Слова на букву cult-ducq (2170) Herders Conversations-Lexikon
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Слова на букву cult-ducq (2170)

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Cultivators
Cultivators. Unter diesem Namen begreift man im Allgemeinen jene uns aus England in großer Mannigfaltigkeit zugekommenen und bekannt gewordenen Ackerwerkzeuge, wodurch man mit ...
Cultiviren
Cultiviren bearbeiten, urbar machen; ausbilden, gesittet machen.
Cultur
Cultur ist im landwirthschaftlichen u. gärtnerischen Sinne der Bau, Anbau oder das Urbarmachen der Ländereien, auch der Anbau und die Behandlung der Pflanzen selbst. In C. ...
Culturpflanzen
Culturpflanzen, alle Pflanzen, welche der Mensch zu irgend einem Zwecke anbaut oder pflegt, cultivirt.
Culturstangen
Culturstangen, Aeste oder Stangen mit Samenzapfen behängt, die auf holzentblößten Boden zur Besamung desselben ausgesteckt werden.
Cultus
Cultus, lat., Pflege, Verehrung, besonders aber der Gottesdienst einer religiösen Gemeinschaft.
Cum
Cum, lat., mit; z.B. c. annexo petito, mit beigefügter Bitte; c. appertinentiis mit Zugehör; c. approbatione, mit Gutheißung; c. beneficio inventarii, mit der Rechtswohlthat ...
Cumä
Cumä, griech. Kyme, uralte griech. Colonie in Italien von äolischen Chalcidensern gegründet, lange Zeit mächtig u. blühend, kam 417 an die Campaner, mit diesen an die Römer ...
Cumana
Cumana, Hauptstadt der gleichnamigen venezuelischen Provinz (auf 825 □M. 55000 E.), mit guter Rhede, 30000 E., lebhafter Ausfuhr der Landesprodukte: Tabak, Zucker, Cacao, ...
Cumarin
Cumarin oder Tonkastearopten, aromatischer Stoff in den Tonkabohnen, im Waldmeister, Steinklee etc.; der Maitrank erhält seinen Geruch vom C. des Waldmeisters (Asperula), ...
Cumberland [1]
Cumberland (Kömbrländ), engl. Grafschaft im Nordwesten, an Schottland und das irische Meer gränzend, nicht besonders fruchtbar, aber reich an Blei-, Graphit- und ...
Cumberland [2]
Cumberland, Herzog von, Titel mehrerer engl. Prinzen, wie des jüngstverstorbenen Königs Ernst August von Hannover; der bekannteste außer letzterem ist der 1721 geb. Wilhelm ...
Cumberland [3]
Cumberland, Richard, geb. 1632 zu London, anglikan. Geistlicher, bekannter Moralphilosoph u. Gegner des Hobbes, welchem er in der Schrift »de legibus naturae«, London 1762, 4., ...
Cuminum semen
Cuminum semen, lat., röm. Mutterkümmel, Carminativmittel, in den Samen des C. Cyminum bestehend.
Cumulation
Cumulation, im Prozeß Vereinigung mehrerer Klagen (c. actionum). Mehrere Klagen des einen Klägers gegen den einen Beklagten heißt objective Klagenhäufung; mehrere Klagen eines ...
Cunctation
Cunctation, lat., Zögerung, Zaudern; Cunctator, Zauderer.
Cundinamarca
Cundinamarca, 3650 □M. großes Departem. der südamerikan. Republik Neugranada mit vielleicht 40000 E.; noch nicht zur Hälfte benutztes Land, sehr fruchtbar, mit den ...
Cuneal
Cuneal, lat., keilförmig; cuneus cuneum trudit, lat., ein Keil treibt den andern.
Cunette
Cunette (frz. Künett), der Abzugsgraben inmitten eines trockenen Festungsgrabens.
Cunningham
Cunningham (Könninghäm), Allan, Schotte, geb. 1784; ursprünglich Maurer, dann als Volksdichter geachtet; er ist jedoch bekannter als engl. Literarhistoriker; st. 1842.
Cupar
Cupar (Kiuhpörr), schott. Dorf unweit Perth mit 2900 E., und das wichtigere C. in der Grafschaft Fife mit 6900 E., bedeutenden Leinenmanufacturen.
Cupellation
Cupellation, in der Hüttenkunde das Abtreiben des Silbers, die Scheidung des Silbers vom Blei auf der Kapelle.
Cupidität
Cupidität, lat. Cupiditas Begierde.
Cupido
Cupido, lat., Pothos, griech., Begier, Verlangen, besonders Liebesverlangen; insofern Amor oder Eros auch der Gott des sinnlichen Liebesgenusses war, entsprach ihm der Name C. ...
Cupo
Cupo, ital. Getreidemaß = 1101/4 par. Kubikzoll.
Cupuleisen
Cupuleisen, Cupoleisen, Roheisen, das durch Umschmelzen auf dem Cupulofen, einem niedrigen Schachtofen, gereinigt worden ist.
Cur
Cur, lat., Cura, die ärztliche Behandlung eines Kranken; die Heilung desselben durch den Arzt; die dazu angewandten Mittel. Curabel, heilbar.
Cura
Cura, Sorge, Besorgung. C. bonorum, Vermögensbesorgung, z.B. im Concurs durch den Massacurator; für noch nicht angetretene Erbschaften; für noch Ungeborne (c. ventris): für ...
Curaçao
Curaçao (Kurassao), niederländ. Antille, 9 □M. groß, felsig, spärlich bewässert aber wohl angebaut, mit 26000 E., führt Zucker, Baumwolle, Tabak u. den C. genannten, von ...
Curare
Curare, Urari oder Wurali, ein bei den Eingebornen Südamerikas gebräuchliches Pfeilgift, bereitet aus dem giftigen Safte des guianischen Brechnußbaumes.
Curat
Curat, der vom Bischofe zur Ausübung der cura animarum approbierte Priester; C. auch Curiat von curio hieß bis zum 12. Jahrhdt. vorherrschend der Pfarrer, seitdem der abhängige ...
Curatbeneficien
Curatbeneficien, sind Kirchenämter, deren Inhaber canonisch eingesetzt und vom Bischof zur Seelsorge berechtigt und verpflichtet wurden. Im engeren Sinne heißen C. solche, ...
Curatel
Curatel, s. Cura.
Curcuma
Curcuma, Gelbwurzel, kommt von Curcuma rotunda und longa (vergl. Scitamineae), und wird zum Färben von allerhand Stoffen, insbesondere auch zum Färben des Reagenzpapieres für ...
Curie [1]
Curie, lat. curia, hieß nach der dem Romulus zugeschriebenen Eintheilung des röm. Volkes jede der 30 Abtheilungen, deren je 10 einen Tribus ausmachten; ferner das ...
Curie [2]
Curie , römische, im weiteren Sinne die Gesammtheit der Behörden u. Beamten des Papstes, den Hofstaat oder die famiglia pontificia mit eingeschlossen, im engern Inbegriff der ...
Curios
Curios, lat., sonderbar, seltsam; neugierig.
Curius Dentatus
Curius Dentatus, Marcus, Römer aus plebejischem Geschlechte, besiegte die Samniter, 290 v. Chr., 275 den Pyrrhus bei Benevent, war bei den spätern Römern wegen seiner ...
Curmeden
Curmeden, Güter leibeigener Bauern, von denen der Herr beim Tode des Inhabers ein frei zu wählendes Stück aus dem Nachlasse an sich nimmt.
Curotrophium
Curotrophium, griech., Findelhaus.
Currency
Currency (Körrensi), in England das umlaufende Geld.
Currende
Currende, Durchzug singender Schüler durch die Straßen, um freiwillige Beiträge einzusammeln; der Schülerchor.
Curriculum vitae
Curriculum vitae, lat., Lebenslauf, Lebensgeschichte.
Curs
Curs, Lauf, Umlauf, besonders der auf einem gewissen Markte geltende Werth der Geldsorten u. Werthpapiere (Staatspapiere, Actien, Wechsel etc.). Auf größeren Handelsplätzen ...
Cursim
Cursim, lat., im Laufe, flüchtig, oberflächlich.
Cursivschrift
Cursivschrift, die liegende Schriftart, bei der die Buchstaben eines Wortes zusammenhängen, im Gegensatz zu der älteren stehenden Schrift; in der Druckerei die der ...
Cursorisch
Cursorisch, im Unterrichte der Gegensatz von statarisch, das Lesen eines Schriftstellers in fremder Sprache, wobei nur das Verständniß des Sinnes im Auge behalten wird, ohne ...
Cursus
Cursus, lat., Lauf, die vollständige Darlegung einer Wissenschaft beim Unterricht; auch die Zeit eines bestimmten Studiums, z.B. der Logik.
Curtana
Curtana, das Schwert Eduards des Bekenners, wird den engl. Königen bei der Krönung vorangetragen.
Curtirung, Curtation
Curtirung, Curtation, distantia curtata, eines Planeten heißt die Projection seines Abstands von der Sonne auf der Ebene der Ekliptik.
Curtius
Curtius, Ernst, geb. 1814 zu Lübeck, Philolog und Archäolog, bereiste Griechenland, ist jetzt Professor in Berlin; schrieb: »Peloponnesus« (2 Bde., Gotha 1851 und 52). Sein ...
Curtius Marcus
Curtius Marcus, nach röm. Sage ein Ritter, der sich 362 vor Chr. bewaffnet in eine plötzlich auf dem Forum entstandene Erdspalte stürzte, nachdem ein Orakel erklärt hatte, ...
Curtius Rufus Quintus
Curtius Rufus Quintus, röm. Schriftsteller, wahrscheinlich aus der Zeit der Antonine, beschrieb die Thaten Alexanders d. Gr. in gekünsteltem pomphaftem Style u. romanhafter ...
Curulisch
Curulisch, eher mit curia als currus zusammenhängend, Beiname der höchsten Staatswürden im alten Rom, deren Inhaber auf der sella curulis, einem 4füßigen, mit Elfenbein ...
Curvatur
Curvatur, in der Medicin jede bogenförmige Krümmung eines Körpertheiles.
Curve
Curve, in der Geometrie eine krumme Linie, nach gewissen Grundsätzen gezogen (Kreis, Ellipse etc.). Man bestimmt sie durch eine Gleichung zweier veränderlichen Größen, ...
Curzola
Curzola, österreich. dalmat. Insel zur Präfectur Ragusa gehörig, von O. nach W. gestreckt, hat Wein-, Oel-, Mandelbau, Bauholz, mehrere Häfen, 6500 E. Die Stadt C. hat 2100 ...
Cusa
Cusa oder Cusanus, Nikolaus von, geb. 1401 zu Kues, einem Flecken an der Mosel, Sohn des bemittelten Fischers Khryppfs, Krebs, mit Hilfe des Grafen Manderscheid in Deventer ...
Cusset
Cusset (Küsseh), franz. Stadt im Departem. Allier, 5500 E., chemische Fabrikate, Papier.
Custine
Custine (frz. Küstihn), Adam Philippe, Graf von, geb. 1740 zu Metz, zeichnete sich als Soldat im nordamerikan. Freiheitskriege aus, gehörte zur constitutionell monarchischen ...
Custodia
Custodia, in Rechtsverhältnissen die schuldige Sorgfalt, soviel wie diligentia (s. culpa).
Custodiat
Custodiat, das Amt des Wächters, in Ungarn die Würde des Kronhüters. Custodie, lat. custodia, Wache, Hast, Gefängniß.
Custom
Custom (Köstöm), engl., Zoll; C.- house (–haus), Zollhaus; C.law (– loh), der Tarif, das Zollgesetz; C. penny, die Eingangssteuer.
Custos
Custos, lat., Wächter, Bewahrer, Aufseher, z.B. von Bibliotheken, Kunst- u. Naturalienschätzen; custodes der Comitien des alten Rom überwachten das Herausziehen der Täfelchen ...
Custozza
Custozza, Dorf 3/4 St. von Verona, wo Marschall Radetzky den 23., 24. u. 25. Juli 1848 den Carlo Alberto von Sardinien gänzlich schlug.
Cutis
Cutis, lat., die Haut.
Cuvette
Cuvette (frz. Küwätt), dasselbe was Cunette.
Cuvier
Cuvier (Küwieh), George Leopold Chrétien Frédérik Dagobert, geb. den 23. Aug. 1769 zu Mömpelgard, besuchte das Gymnasium daselbst und kam 1784 in die Karlsschule zu ...
Cuxhafen
Cuxhafen, hamburg. Flecken an der Elbemündung mit 1500 E., Leuchtthurm, Hafen, Lootsen u. Quarantäneanstalten, Seebädern.
Cuyaba
Cuyaba, Stadt in der brasil. Provinz Matto Grosso mit 30000 E., Bischofssitz; Gold- und Silberminen.
Cuyp
Cuyp, Kuijp (Keip), Albert, geb. 1606 zu Dordrecht, gest. 1672, Maler aus der holländ. Schule; seine Landschaften mit Thierstücken werden besonders geschätzt.
Cuzco
Cuzco, Stadt in Peru auf einer Hochebene unter den Anden, Bischofssitz, Universität, hat 50000 E., darunter 20000 Indianer; Fabrikation von wollenen und baumwollenen Zeugen, ...
Cwierc
Cwierc (Zwierz), poln. Getreidemaß, in Warschau = 16131/5, in Krakau 15133/5 par. Kubikzoll.
Cyan
Cyan, Cyanogen, Blaustoff, das von Gay-Lußac im Jahr 1815 entdeckte Radical der Blausäure (s. diese). Man erhält das C. als eine gasförmige, bei hohem Druck tropfbare ...
Cyan
Cyan, Cyanogen, Blaustoff, das von Gay-Lußac im Jahr 1815 entdeckte Radical der Blausäure (s. diese). Man erhält das C. als eine gasförmige, bei hohem Druck tropfbare ...
Cyanit
Cyanit, Rhäticit, Disthen, ein Mineral aus halb kieselsaurer Thonerde bestehend; von 3,5. bis 3,7. spec. Gewicht; farbelos u. gefärbt. Den milchweißen, bläulichgrauen, ...
Cyanometer
Cyanometer, von Saussure angegebenes Instrument, um die Bläue des Himmels zu messen; es besteht aus verschiedenen mehr oder weniger intensiv blau gefärbten Feldern, durch deren ...
Cyanose
Cyanose, Blausucht, s. d. Art.
Cybele
Cybele, phrygische Landesgöttin, auch Agdystis genannt, wurde besonders auf Bergen verehrt; im Tempel zu Pessinus war ihr Bild, ein unförmlicher Stein, 204 v. Chr. nach Rom ...
Cycadeae
Cycadeae, Sagobäume, kleine, aber merkwürdige Pflanzenfamilie, gewissermaßen in der Mitte stehend zwischen den Baumfarren, den Palmen und den Nadelhölzern. Sie haben ...
Cyclamen
Cyclamen, s. Primulaceae.
Cydonia
Cydonia, Quitte; s. d. Art. Cydoniae semina, die Quittenkörner, werden zur Bereitung schleimiger Heilmittel u. als leichtes Klebmittel benutzt.
Cykladen
Cykladen, d.h. Ringinseln, weil sie um das heilige Delos einen Ring bilden sollten, Inselgruppe im Archipel aus 60 Inseln bestehend, zum Theil fruchtbar, zum Theil entblößte ...
Cyklische Dichter
Cyklische Dichter, Cykliker, welche den Sagenkreis der hellenischen Götter und Helden behandelten, insbesondere den homerischen ergänzten, wurden von den alexandrin. ...
Cykloide
Cykloide, griech., eine krumme Linie, die durch die Umdrehung eines bestimmten Punktes von einem Kreise auf einer geraden Linie hervorgebracht wird; so beschreibt z.B. jeder ...
Cykloimber
Cykloimber, griech., Circulus imbricatus, lat., Curve mit doppelter Krümmung auf der Oberfläche eines senkrechten Cylinders; der Durchschnitt 2 cylindrischen Flächen, deren ...
Cyklopen
Cyklopen, d.h. Rundäugige, ungeschlachte Riesen der griech. Volkssage, welche sie mit einem mitten auf der Stirn befindlichen runden Auge ausstattete. Bei Hesiod sind sie Söhne ...
Cyklopischer Bau
Cyklopischer Bau, bei den Griechen diejenige Bauweise, wo große Steine oder eigentliche Felsstücke in einander gefügt wurden, so daß sie, durch ihre eigene Schwere gehalten, ...
Cyklus
Cyklus, griech., Kreis; eine Reihe zusammengehöriger Schriften; Zusammenstellung von Wissenschaften od. Vorlesungen, die einander gegenseitig ergänzen; in der Zeitrechnung eine ...
Cylinder
Cylinder, griech., Walze, in der Mathematik ein fester Körper mit 3 Oberflächen, von denen 2 eben und parallel sind, die 3. kreisförmig ist. Der körperliche Inhalt wird ...
Cylinderepithelium
Cylinderepithelium, griech., in der Anatomie eine besondere Art Schleimhaut, welche besonders enge Kanäle, Ausführungsgänge u. dergl. bekleidet.
Cylinderuhr
Cylinderuhr, hat statt des Steigrades ein horizontales Rad, dessen Häckchen in den Einschnitt eines kleinen, hohlen Cylinders greifen, auf dessen Achse die Unruhe befestigt ist.
Cylindroid
Cylindroid, Cylinder, dessen Grundflächen keine Kreise sind.
Cymbel
Cymbel, griech., bei den Alten musikalisches Instrument aus 2 hohlen Metallbecken bestehend, die zusammengeschlagen einen scharfen Ton bewirkten.
Cynanchum
Cynanchum, Hundswürger, Pflanzengattung aus der Familie der Asclepiadeen, giftig, am Cap und in dem wärmeren Asien; einige Arten werden bei uns als Zierpflanzen gezogen.
Cyniker
Cyniker, griech. Philosophensecte aus der Schule des Sokrates um 380 vor Chr. durch den Antisthenes entstanden, verwarf alle Speculation u. wollte durch möglichste ...
Cynips rosae
Cynips rosae, die Gallwespe, erzeugt durch ihre Stiche in die noch krautigen Theile der Rosenzweige kugelige moosähnliche Gallen, die sogen. Schlafäpfel.
Cynismus
Cynismus, Uebertreibung der Vereinfachung des Lebens bis ins Lächerliche, mit Vernachläßigung jeder einzelnen Form, der Reinlichkeit etc.; daher cynisch auch unanständig, roh ...
Cyperaceae
Cyperaceae, Riedgräser, Scheingräser, auch unächte Gräser genannt, eine im äußeren Bau mit den ächten Gräsern (Gramineae) ziemlich übereinstimmende Familie und auch ...
Cypern
Cypern, griech. Kypros, Insel im östl. Becken des Mittelmeeres, Syrien, Cilicien, Aegypten gegenüberliegend, gebirgig, 250 □M. groß, mit 110000 E., größeren Theils ...
Cypresse
Cypresse, Cupressus sempervirens, schöner und zierlicher Nadelholzbaum, ausgezeichnet durch einen dicken, hohen Stamm mit hartem dauerhaftem Holze und insbesondere durch sein ...
Cyprian, St.
Cyprian, St., eigentlich Thascius Cäcilius, um 200 zu Karthago geb., Sohn eines reichen Senatoren, wurde berühmter Lehrer der Beredsamkeit und erst 244–46 durch seinen ...
Cypripedium
Cypripedium, Frauenschuh, eine an schönen Arten reiche Orchideengattung (vergl. Orchideae), von welchen eine, das C. Calceolus, in Deutschland hin und wieder in Bergschluchten ...
Cypselus
Cypselus, Tyrann von Korinth um 660, stürzte als Anführer des gemeinen Volks die Oligarchie der Bacchiaden, des herrschenden Geschlechtes. Der Kasten des C., ein Weihgeschenk ...
Cyrenaika
Cyrenaika, die, Oberlybien mit der Hauptstadt Cyrene, heutzutage Grenne, umfaßte das westl. Barka an der Nordküste Afrikas im jetzigen Tripolis. Um 631 v. Chr. in Folge eines ...
Cyrenaiker
Cyrenaiker von Aristipp aus Cyrene 396–380 v. Chr. gestiftet, sind nur Sokratiker, insofern Sokrates die Idee des sittlichen Handelns nicht näher entwickelte, sondern in ...
Cyrene
Cyrene nach Plinius 11 röm. Meilen, nach Strabo 80 Stadien vom Mittelmeere entfernt, durch Dorer gegründet (seine Ruinen u. Felsengräber findet man bei Grenne im heutigen ...
Cyrill [1]
Cyrill von Alexandrien, Neffe des Patriarchen Theophil, mit dem er gegen Chrysostomus agitirte und durch dessen Anhang er Nachfolger wurde. Sofort schloß er die Kirchen der ...
Cyrill [2]
Cyrill von Thessalonich, eigentlich Konstantin, studierte zu Konstantinopel, errang den Beinamen Philosoph, wurde Priester u. 848 vom Kaiser Michael III. zu den Chasaren in der ...
Cyrill, St.
Cyrill, St., von Jerusalem, um 315 geb., ist bekannt durch seine 23 einfachen, herzlichen und erhabenen Catechesen sowie durch einen Brief an Konstantin u. eine Homilie; dagegen ...
Cyrus
Cyrus, der Stifter der Persermonarchie, geb. um 598 vor Chr., Sohn des Kambyses, des den Medern unterworfenen pers. Fürsten, und der Mandane, der Tochter des medischen Sultans ...
Cysten
Cysten, griech., in der Anatomie kleinere oder größere blasenartige Gebilde.
Cystin
Cystin, s. Harnstein.
Cystis
Cystis, Blase; c. fellea, Gallenblase; c. urinaria, Harnblase.
Cystotomie
Cystotomie, in der Chirurgie der Blasenschnitt.
Cythera
Cythera, s. Cerigo; Beiname der Venus, weil die Insel ein Hauptsitz ihres Dienstes war.
Cytisus
Cytisus, s. Bohnenbaum.
Cyzicum
Cyzicum, auch Cyzikus, alte thessalisch-pelasgische, später von Milet neubevölkerte, auf einer herrlichen Landzunge am Propontis gegründete Handelsstadt Mysiens. ...
Czacki
Czacki (Tschazki), Tadeus, geb. 1765, gest. 1813, Volhynier, poln. Beamter, der sich als Curator der westl. (poln.) Gouvernements Rußlands besonders um den öffentlichen ...
Czajkowski
Czajkowski (Tschai–), Michael, Pole, 1808 in der Ukraine geb., 1831 wegen seiner Betheiligung an der poln. Revolution flüchtig, später einige Zeit in Konstantinopel als franz. ...
Czakot
Czakot (Tschakoh), eigentlich die Mütze der ungar. Husaren, dann die bekannte kübelförmige Kopfbedeckung bei der Infanterie mehrerer Staaten.
Czapka
Czapka (Tschapka), poln., die Ulanenmütze.
Czar
Czar, König, Großkönig, Titel der russ. Herrscher von Iwan II. bis Peter den Gr.; die Gemahlin heißt Czarewna, der Thronfolger Czarewitsch.
Czardake
Czardake (Tsch–), Wachthaus auf der österreich. Militärgränze.
Czarniecky
Czarniecky (Tscharniezki), Stephan, geb. 1599, poln. Feldherr, der ehrenvoll gegen Schweden, Russen, Tataren und Kosaken focht; st. 1665.
Czarnikow
Czarnikow (Tsch–), Stadt im preuß. Reg.-Bezirk Bromberg an der Netze mit 3800 E.
Czartoryski-Sanguszko
Czartoryski-Sanguszko, polnisches Adelsgeschlecht von den Jagellonen abstammend; Ahnherr ist Korygiel von Tschernikow, der 1300 vor Wilna blieb; den Namen C. nahm es von der ...
Czaslau
Czaslau (Tsch–), böhm. Stadt im Kreise Pardubitz mit 4000 E., geschichtlich bekannt durch Friedrichs II. Sieg d. 17. Mai 1742.
Czechen
Czechen (Tsch–), slavischer Volksstamm, welcher um die Mitte des 5. Jahrh. nach Chr. aus dem westl. Karpathenlande nach Mähren und Böhmen, der Sage nach unter einem Anführer ...
Czegled
Czegled (Tsch–), ungar. Flecken im Bezirk Kecskemet mit 16000 E., Ackerbau, Weinbau, starker Viehzucht.
Czelakowsky
Czelakowsky (Tsch–), Franz Ladislaw, geb. 1799 zu Strakonice in Böhmen, gest. 1852 als Professor der slawischen Sprache und Literatur, sehr thätiger Slawist in literarischer ...
Czenstochau
Czenstochau (Tsch–), Czenstochowa, Alt- u. Neu-C., poln. Städte im Gouvernement Kalisch, 1 Stunde auseinander liegend, die erste mit 2000 E., die andere mit 3700 E.; berühmte ...
Czernin
Czernin (Tsch–), gräfliches, reich begütertes Geschlecht in Böhmen, das seine Abkunft aus dem königl. Hause Przemysl herleitet; C. war im 12. Jahrh. einer der mächtigsten ...
Czernowitz
Czernowitz (Tsch–), Hauptstadt der Bukowina, unweit des Pruth, Sitz der Provinzialbehörden u. eines griech. nicht unirten Bischofs, mit 20500 E., einem akademischen ...
Czerny [1]
Czerny (Tsch–), Georg, türk. Karadjordje, d.h. schwarzer Georg, geb. 1770 bei Belgrad, 1801 Anführer der Serben bei ihrem Aufstande gegen die Türken, zunächst gegen den ...
Czerny [2]
Czerny (Tsch–), Karl, geb. 1791 zu Wien, lernte unter Beethoven und Clementi, ist sehr beliebter Componist, schrieb eine Clavierschule, einen Umriß der ganzen ...
Czerski
Czerski (Tsch–), Johann, einer der neuesten Sektirer, geb. 1813 zu Werlubien in Westpreußen, 1842 zum kathol. Priester geweiht, 1844 Vicar zu Schneidemühl, fiel mit einem ...
Czetz
Czetz (Tsch–), Joh., Siebenbürge, geb. 1822, 1846 Offizier im k. k. Generalstabe, trat 1848 in den Dienst der Revolution über, wurde Commandant von Siebenbürgen und ...
Czingar
Czingar (Tsch–), ungar., Zigeuner.
Czirknitz
Czirknitz (Tsch–), Flecken in der Bezirkshauptmannschaft Adelsberg in Illyrien; nahe der bekannte C.er-See, in einem von Kalkgebirgen umringten Thalkessel, läuft durch 40 ...
Czörnig
Czörnig (Tsch–), Karl, geb. 1804 zu Tschernhausen in Böhmen, begleitete seit 1831 hohe Staatsämter, ist jetzt Sectionschef im k. k. Handelsministerium. Schriften: ...
Czortkow
Czortkow (Tsch–), österr. galiz. Stadt im Kreis Stanislau mit 4500 E., lebhafter Industrie, Tabaksfabrik.
Czuczor
Czuczor (Zuzor), Georg, geb. 1800 zu Andod, ungar. Geistlicher, Dichter und Historiker; 1849 wegen Betheiligung an der Revolution verhaftet, wurde er 1850 durch die Amnestie in ...
D
D, der vierte Buchstabe der morgen- und abendländ. Alphabete; als röm. Zahlzeichen D = 500,  = 5000; als röm. Abbreviatur: Deus Divus, Dominus, Devotus, Dictator, Decimus ...
D'accord
D'accord (frz. Dakohr), übereinstimmend, einverstanden.
D'Achery
D'Achery (Daschri), auch Dacherius, Johann Lukas, Mauriner, der als Bibliothekar der Abtei St. Germain des Prés in Paris Vieles herausgab, darunter das wichtige Sammelwerk: ...
D'acquit
D'acquit (frz. dakih), Quittungsformel: erhalten.
D'Aguesseau
D'Aguesseau, s. Aguesseau.
D'Arcet
D'Arcet, Jean Pierre Joseph, franz. Chemiker, geb. 1777 zu Paris, sehr verdient durch seine Leistungen in der technischen Chemie, namentlich für Verbesserungen in der ...
D'Ester
D'Ester, Karl Ludw. Joh., geb. 1811 zu Vallendar bei Koblenz, 1848 Arzt in Köln, Mitglied der preuß. Nationalversammlung, entschiedener Republikaner, 1849 bei dem pfälzischen ...
D'Israeli
D'Israeli (Disrihli), Isaac, geb. 1766 zu London, Abkömmling einer aus Venedig eingewanderten in England christlich gewordenen jüdischen Familie, gest. 1848, engl. ...
D'Outrepont
D'Outrepont, Joseph von, berühmter Lehrer der Geburtshilfe, geb. 1775 zu Malmedy, studierte zu Würzburg, Halle, Wien, ward 1804 außerordentl. Professor der Geburtshilfe in ...
D. O. M.
D. O. M., Abkürzung auf Inschriften = Deo optimo maximo, lat., dem besten, größten Gotte.
D. S.
D. S. = Dal segno (s. d. A.).
Da capo
Da capo, ital., noch einmal! – in der Musik Zeichen der Wiederholung; Zuruf des Publicums, wenn ein Tonstück wiederholt werden soll.
Daalder
Daalder, alte holländ. Münze = 30 Stüber oder 25 Sgr. 21/2 Pfg. = 1 fl. 14 kr. C.-M.
Dacca
Dacca, große engl.-ostind. Stadt im Gangesdelta mit 200000 E., wichtige Fabrik- und Handelsstadt, von Mohammedanern und Hindu bewohnt.
Dach [1]
Dach, der obere Theil eines Hauses, die Bedeckung des Ganzen, je nach dem Klima eingerichtet; im Süden ist es gewöhnlich flach, im regen- u. schneereichen Norden muß es zum ...
Dach [2]
Dach , Simon, geb. zu Memel 1605, gest. als Professor der Poesie zu Königsberg 1659, lyrischer Dichter von geistlichen und weltlichen Liedern; von ersteren stehen noch mehrere in ...
Dachau
Dachau, bayer. Stadt an der Ammer, unweit München, mit 1400 E., Brauereien und Brennereien, Getreide- und Holzhandel; Schloß. Das D.er Moos ist eine 5 M. lange, 1 M. breite ...
Dachkiemenschnecken
Dachkiemenschnecken (Tectibranchia), Schneckenfamilie mit walzigem od. länglich ovalem Leibe, Blätterkiemen, die von dem Mantel bedeckt sind, der oft eine kleine Schale enthält.
Dachs
Dachs (Meles), ein Säugethier aus der Ordnung der Raubthiere, Unterordnung reißende Thiere. Die einzige Art ist der gemeine D., M. Taxus (denn der nordamerikan., M. Hudsonius, ...
Dachschiefer
Dachschiefer, heißt der kohlige Thonschiefer, wenn er leicht spaltbar ist, und daher zum Decken der Dächer verwendet werden kann.
Dachstein
Dachstein, Berg in den norischen Alpen, die nordwestl. Ecke von Steyermark, 9448 Wienerfuß hoch.
Dacien
Dacien (Dacia), Land an der unteren Donau, begriff als röm. Provinz das ganze Gebiet von der Theiß bis an den Dniester zwischen der Donau u. den Karpathen. Die Dacier (von ...
Dacier [1]
Dacier (Dassieh), André, geb. 1651 zu Castres in Oberlanguedoc, besorgte Ausgaben von Classikern in usum Delphini, heirathete 1683 die gelehrte Tochter seines Lehrers Tanneguy ...
Dacier [2]
Dacier, Anne, die in Saumür geb. Tochter des Tanneguy le Fèvre (Tanaquil Faber) und Gemahlin des Vorigen, geistreicher und fast noch gelehrter als dieser, besorgte eine schöne ...
Dacier [3]
Dacier, Bon Joseph, geb. 1742 zu Valognes im Departem. Manche, studierte im Colleg Harcourt mit Talleyrand und Choiseul-Gouffier, wurde bereits 1772 Mitglied, 13 Jahre später ...
Dacrydium
Dacrydium, Gummitanne, gehören mit unter die schönsten Coniferen mit ihren seinen, gekreuzt stehenden, oft nadelartigen Blättern u. trauerweidenähnlich herabhängenden ...
Dädalus
Dädalus, ist ein Gattungsname der ältesten Künstler, näher der Stifter der Kunstschule der Dädaliden, deren Zöglinge ihren Einfluß bis auf 100 Jahre vor Phidias herab ...
Daendels
Daendels (Dahn–), Hermann Wilhelm, geb. 1762 zu Hattem in Geldern, flüchtete als Gegner des Hauses Oranien 1787 nach Frankreich, kehrte 1793 an der Spitze der holländ. ...
Daezahjie
Daezahjie, pers. Silbermünze = 1 Thlr. 3 Sgr. 31/2 Pfg. = 1 fl. 37 kr. C.-M.
Daghestan
Daghestan, russisch-asiat. Provinz im östl. Kaukasus, zwischen dem kaspischen Meer, Tscherkessien und Grusien, Hochland u. Niederland, im Ganzen fruchtbar, reich an Weiden, ...
Dagobert I.
Dagobert I., Chlodwigs tüchtigster Nachfolger, war der Sohn Chlotars II., von dem er 622 Austrasien, 628 Neustrien sammt Burgund, am Bischof Arnulf von Metz u. dem Hausmeier ...
Dagöe
Dagöe oder Dagden, russ. Insel im finnischen Meerbusen an der Küste von Esthland, 141/2 □M. groß mit 14000 E., welche von Fischerei und Viehzucht leben.
Dagon
Dagon, d.h. Fisch, eine in der Bibel vorkommende philistäische Gottheit, welche auf phönicischen Münzen mit einem in Fischgestalt endigenden menschlichen Oberleib abgebildet ...
Dagop
Dagop, das Heiligthum in den indischen Buddhatempeln vor dem halbkreisförmigem Abschluß des Mittelraums, ist eine etwas überhöhte Halbkugel, welche eine cylinderartige ...
Daguerre
Daguerre, Louis Jacques Mandé, geb. zu Cormeilles 1789, gest. zu Paris 1851, war Decorationsmaler in Paris, erfand 1822 das Diorama, das er in Verbindung mit dem Maler Bouton ...
Daguerreotypie
Daguerreotypie, die von Daguerre erfundene Methode, durch unmittelbare Einwirkung des Sonnenlichts auf Metallplatten Abbildungen hervorzubringen; der dazu nöthige Apparat ...
Dahl [1]
Dahl, Johann Christian, Landschaftsmaler, geb. 1788 zu Bergen in Norwegen, erhielt seine künstlerische Bildung auf der Akademie in Kopenhagen, kam 1818 nach Dresden, und wurde ...
Dahl [2]
Dahl , Wladimir Iwanowitsch, russ. Seeoffizier und Volksschriftsteller unter dem Namen Kosak Luganski; seine Beiträge zur Völker- und Sprachenkunde des russ. Reichs erschienen ...
Dahlbom
Dahlbom, Anders Gustaf, schwed. Entomolog, geb. 1806 zu Forssa in Ostgothland, ward 1830 Docent der Naturgeschichte an der Universität Lund, wo er seine Studien gemacht, 1843 ...
Dahlen
Dahlen, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Düsseldorf mit 1500 E., Sammet-, Seide- u. Leinenfabrikation. – D., sächs. Stadt an der Leipzig-Dresdener Eisenbahn mit 2500 E., Krappbau, ...
Dahlgren
Dahlgren, Karl Johann, schwed. Dichter, geb. 1791 zu Quillinge in Ostgothland, war Prediger zu Stockholm, Abgeordneter auf mehreren Reichstagen, der Opposition angehörend, als ...
Dahlia
Dahlia, s. Georgina.
Dahlmann
Dahlmann, Friedrich Christoph, geb. 1785 zu Wismar, wurde 1813 Professor der Geschichte in Kiel, 1829 Professor der Staatswissenschaften in Göttingen, war 1837 bei der ...
Dahme
Dahme, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Potsdam an dem gleichnamigen Flusse mit 4200 E., Wollen- und Leineweberei.
Dahomeh
Dahomeh, Dahomei, Negerreich in Oberguinea, Nachbarstaat der Ashantees, reich bewässert, sehr fruchtbar an allen Erzeugnissen des tropischen Afrika, reich bewaldet, für die ...
Daimiel
Daimiel, span. Stadt in der Provinz Ciudad Real mit 9300 E., Wollen- und Leineweberei.
Dairi
Dairi, das geistliche Staatsoberhaupt in Japan, s. Japan.
Daktyliformes
Daktyliformes, in der Petrefactenkunde die Echinitenstacheln.
Daktyliographik
Daktyliographik, Steinschneidekunst.
Daktyliothek
Daktyliothek, Sammlung geschnittener Steine (Gemmen), besonders antiker; auch nennt man eine Sammlung von Abdrücken derselben (Pasten) so.
Daktylium
Daktylium, die Finger- od. Zehenverwachsung.
Daktylologie
Daktylologie, die Kunst mit den Fingern zu rechnen, also das einfachste mechanische Rechnen; die Fingersprache, besonders für die Taubstummen ausgebildet.
Daktylus
Daktylus, Versfuß aus einer langen u. zwei kurzen Silben bestehend; daktylische Rhythmen benennt man alle Versarten, wo durch 2 auf einander folgende Kürzen der Charakter ...
Dal segno
Dal segno (ital. Dal senjo), D. S., in der Notenschrift Hinweisung auf ein Repetitionszeichen bis zum Schlusse des Tonstücks.
Dalagoabai
Dalagoabai, große Bucht des indischen Oceans an der ostafrikan. Küste, trennt die Küsten von Natal u. Sofala; die Portugiesen haben hier ein Fort.
Dalai-Lama
Dalai-Lama, d.h. Meer-L., Großpriester oder Gottespriester (La, Geist, Gott), heißt der Oberpriester der Buddhisten in Tibet; vergl. Buddhaismus, Lamaismus, Tibet.
Dalayrac
Dalayrac, s. Alayrac.
Dalberg
Dalberg, ursprünglich Dalburg, altes freiherrliches Geschlecht, dessen Adel sich bis in das 10. Jahrh. zurückweisen läßt; im 14. Jahrh. starb der Mannsstamm aus und der Name ...
Dalbergieae
Dalbergieae, Sippe der hülsenfrüchtigen Gewächse (Leguminosae), merkwürdig durch den rothen Saft, der unter dem Namen Drachenblut im Handel ist, hauptsächlich von Pterocarpus ...
Dalbord
Dalbord, Lehne an Schiffsgeländern.
Dalekarlien
Dalekarlien od. Dalarne, d.h. Thalland, nach der alten Eintheilung Schwedens der Gebirgsstrich im Norden, an den Dalelfen u. dem Siljansee, jetzt Län Falun, 530 □M. groß mit ...
Dalelf
Dalelf, Fluß in Dalekarlien, mündet unterhalb Gefle in den bottnischen Meerbusen; die D. bildet schöne Wasserfälle.
Daleminzen
Daleminzen, sorbischer Slavenstamm von der Elbe bis Chemnitz wohnend, 927 von Heinrich I. unterworfen, verschmolz im 12. Jahrh. mit den Deutschen.
Daler
Daler, schwed. Thaler; der Reichsdaler = 1 Thlr. 15 Sgr. 94/5 Pfg. = 2 fl. 15 kr. C.-M.; der Kupferdaler = 2 Sgr. 51/2 Pfg. = 7 kr. C.-M.; der Silberd. = 3 Kupferd.
Dalhousie
Dalhousie (Dalhusi), altadelige schottische Familie; James D., gegenwärtig Generalgouverneur von Ostindien, ist 1812 geb., ein torystischer, talentvoller Staatsmann.
Dalin
Dalin, Olof, der erste schwed. Schriftsteller von Bedeutung, Historiker und Dichter, geb. 1708 zu Winberga in Halland, wurde 1747 königl. Bibliothekar, 1749 Erzieher des ...
Dalk
Dalk, türk. Reisewagen.
Dalkeith
Dalkeith (Dählkihsh), schott. Stadt südöstl. von Edinburgh mit 7000 E., Fabriken für Seide, Leder, Hüte, Seife, Talglichter. In der Nähe das Schloß des Herzogs von ...
Dalmatica
Dalmatica, ein langes Obergewand mit weiten aber kurzen Aermeln, das besonders in Dalmatien statt der röm. Tunica sowie im Mittelalter vielfach getragen wurde; ferner heißt D. ...
Dalmatien
Dalmatien, Königreich, kais. österr. Kronland, ein schmales Küstengebiet das östl. Ufer des adriat. Meeres entlang, an die kroat. Militärgränze, die Türkei, Montenegro ...
Dalrymple
Dalrymple (Dälrimpl), alte schott. Familie; David D., geb. 1726, gest. 1792, Jurist und Verfasser guter historischer Arbeiten über England u. Schottland. Alexander D., des ...
Dalton
Dalton (Dahltn), John, ausgezeichneter Chemiker und Physiker, geb. 1766 zu Eaglesfield in England, kam 1793 als Professor der Mathematik u. Physik nach Manchester, wo er 1844 st. ...
Daltonismus
Daltonismus, Fehler des Sehorgans, wodurch gewisse Farben mit einander verwechselt werden.
Dam
Dam, Damme, belg. feste Stadt in Westflandern, mit 1100 E., Getreide- und Viehhandel.
Damas [1]
Damas (Dama), Name eines schon im Mittelalter berühmten franz. Adelsgeschlechtes, von welchem mehrere Mitglieder besonders während der Revolution sich auszeichneten. – D., ...
Damas [2]
Damas (Dama), François Etienne, geb. 1769 zu Paris, wurde Soldat und machte in der republikan. Armee von 1792 an alle Feldzüge am Rheine mit, stieg alsdann in Aegypten zum ...
Damascenus
Damascenus, s. Johannes Damascenus.
Damasciren
Damasciren, Stahlbereitung, von Damascus so genannt, wird jedoch vorzüglich in Persien betrieben. Die Damascenerklingen sind außerordentlich biegsam und zugleich so hart, daß ...
Damascus
Damascus, Dimeschk, Hauptstadt eines türk. Paschaliks, am Fuße des Antilibanon in einem weiten, wohlbewässerten Thalbecken gelegen, in herrlicher, von den orientalischen ...
Damasse
Damasse, frz., seidenes Zeug, auf einer Seite damascirt, auf der anderen glatt.
Damassin
Damassin (frz. Damassäng), Halbdamast; damassiren, damastartig weben.
Damast
Damast, seidenes, wollenes oder leinenes Zeug mit eingewirkten, etwas erhabenen Figuren auf glattem Grunde, ursprünglich orientalisches u. nach Damascus benanntes Fabrikat, das ...
Damasus, St.
Damasus, St., Name von 2 Päpsten. – D. I., ein Spanier, wurde 366 Papst und hatte gegen Waffen und Verläumdungen eines Gegenpapstes Ursin oder Ursicin längere Zeit zu ...
Dame
Dame, frz., aus Domina, Frau; vor Zeiten specieller Ehrentitel der franz. Prinzessinen königl. Stammes; Titel von den weiblichen Mitgliedern adeliger Ordensstifte, Congregationen ...
Damen vom Herzen Jesu
Damen vom Herzen Jesu, vom Glauben, von der christlichen Liebe u.a.m., s. Frauenorden.
Damenfriede
Damenfriede, s. Cambrai.
Damenisation
Damenisation, die von Graun um die Mitte des vorigen Jahrh. eingeführte Uebungsweise im Gesang, wobei der Schüler statt des sonst gebräuchlichen musikalischen Alphabets c, d, ...
Damenspiel
Damenspiel, bekanntes Brettspiel, das mit 24 Steinen, 12 schwarzen und 12 weißen, auf einem gewöhnlichen Schachbrette von 2 Personen gespielt wird. Der Spielende trachtet, seine ...
Damhirsch
Damhirsch (Cervus Dama), besondere Gruppe der Gattung Hirsch, mit nur an der Basis runden, an den Enden aber schaufelförmigen, breiten Geweihen, die Schaufeln gezackt. Er ist ...
Damian
Damian, s. Cosmas.
Damiani
Damiani, Petrus, oft der »zweite Hieronymus« genannt, wurde zwischen 988–1007 wahrscheinlich zu Ostia geb. und mußte die Schweine eines seiner vielen Brüder hüten, bis ...
Damianus
Damianus, monophysitischer Patriarch von Alexandrien u. Stifter der Damianiten des 6. Jahrh., welche die 3 Personen der Gottheit nur für 3 verschiedene persönliche Merkmale des ...
Damiens
Damiens (Damiäng), Robert François, geb. 1714 in Tieulloy bei Arras, offenbarte früh Verbrecheranlagen und erwarb sich den Beinamen »Robert der Teufel«, führte ein ...
Damiette
Damiette, Stadt und Festung in Unterägypten am östl. Nilarme, in fruchtbarer aber ungesunder Gegend mit 28000 E. und lebhaftem Verkehr. Belagerung vom 2. April 1218 bis 5. Nov. ...
Damiron
Damiron (–ong), Jean Philibert, geb. 1794, Professor zu Paris und Anhänger von Cousin (s. d. Art.), dessen eclectische Philosophie er durch den »Globe« u. mehrere Schriften ...
Damjanicz
Damjanicz (–tsch), geb. 1804 zu Stasa, 1848 Hauptmann in der k. k. Armee, wurde Corpscommandant in der Revolutionsarmee, übergab nach der Katastrophe von Vilagos die Festung ...
Damm [1]
Damm, (gewöhnlich auf beiden Seiten abgeböschte) Erhöhung von Erde, Sand, Steinen, Faschinen etc.; die Bestimmung ist entweder die Anlage von Verkehrswegen durch seichte ...
Damm [2]
Damm , Mittelfleisch (Perinaeum), heißt in der Anatomie die Gegend des Körpers zwischen dem After und den Geschlechtstheilen. Es befinden sich daselbst die Vorsteherdrüse, ein ...
Damm [3]
Damm preuß. Stadt, stark befestigt, der Brückenkopf von Stettin, an der Mündung der Plöne in den Dammschen See, mit 3400 E.
Damm [4]
Damm, Christian Tobias, geb. 1699 zu Geithain in Sachsen, seit 1730 Rector in Berlin, gest. 1778, verfaßte eine Einleitung in die Göttergeschichte und Fabellehre der Alten, ...
Dammar
Dammar, Dammarharz, kommt von einem der höchsten Bäume Ostindiens, von Agathis loranthifolia Salisb. (Dammara orientalis), aus der Familie der Coniferae. Ueber der Wurzel ...
Dammerde
Dammerde, Boden, aus verwitterten mineralischen, verfaulten thierischen u. vegetabilischen Bestandtheilen bestehend, mit alkalischen und salzigen beigemischten Stoffen; die ...
Dämmerung
Dämmerung (crepusculum), heißt das schon einige Zeit vor dem Aufgange und noch einige Zeit nach dem Untergange der Sonne stattfindende, mehr oder weniger erhellende Licht, jenes ...
Dämmerungsfalter
Dämmerungsfalter, Schmetterlingsabtheilung mit vielen Gattungen, schwärmen in der Dämmerung u. saugen den Honigsaft schwebend aus. Ihre Raupen sind groß, nackt, 16füßig, ...
Damnabel
Damnabel, lat.-deutsch, verdammlich, abscheulich; damnificiren, beschädigen.
Damnificat
Damnificat, in Strafsachen der Geschädigte, der Ersatz fordert, entweder anhangsweise im Strafproceß od. selbstständig auf dem Civilwege.
Damnum
Damnum, vermögensrechtlicher Schaden. D. fatale, durch Zufall; D. injuria datum, durch eine unerlaubte Handlung entstanden, die zum Ersatze verpflichtet. D. factum, ...
Damocles
Damocles, Name eines Schmeichlers des Tyrannen Dyonis von Syrakus, von welchem Cicero erzählt, Dyonis habe ihn eines Tages in die Genüsse seiner Stellung eingesetzt, dem ...
Damoiseau
Damoiseau (frz. Damoaso), Junker, Edelknappe, Stutzer. Damoiselle (–moasäll), Demoiselle, Mademoiselle, sonst Titel eines adeligen Fräuleins, jetzt aller unverheiratheten ...
Damon und Phintias
Damon und Phintias und Phintias (fälschlich Pythias), 2 um 400 v. Chr. in Syrakus lebende Pythagoräer, deren Freundschaftsproben durch Schillers Ballade »die Bürgschaft« ...
Dämonen
Dämonen, δαιμονες denkende Wesen, Geister, heißen in den pantheistischen Religionen alle übermenschlichen Wesen, Geister, Heroen, Genien, gute und böse Gottheiten, ...
Dämonismus
Dämonismus, Verteuflung; dämonisch, teuflisch.
Dämonologie
Dämonologie, s. Geisterkunde.
Dampf
Dampf. Alle tropfbaren Flüssigkeiten haben die Eigenschaft, durch Aufnahme von Wärme in luftförmigen Zustand überzugehen, d.h. sich in D. zu verwandeln. Verliert der D. die ...
Dampfbad
Dampfbad, s. Bad.
Dampfbleiche
Dampfbleiche, von Chaptal eingeführte Methode, Gewebe mittelst Dampf zu bleichen. Die vorher mit Lauge getränkten Gewebe werden in einem geschlossenen Raume auf einen ...
Dämpfer
Dämpfer (ital. sordino, frz. sourdine), mechanische Vorrichtung bei musikalischen Instrumenten, um deren Ton schwächer und weicher zu stimmen.
Dampfgeschütz
Dampfgeschütz. Die in neuerer Zeit so vielfach benutzte Kraft des gespannten Dampfes brachte den französ. General Girard auf die Idee, denselben zur Forttreibung von ...
Dampfheizung
Dampfheizung. Die Eigenschaft des Dampfes, bei seinem Uebergang in tropfbar flüssige Form seine latente Wärme an seine Umgebung abzugeben (s. Dampf), macht denselben zu einem ...
Dämpfigkeit
Dämpfigkeit, Dampf, Pferdekrankheit, die sich durch schweres Athmen und gewöhnlich durch auffallende Bewegung der Flanken und falschen Rippen zeigt; sie ist selten heilbar.
Dampfkochen
Dampfkochen. Der Dampf wird auch zur Erwärmung von Flüssigkeiten u. zum Kochen benutzt. Ersteres hauptsächlich zu technischen Zwecken, in Brauereien, Färbereien, zu Bädern ...
Dampfmaschine
Dampfmaschine, nennt man jede Maschine, bei der die Spannkraft des Wasserdampfes als bewegende Kraft benutzt wird. Die hohe weltgeschichtliche Bedeutung der Erfindung der D., ihr ...

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