ähnlich, aber die Hörner des Männchens nach hinten, dann spiralförmig wieder nach vorn gehend, ohne Bart. Der Argali ...
Schafarik
Schafarik, Paul Jos., einer der berühmtesten Slavisten, geb. 1795 zu Kobeljarowo im nördl. Ungarn, Sohn eines protest. Geistlichen, von 1819 bis 1833 Professor an dem Gymnasium ...
Schäferpoesie
Schäferpoesie, näher das Schäferdrama und der Schäferroman, eine Hauptgattung der bukolischen od. idyllischen Poesie, s. Bukolische Poesie und Idylle. Schäfergedichte in ...
Schaffgotsch
Schaffgotsch, altes Geschlecht in Schlesien und Böhmen, nannte sich ursprünglich Schaff oder Schoff, seit Anfang des 15. Jahrh. nach dem Ritter Gotsch (Gotthard) S., wurde 1592 ...
Schaffhausen
Schaffhausen, der nördlichste Kanton der Schweiz (mit Ausnahme eines nur wenige Jucharten großen Areals), auf dem rechten Rheinufer in 2 größeren u. 3 kleineren Stücken ...
Schafgarbe
Schafgarbe, s. Achillea.
Schafhäutchen
Schafhäutchen, s. Amnion.
Schafwölkchen
Schafwölkchen, was Cirrus (s. d.).
Schaggas
Schaggas, Gesammtname vieler Völker im innern Südafrika, an dem Zambese und seinen Zuflüssen, nicht ohne mechanische Fertigkeiten, aber sehr kriegerisch und blutdürstig. Ihr ...
Schagrin
Schagrin, s. Chagrin.
Schah
Schah, pers., der Beherrscher.
Schah-Gherai
Schah-Gherai, pers. Gewicht = 23 Zollpfd.
Schaick
Schaick, Cornelis van, geb. 1808 zu Amsterdam, holländ. Geistlicher u. Dichter, seit 1852 in Paramariba (Guyana), gilt als der beste holländ. Volksschriftsteller, gab ...
Schakal
Schakal, Goldwolf (Canis aureus), zur Gattung Hund gehöriges Raubthier, dem Wolfe gleichend, aber kleiner und mit kürzerem Schwanz, oben graubräunlich, unten und an den ...
Schalk
Schalk, altdeutsch, Knecht; später Mensch von boshaftem Charakter; gegenwärtig Mensch von scherzhaftem, listigem, muthwilligem Wesen; als S.snarr in das Niedrigkomische ...
Schalken
Schalken, Gottfried, holländ. Maler, Schüler Dowʼs, besonders Meister in Darstellung von Lichteffekten, mit genauer u. fleißiger Ausführung des Einzelnen, geb. 1643 zu ...
Schall [1]
Schall, heißt die dem Gehörorgane eigenthümliche specifische Empfindung, welche hervorgebracht wird, wenn die Schwingungen eines schwingenden Körpers durch irgend ein Medium ...
Schall [2]
Schall , Karl, geb. 1780 zu Breslau, gest. 1833 zu Berlin, Gründer der »Neuen Breslauer Zeitung«, Theaterdirector, Verfasser von gut aufgenommenen Lustspielen, deren ...
Schaller [1]
Schaller, Anton, Historienmaler; geb. 1772 zu Wien, bildete sich daselbst zuerst in der Porzellanmalerei, hierauf in der Oelmalerei. st. 1844. – S., Johann, Bildhauer. Bruder ...
Schaller [2]
Schaller, Julius. geb. 1810 zu Magdeburg, seit 1838 Professor der Philosophie zu Halle. schrieb über das Verhältniß des historischen Christus zur Philosophie, gegen die ...
Schalmei
Schalmei (lat. calamus. frz. chalumeau), ein veraltetes Blasinstrument in Form einer Oboë und durch diese jetzt verdrängt, von grellem Ton und höchstens 21/2 Octaven Umfang; ...
Schalotte
Schalotte, Eschlauch, s. Lauch.
Schalthiere
Schalthiere, s. Mollusken.
Schaltjahr
Schaltjahr, s. Kalender.
Schaluppe
Schaluppe, jedes Boot, welches von einem größern Schiffe mitgeführt wird; speciell das größte Boot eines Schiffs, das auf dem Verdecke festgemacht ist u. gewöhnlich das ...
Schamanen
Schamanen, von den Grönländern Angegoks genannt, die Priester, Geisterbeschwörer u. Zauberer vieler Volksstämme im nördl. Theile der Erde, namentlich der Kamtschadalen, ...
Schamo
Schamo, s. Kobi.
Schamyl
Schamyl, der Imam und Prophet der kaukasischen Tschetschenzen in Daghestan, geb. 1797, schloß sich zuerst Kasi-Mollah an, der als mosleminischer Mystiker einen neuen ...
Schandau
Schandau, Stadt in der sächsisch. Schweiz, an der Elbe, mit 2000 E., Hauptzollamt; in der Nähe eine eisenhaltige Quelle.
Schandpfahl
Schandpfahl, so viel als Pranger.
Schänis
Schänis, st. gallisches Dorf im Bezirk Gaster an der Linth, mit 500 E., ehemals gefürstetem adeligem Frauenkloster. Treffen am 25. Septbr. 1799, wo General Hotze blieb.
Schanze
Schanze, ein nach den Regeln der Befestigungskunst aufgeworfenes Werk mit Graben und Brustwehr. Vergl. Flesche, Lunette, Redoute etc. S., bei großen Schiffen ein Aufsatz auf ...
Scharbe
Scharbe, s. Cormoran.
Scharbock
Scharbock, s. Scorbut.
Schärding
Schärding, oberösterr. Stadt am Inn, ehemals fest, mit 3500 E., Brauerei, Holzhandel, Schmelztigelthongruben.
Scharf
Scharf, so viel wie Grind.
Scharfrichter
Scharfrichter (Nachrichter, carnifex), als Meister mit den ihm untergebenen Knechten (Freiknechte, Henker. speculatores) hat im Strafproceß die Hinrichtungen, körperlichen ...
Scharfschützen
Scharfschützen, Theil der leichten Infanterie, mit Büchsen bewaffnet, im Schießen besonders geübt, vorzüglich zum Kampfe in durchschnittenem Terrain, zur Vertheidigung von ...
Schärfungsgründe
Schärfungsgründe, Schärfungsstrafe, s. Strafrecht.
Scharlach
Scharlach, lebhafte rothe Farbe mit einem Stich inʼs Gelbe, theils durch Kermes erzeugt, theils durch Cochenille mit Zinnbeize, letzteres bei Wolle- und Seidezeugen.
Scharlachfieber
Scharlachfieber (scarlatina), fieberhafte Ausschlagskrankheit (exanthema) vorzugsweise der Kinderwelt, welche jedoch auch die übrigen Altersklassen unter Umständen nicht ...
Scharnhorst
Scharnhorst, Gebhard David, geb. 1756 zu Hämelsee im Hannöverschen, der Sohn eines wohlhabenden Bauern, erhielt seine militärische Vorbildung auf der lippe-bückeburg. ...
Scharnier
Scharnier, s. Charnier.
Schärpe
Schärpe, militärisches Abzeichen der Offiziere, wird in der Regel um den Leib gewunden getragen, aus Seide, in den Landesfarben, wohl auch mit Gold- od. Silberfaden durchwoben; ...
Schärtlin
Schärtlin, Sebastian von Burtenbach, berühmter Landsknechthauptmann, geb. 1496 zu Schorndorf in Württemberg, diente von 1518–46 dem Kaiser, half namentlich Rom stürmen u. ...
Schäsburg
Schäsburg, Segesvar. siebenbürg., etwas befestigte Stadt im Distrikt Hermannstadt, am großen Kokel, hat 6500 meistens protest. E., Gymnasium, Wein- und Obstbau, Leine- und ...
Schat el Arab
Schat el Arab, arab., der vereinigte Euphrat und Tigris (der Pasitigris der Alten).
Schatten
Schatten nennt man in der Physik den in geringerem oder höherem Grade stattfindenden Mangel an Licht in einem Raume, welcher dadurch entsteht, daß ein undurchsichtiger Körper ...
Schattenriß
Schattenriß, s. Silhouette.
Schattenspiel
Schattenspiel, bunte oder schwarze Schattenbilder. die man auf einer weißen Wand auffängt, indem man dieselben zwischen die Wand u. eine Lampe bringt od. auch die laterna ...
Schattirung
Schattirung, die Veränderung derselben Farbe durch die größere od. geringere Stärke des Lichts.
Schatulle
Schatulle, s. Chatoulle.
Schatz
Schatz, im Boden gefunden, gehörte im Mittelalter dem Landes- od. Grundherrn; nach röm. und neuerem Recht kommt die Hälfte dem Bodeneigenthümer, die andere dem Finder zu.
Schatzkammerscheine
Schatzkammerscheine, s. exchequer bills.
Schätzung
Schätzung, Werthung einer streitigen Sache, aus dem eigenen Wissen des Richters oder auf Grundlage von Gutachten Sachverständiger oder der eidlichen Werthangabe der Partei ...
Schatzung
Schatzung, 1) Bemessung der Steuerkraft, Abgabe; 2) im Schuldentrieb der Akt, wodurch die Forderung Pfandrechte auf das in die S. genommene Schuldnervermögen erlangt.
Schauanstalten
Schauanstalten, in manchen Ländern und Städten die Einrichtung, daß gewisse Waaren, z.B. Flachs, Garne, Gewebe etc. obrigkeitlich untersucht und die nicht preiswerthen; ...
Schauenstein-Buol
Schauenstein-Buol, altadeliges Geschlecht aus Graubünden stammend, besteht in einer gräfl. (seit 1742) u. freiherrl. Linie. Karl Ferdinand, Graf von Buol-S., geb. 1797. Sohn ...
Schaufelkäfer
Schaufelkäfer (Cychrus), Gattung Käfer aus der Abtheilung der Pentameren, mit eiförmig gewölbtem Körper, der schmale Kopf rüsselförmig verlängert, das Endglied der ...
Schaumburg
Schaumburg, eigentlich Schauenburg, ehemals Grafschaft in Westfalen, 1619 Fürstenthum, nach dem Erlöschen des Mannsstammes (1640) zwischen Braunschweig, Kurhessen und Lippe ...
Schaumburg-Lippe
Schaumburg-Lippe, deutsches Fürstenthum, ein Stück der alten Grafschaft Schaumburg, liegt zwischen Hannover, Preußen u. Kurhessen, hat auf 91/2 QM. 30000 protest. Einw., s. ...
Schaumcicade
Schaumcicade (Cercopis), Insektengattung aus der Ordnung der Halbflügler und der Familie der Cicaden, mit stark hervorragender, meist 3eckiger Stirn, die Fühlhörner zwischen ...
Schaumünze
Schaumünze, s. Medaille.
Schauspiel
Schauspiel, bezeichnet im weitesten Sinne den Anblick auffallender od. merkwürdiger Vorgänge oder Gegenstände in der Natur wie im Menschenleben, im engern jedes Spiel. das mit ...
Schauspielkunst
Schauspielkunst, die Kunst, eine bestimmte Rolle in einem dramatischen Kunstwerke auf der Bühne durch Declamation und Mimik zu verwirklichen und anschaulich zu machen. Mit der ...
Schiavone
Schiavone (Ski–), eigentlich Medola, Andrea, ital. Maler aus der venetianischen Schule, geb. 1522 zu Sebenico in Dalmatien, mit Anmuth in seinen Bildern u. glänzendem ...
Schibboleth
Schibboleth, hebr., Aehre. dann Kenn-, Erkennungs-Parteizeichen; letztere Bedeutungen des Wortes kamen auf zur Zeit, als der israel. Heerführer Jephte am Jordan die Ephraimiter ...
Schicht [1]
Schicht, Joh. Gottfried, deutscher Kirchencomponist u. musikalischer Schriftsteller, geb. 1753 zu Reichenau bei Zittau, ward 1785 Organist an der Neukirche zu Leipzig, später ...
Schicht [2]
Schicht, in der Bergmannssprache Zeit von 6, 8 und 12 Stunden; 1/4 aller Kure auf einer Zeche.
Schichtung [1]
Schichtung, bei fortgesetzter Gütergemeinschaft zwischen dem überlebenden Ehegatten und den Kindern kann der erstere gewöhnlich austreten sobald er will, die Kinder dagegen ...
Schichtung [2]
Schichtung, in der Geologie die Lagerung der Gebirgsarten in parallelen Platten (Schichten).
Schick
Schick Gottlieb, geb. 1779 zu Stuttgart, Maler, bildete sich zu Paris und Rom, war Mitbegründer der neuen Malerschule, starb 1812.
Schicksal
Schicksal, die Summe der Erlebnisse und Ereignisse in der Geschichte der Menschheit, des einzelnen Volkes, Volksstammes, Ortes, der einzelnen Familie oder Person, dann auch jedes ...
Schicksalstragödie
Schicksalstragödie nennt man jene Ausartung der Tragödie, zu welcher sich Anhänger der neuern romantischen Schule verirrten und deren Grundfehler darin liegt, daß das ...
Schidone
Schidone (Ski–) od. Schedone. Bartolommeo, modenes. Maler aus der Schule der Caracci, geb. 1559, gest. 1615 als herzogl. Hofmaler zu Parma. Seine spätern Bilder zeichnen sich ...
Schiedam
Schiedam, holländ. Stadt östl. von Rotterdam, mit 13000 E., Hafen, einigen hundert Geneverbrennereien, großer Schweinezucht, Seehandel, Bleiweißfabriken.
Schiedseid
Schiedseid, s. Eid.
Schiedsgerichte
Schiedsgerichte, im Gegensatz von den gesetzlichen, ordentlichen Gerichten, die Gerichte, welche von den Parteien durch Vertrag, sei es zu Anfang des Rechtsverkehrs (z.B. bei ...
Schiefe Ebene
Schiefe Ebene, eine der sogen. einfachen mechanischen Potenzen. Wenn eine Ebene, durch welche ein Körper unterstützt wird, nicht horizontal. sondern geneigt ist, so äußert ...
Schiefer
Schiefer, ein in dünnen Platten brechendes Gestein (Glimmer-, Quarz-, Kalk-, Sandstein-, Thon- etc. S.), wird als Deckstein bei Dächern, zum Belegen von Fußböden etc. ...
Schiefheit
Schiefheit (scoliosis), Verkrümmung des Rückgraths, ist immer Sförmig, erscheint nach ihrem Grade als hohe Schulter oder Höcker (Buckel) und ist meist Folge von Krankheiten ...
Schielen
Schielen (strabismus), abnorme Stellung der Augen, bei der die Sehaxen beider Augen nicht nach demselben Gegenstande gerichtet sind, jedes Auge somit einen andern Gegenstand ...
Schienbein
Schienbein (tibia) heißt in der Anatomie der stärkere der beiden Knochen, welche den Unterschenkel bilden. Es liegt an der innern Seite des Unterschenkels, hat vorn einen ...
Schierling
Schierling, der Name mehrer Giftpflanzen. Der gefleckte S. (conium maculatum). dem Kümmel sehr ähnliche Doldenpflanze, wächst besonders an Wegen und Schutthaufen; der Stengel ...
Schießbaumwolle
Schießbaumwolle, Pyroxylin, wird dargestellt, wenn man Baumwolle entweder in einer Mischung von starker Salpetersäure und Schwefelsäure, oder in einer Mischung von Salpeter- ...
Schießpulver
Schießpulver besteht aus einem Gemenge von Salpeter, Schwefel u. Kohle, das, wenn es entzündet wird, durch gegenseitige Zersetzung der genannten Stoffe eine bedeutende Menge ...
Schießscharten
Schießscharten, Einschnitte in die Brustwehr eines Werks. um durch dieselben zu feuern; werden zu diesem Zwecke gemauerte od. hölzerne durchbrochen, so entstehen Schießlöcher ...
Schiff
Schiff, heißt im Allgemeinen jedes mit hohlem Körper und auf einem Kiel erbaute. zum Fahren auf dem Wasser bestimmte Fahrzeug, im engern Sinn aber bloß ein größeres See-S. ...
Schiffahrtskunde
Schiffahrtskunde, Nautik. der Inbegriff aller zur Schiffahrt nöthigen Wissenschaften, also: Kenntniß des Schiffbaues u. dessen Mechanismus; der Küsten, Inseln, Klippen, ...
Schiffahrtsverträge
Schiffahrtsverträge, eine Art Handelsverträge, durch welche einzelne Staaten den Schiffen ihrer Flagge gewisse Begünstigungen vor anderen einräumen.
Schiffbrücken
Schiffbrücken, s. Brücken.
Schifferinseln
Schifferinseln (Navigator-, Samoainseln), austral. Gruppe von 4 größeren und 6 kleinen Inseln, nordöstl. von den Freundschaftsinseln, gebirgig. vulkanischen Ursprungs, 54 ...
Schiffsbaukunst
Schiffsbaukunst. Das Schiff beginnt mit dem Kiel als Basis, auf welche die Rippen befestigt sind, die durch lange, schmale, aufgenagelte Balken (Bänder) an ihrer Stelle ...
Schiffsboot
Schiffsboot, s. Nautilus.
Schiffsgeschütze
Schiffsgeschütze, die groben Geschütze auf Kriegsschiffen; sie haben kürzeres Rohr als die Feldkanonen. aber größeres Kaliber und sind gewöhnlich aus Eisen gegossen. Es ...
Schiffsgulden
Schiffsgulden, hießen die in den Niederlanden für die ostind. Colonien geprägten leichten Gulden.
Schiffshalter
Schiffshalter (Echineis), eine Gattung Fische aus der Ordnung der Kehlflosser, ausgezeichnet durch die auf dem Kopfe befindliche flache Saugscheibe, die aus einer nach den Arten ...
Schiffspfund
Schiffspfund, Handelsgewicht von 21/2 bis 4 Ctr.; vgl. Liespfund.
Schiiten
Schiiten d.h. Sektirer, diejenigen mohammed. Sekten. welche im Gegensatze zu der herrschenden, zu den Sunniten, den Ali, Abu Talebs Sohn und Schwiegersohn Mohammeds sammt dessen ...
Schikaneder
Schikaneder, Emmanuel, Schauspieler und Theaterdichter, geb. 1751 zu Regensburg, erwarb auf österr. Theatern frühzeitig Ruhm als Komiker, leitete das Theater in Prag. dann das ...
Schild
Schild, allgemeine Schutzwaffe vor der Erfindung des Schießpulvers, oval oder viereckig, aus Holz, Geflecht, Leder, am Rande mit Eisen beschlagen, wurde an ledernen Riemen am ...
Schilda
Schilda, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Merseburg mit 1500 E., früher vom Volkswitze närrischer Streiche (Schildbürgerstreiche) beschuldigt.
Schildberg
Schildberg, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Posen mit 2500 E.
Schilddrüse
Schilddrüse (glandula thyreoidea), die Gefäßdrüse des menschlichen Körpers am untern Theile des Halses beim Beginne der Luftröhre, wo sie ihre 2 Seitenlappen zu beiden ...
Schilder
Schilder, Karl Andrejewitsch, geb. 1795 zu Petersburg aus einer deutschen Familie, schwang sich zum Ingenieurgeneral empor, st. 23. Juni 1854 an einer am 13. Juni vor Silistria ...
Schilderbent
Schilderbent, hieß ein niederländ. Malerverein zu Rom, der schon im 16. Jahrh. bestand u. das künstlerische und gesellschaftliche Zusammenhalten der niederl. Maler bezweckte, ...
Schilderung
Schilderung, Schilderei, kunstmäßige Abbildung eines Gegenstandes nach allen seinen Theilen; Art der Beschreibung, möglichst anschaulich, besonders auf die Phantasie ...
Schildkröten
Schildkröten (Chelonii), die erste Ordnung der Amphibien, ausgezeichnet durch die knöcherne Panzerschale, die den ganzen Körper umschließt u. in Rücken- und Bauchschild ...
Schildkröteninseln
Schildkröteninseln, s. Galapagos.
Schildlaus
Schildlaus (Coccus), Gattung Insekten aus der Ordnung der Halbdeckflügler, die Männchen geflügelt. die Weibchen ungeflügelt und mit einem Saugrüssel versehen, mit dem sie ...
Schildwache
Schildwache, einzelner Soldat, Posten.
Schilf
Schilf, s. arundo.
Schill
Schill, Ferdinand Baptist von, geb. 1776 zu Wilmsdorf bei Dresden, Sohn eines Offiziers, focht 1806 als Husarenlieutenant tapfer bei Auerstädt u. wurde schwer verwundet. Kaum ...
Schiller [1]
Schiller, Wein aus rothen u. weißen Trauben: schillert gelbröthlich.
Schiller [2]
Schiller, Joh. Christoph Friedrich von, der größte Dichter der neueren Zeit nach Göthe, hinsichtlich der natürlichen Anlagen, Schicksale, Lebensrichtung und dichterischen ...
Schilling [1]
Schilling (solidus), ursprünglich der 24. Theil eines Pfundes Silber, nach Karl d. Gr. der 20. Theil. später Münze von sehr verschiedenem Werthe. Der engl. S. ist = 10 Sgr. = ...
Schilling [2]
Schilling, Friedrich Gustav, geb. 1766 zu Dresden, war sächs. Artilleriehauptmann, nahm 1809 den Abschied, st. 1839 zu Dresden. sehr fruchtbarer Romanschreiber, einförmig in ...
Schilter
Schilter, Joh., Rechtsgelehrter und deutscher Alterthumsforscher, geb. 1632 zu Pegau, wandte sich später nach Straßburg, wo er 1705 als Rechtsconsulent u. Rathsherr starb. ...
Schimmel
Schimmel. der bekannte flockige Ueberzug, der sich besonders gern auf organischen Stoffen bildet, die in Zersetzung übergehen, s. Pilze.
Schimmelmann
Schimmelmann, Heinrich Karl, Graf von, geb. 1724 zu Demmin in Pommern, Kaufmann, später Bankier in Hamburg, endlich Schatzmeister des Königs von Dänemark, leitete ...
Schimmelpenninck
Schimmelpenninck, Rütger Jan, geb. 1761 zu Deventer, Advokat, gehörte vor 1794 zur antioranischen Partei, saß dann in der batav. Nationalversammlung, war Gesander in Paris, ...
Schimpanse
Schimpanse, s. Orangutang.
Schimper
Schimper, Wilh., Naturforscher u. Reisender, geb. 1804 zu Mannheim, studierte zu München Naturwissenschaften, machte 1829 eine Reise nach Algier, 1834 im Auftrag des württemb. ...
Schinderhannes
Schinderhannes, s. Bückler.
Schink
Schink, Joh. Friedrich, geb. 1755 zu Magdeburg. war an mehren Orten Dramaturg. seit 1822 Bibliothekar der Herzogin von Sagan, st. 1835, ein sehr fruchtbarer dramatischer, ...
Schinkel
Schinkel, Karl Friedrich, einer der berühmtesten Architekten der neuern Zeit, geb. 1781 zu Neuruppin, bildete sich zu Berlin unter Professor Gilly, besuchte 1803–5 Italien, ...
Schinseng
Schinseng, s. Ginseng.
Schipp
Schipp, schleswig. Flächenmaß von 24 Quadratruthen; in Dänemark Getreide- u. Salzmaß = 874 Par. Kub.-Zoll.
Schirach
Schirach, Gottlob Benedict von, ein fruchtbarer aber jetzt vergessener Schriftsteller, geb. 1743 zu Tiefenfurth in der Oberlausitz. 1764 in Halle mit Klotz befreundet und in die ...
Schiras
Schiras, Hauptstadt der pers. Provinz Farsistan, an einem unbedeutenden Bache u. dem Salzsee Baktegan gelegen, liegt 4284' über dem Meere in sehr reizender Gegend, welche den ...
Schirin
Schirin, Heldin der pers. Sagenpoesie, Geliebte u. Gemahlin Khosroës II. (im 6. Jahrh. n. Chr.).
Schirmer
Schirmer, Johann Wilhelm, ausgezeichneter Landschaftsmaler, geb. 1807 zu Jülich, bildete sich auf der Akademie zu Düsseldorf, ist seit 1839 Professor daselbst; hat auch ...
Schirmvögte
Schirmvögte (advocati) hießen überhaupt die kaiserl. Vögte freier Leute; S. der Klöster (advocatus ecclesiae), adelige Herren, in der Regel aus der Familie des Stifters, ...
Schirwan
Schirwan, Kreis des russ. Gouvern. Schemacha (s. d.) in Transkaukasien, mit etwa 70000 E. sehr verschiedener Abkunft, die besonders Seidebau treiben.
Schischkow
Schischkow, Alexander Semenowitsch, geb. 1754, war zuerst russ. Seeoffizier, wurde 1812 Staatssekretär, 1824–28 Minister des öffentlichen Unterrichts u. Generaldirector der ...
Schisma
Schisma, griech., Spaltung, besonders die Kirchenspaltung, nämlich die Aufhebung der äußeren Einheit u. Verbindung der Glieder der Kirche untereinander; vgl. Häresie. ...
Schiwa
Schiwa, s. indische Religion.
Schlabrendorf
Schlabrendorf, Gustav Graf von, geb. 1760 zu Stettin, bereiste Deutschland, lebte dann 6 Jahre in England, kam noch vor dem Ausbruch der franz. Revolution nach Paris, wo er blieb ...
Schlachtschitz
Schlachtschitz (Slachcic), der niedere polnische. oft gänzlich eigenthumslose Adelige, durch Kaiser Nikolaus I. größtentheils zum Bauer degradirt.
Schlacken
Schlacken, der mehr oder weniger verglaste Abfall bei Verarbeitung der Erze durch Feuer oder überhaupt beim Behandeln von Mineralien im Feuer.
Schlackenwalde
Schlackenwalde, böhm. Stadt unweit Karlsbad mit 3800 E., Bergcommissariat, Bergbau auf Zinn und Blei, Schmelz- u. Hammerwerk, berühmter Porzellanfabrik.
Schlaf
Schlaf (somnus), derjenige periodische Zustand des Körpers, in welchem das durch die vorangegangene Thätigkeit im wachen Zustande ermüdete Gehirn seine Thätigkeit einstellt, ...
Schläfe
Schläfe, die Gegend des Kopfes zu beiden Seiten der Stirne, vor und über dem Ohre; die S.knochen sind sehr hart und dünn, daher die Verletzung derselben leicht sehr gefährlich ...
Schlaflosigkeit
Schlaflosigkeit (agrypnia) ist ein Symptom der meisten fieberhaften Krankheiten, auch Folge der eintretenden Altersschwäche, entsteht auch oft bei Gefunden durch Gemüthsunruhe, ...
Schlafsucht
Schlafsucht (hypnosis), krankhafter tiefer Schlaf, nach welchem beim Erwachen kein volles Bewußtsein eintritt, ist die Folge des krankhaften Gehirnzustandes nach bösartigen ...
Schlag
Schlag, Schlagfluß (apoplexia), die plötzliche Unterbrechung des Bewußtseins, des Gefühls u. des Willensvermögens durch ein plötzlich eingetretenes Gehirnleiden verursacht, ...
Schlagintweit
Schlagintweit, Adolf, geb. 1829, und Hermann, geb. 1826 zu München, Söhne des bayer. Raths u. praktischen Arztes Joseph S. in München, beide verdient durch physikalische und ...
Schlaglicht
Schlaglicht, in der Malerei helles, mit dunkeln Schattenpartien unmittelbar im Gegensatze stehendes Licht; vergl. Schatten.
Schlagschatz
Schlagschatz, Schlägeschatz, Prägsatz, im Münzwesen die Vertheilung der Prägekosten auf die Werthbestimmung der einzelnen Münzen, so daß dieselben (England ausgenommen) ...
Schlagwirthschaft
Schlagwirthschaft, Koppelwirthschaft, landwirthschaftliches Betriebssystem, das den mehre Jahre zum Getreidebau benützten Boden mehre Jahre brach und zur Weide liegen läßt. ...
Schlammbäder
Schlammbäder, s. Bad.
Schlangen
Schlangen (Serpentes), bilden die 3. Ordnung der Amphibien, ausgezeichnet durch ihren lang gestreckten Leib ohne Spur von Gliedmaßen, nur bei den Riesen-S. schwache Andeutungen ...
Schlangenbad
Schlangenbad, nassauisches Dorf u. berühmter Badeort mit 8 Mineralquellen, von denen 7 zu den erdig-alkalinischen, mit einer Wärme von 21–22°R., die Wiesenquelle ein ...
Schlangenkopf
Schlangenkopf (Ophicephalus), Gattung Fische aus der Ordnung der Stachelflosser, Familie der Landkriecher, ausgezeichnet durch den gänzlichen Mangel von Stachelstrahlen in den ...
Schlaraffenland
Schlaraffenland, s. Utopien.
Schlayer
Schlayer, Johannes von, geb. 1792 zu Tübingen, Sohn eines Bäckers, Jurist, leitete von 1832–48 das Ministerium des Innern, bekämpfte den Liberalismus in der Kammer sowie die ...
Schlegel [1]
Schlegel, eine in der deutschen Literatur hervorragende Familie von Gelehrten und Dichtern. Das älteste namhafte Mitglied derselben war S., Joh. Elias, geb. 1718 zu Meißen; ...
Schlegel [2]
Schlegel, Joh. Adolf, Bruder des Vorigen. geb. 1721 zu Meißen, gest. 1793 als Consistorialrath zu Hannover, übersetzte und erläuterte das einst weltberühmte ästhetische Werk ...
Schlegel [3]
Schlegel, Joh. Heinrich, Bruder der beiden vorigen, geb. 1724 zu Meißen, gest. 1780 zu Kopenhagen als königl. Historiograph und Justizrath, übersetzte engl. Schauspiele, ...
Schlegel [4]
Schlegel, Karl Aug. Moriz, der älteste Sohn des Joh. Adolf S. und Bruder der 2 bekannten Gründer der romantischen Schule, geb. 1756 zu Zerbst, gest. 1826 als ...
Schlegel [5]
Schlegel, Aug. Wilh., mit seinem Bruder Friedrich ein Stifter der romantischen Dichterschule u. wissenschaftlich kritischer Hauptvertreter derselben, geb. 1767 zu Hannover, Sohn ...
Schlegel [6]
Schlegel, Karl Wilh. Friedr. von, Bruder des Vorigen, mit diesem ein Hauptstifter der romantischen Schule u. ein an den Alten, an Winkelmann und Göthe herangereifter Aesthetiker ...
Schlehdorn
Schlehdorn, bekannter Strauch mit stacheligen Aesten, herber Frucht (Dornschlehen), weißen Blüten, deren Aufguß als blutreinigendes Mittel dient.
Schleichhandel
Schleichhandel, Schmuggelhandel, Waarenschwärzung, Pascherei, heißt der Waarenverkehr, der sich den Zoll- oder Verbrauchsabgaben entzieht, ist nur da von Bedeutung, wo diese so ...
Schleiden
Schleiden, Matthias Jakob, berühmter Botaniker, geb. 1804 zu Hamburg, studierte seit 1824 zu Heidelberg die Rechte, 1833 in Göttingen Medicin u. Naturwissenschaften, besonders ...
Schleier
Schleier, bei den Mohammedanern u. mehren oriental. Völkern weibliches Kleidungsstück, insofern durch dasselbe nicht nur das Gesicht sondern auch die Taille verhüllt wird. Bei ...
Schleiermacher
Schleiermacher, Friedr. Dan. Ernst, ausgezeichneter u. einflußreicher protest. Theolog und Philosoph, geb. 1768 zu Breslau, der Sohn eines Feldpredigers, studierte bei der ...
Schleifen
Schleifen, in der Kriegswissenschaft das Zerstören von Festungswerken; in der Musik das Vortragen von 2 oder mehren Tönen unmittelbar hinter einander.
Schleifer
Schleifer, deutscher Tanz im 3/8 Takt.
Schleihen
Schleihen, Unterabtheilung der Gattung Karpfe (s. d.). von Cuvier Tinca genannt, unterscheiden sich durch den Mangel der Stacheln in der Rückenflosse, durch kleine Schuppen und ...
Schleim
Schleim (mucus), jede zähe, halbflüssige Masse, im engern Sinn zwei besondere Arten zäher, halbflüssiger Stoffe, welche sich in den Thier- und Pflanzenkörpern erzeugen. der ...
Schleimfisch
Schleimfisch (Blennius), Gattung kleiner Fische aus der Ordnung der Stachelflosser, ohne Schwimmblase, der langgestreckte Körper mit Schleim überzogen. Sie halten sich in ...
Schleimhäute
Schleimhäute (membranae mucosae), von ihrem Absonderungsstoffe so benannt, heißen die weichen, sammetartigen, gefäß- u. nervenreichen Häute im menschlichen u. thierischen ...
Schleisheim
Schleisheim, königl. bayer. Lustschloß 3 St. von München, 1684–1700 erbaut, mit prachtvoller Marmortreppe, Gemäldegallerie, landwirthschaftlichem Institute.
Schleiz
Schleiz, Hauptstadt des früheren Fürstenthums Reuß-S., jetzt zweite Residenz der jüngern Linie Reuß, hat 6800 E., beträchtliche Industrie; Treffen 9. Oct. 1806.
Schlepptau
Schlepptau, starkes Tau, vermittelst dessen ein Schiff von einem andern nachgezogen oder bugsirt wird; vergl. Prolonge.
Schlesien
Schlesien, ehemals zu Böhmen gehöriges Herzogthum, ist gegenwärtig zwischen Preußen u. Oesterreich getheilt; die preuß. Provinz S. mit dem 1815 von Preußen erworbenen Theile ...
Schlesische Dichterschule
Schlesische Dichterschule, s. deutsche Literatur.
Schlesische Kriege
Schlesische Kriege nennt man die 3 Kriege. welche Maria Theresia und Friedrich II. um den Besitz Schlesiens führten: 1) 1740–42, durch die Schlachten von Molwitz und ...
Schleswig [1]
Schleswig, dänisches Herzogthum, zwischen der Nord- und Ostsee. Jütland und Holstein gelegen. 167 QM. groß mit 363000 E. Die Westseite ist größtentheils niedere Marsch, ...
Schleswig [2]
Schleswig, Hauptstadt des Herzogthums S. am Meerbusen Schley, mit 11600 E., altem Dom, Domschule, Industrie, Fischerei.
Schlettau
Schlettau, sächs. Stadt im Kreisdir.-Bez. Zwickau mit 2300 E., Spitzenklöppelei, Bandweberei, Bergbau auf Silber und Zinn.
Schletter
Schletter, Hermann Theodor, geb. 1816 zu Dresden, seit 1818 Professor zu Leipzig, ausgezeichneter Jurist. (»Handbuch der juristischen Literatur«, Grimma 1843; »Der ...
Schlettstadt
Schlettstadt, Stadt und Festung im frz. Depart. Niederrhein an der Ill, mit 10000 E., beträchtlicher Fabrikation.
Schleuder
Schleuder, eine der ursprünglichen Wurfwaffen, ehemals bei Hebräern, Griechen, Römern, Germanen, Spaniern etc. wie bei vielen wilden Stämmen noch jetzt üblich. S.maschine, ...
Schleusingen
Schleusingen, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Erfurt. mit 3300 E., Eisen- und Kupferwerken, Fichtennadeldampfbad.
Schleuße
Schleuße nennt man ein aus Holz oder Stein errichtetes Bauwerk an Flüssen oder Bächen, mit fest schließbaren Thorflügeln an beiden Enden. Die S.n haben den Zweck, einen ...
Schley
Schley, Slie, schmale, über 5 Ml. lange Bucht der Ostsee im östl. Schleswig, an deren Westende die Stadt Schleswig liegt.
Schlich
Schlich, Erzschlich, sein gepulverte und geschlemmte Erze.

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