Слова на букву fall-gibe (2170) Herders Conversations-Lexikon
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Слова на букву fall-gibe (2170)

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Gardiner
Gardiner, Stephan, geb. 1483, gest. 1555, intriguanter und wohldienerischer engl. Prälat, unter Heinrich VIII. Staatsrath u. Bischof von Winchester, obgleich er insgeheim die ...
Gargarisma
Gargarisma, griech., Gurgelwasser, Arznei zum Gurgeln bei Rachenkrankheiten.
Garguras
Garguras, ostind. und chinesische Seidenzeuge.
Garibaldi
Garibaldi, Giuseppe, geb. 1807 zu Nizza, nacheinander als Seemann im Dienste Sardiniens, des Bei von Tunis, Uruguays, führte 1849 Freisehaaren im Kriege gegen Oesterreich, ...
Garigliano
Garigliano (Gariljano), der alte Liris, entspringt in den Apenninen und fließt unweit Gaëta in das Mittelmeer; Niederlage der Franzosen durch die Spanier d. 27. Dezbr. 1503.
Garizim
Garizim, Berg in Ephraim, bekannt als der heilige Ort der Samaritaner; ihren Tempel darauf zerstörte 129 vor Chr. der Makkabäer Johannes Hyrcanus.
Garnachos
Garnachos (–atschos), die rothen süßen Weine aus Catalonien und Aragonien.
Garneele
Garneele, kleine Krebsart, sehr schmackhaft, an den europ. Küsten des atlant. Meeres häufig gefangen.
Garnerin
Garnerin (–räng), bekannte Luftschifferfamilie. Olivier G., geb. 1766, André Jacques G., geb. 1769, Elisa G., geb. 1791; letztere ließ sich 1815 aus einer Höhe von mehren ...
Garnez
Garnez, russ. Getreidemaß = 153,23 par. Kubikzoll.
Garniec
Garniec, poln. Flüssigkeitsmaß, in Krakau = 2029/20, in Lemberg = 1937/9, in Warschau = 20113/20 par. Kubikzoll.
Garnier
Garnier (Garnieh), ziemlich häufiger französ. Geschlechtsname. Bemerkenswerth: G., Robert, geb. 1534, gest. 1590 als Staatsrath Heinrichs IV., einer der frühesten, welcher in ...
Garnier Pagès
Garnier Pagès (–Paschä), Etienne Joseph Louis, geb. 1802, Advocat seit 1831, Mitglied der franz. Deputirtenkammer, Republikaner, beredt und vielfach mit klarerer Anschauung, ...
Garniren
Garniren, frz.-deutsch, besetzen; beschlagen; versehen; Garnirung, bei Seeschiffen die Planken an den inneren Seitenwänden; Garnitur, das Beschläg eines Gewehrs; eine bestimmte ...
Garnison
Garnison, das zur Friedenszeit in einem Orte liegende Militär; G.s-dienst, besteht in Exercierübungen, Wache- und Patrouillendienst.
Garnitze
Garnitze, s. Garniec.
Garnnummer
Garnnummer, der Grad der Feinheit des Fadens, welche nach der Anzahl Garnsträhne bestimmt wird, die auf ein Pfund gehen. Man bedient sich bei der Baumwolle gewöhnl. des engl. ...
Garofalo
Garofalo, Benvenuto, berühmter italien. Historienmaler, geb. 1481 zu Garofalo bei Ferrara, Schüler Rafaels; st. in seiner Heimat 1559. Die meisten seiner Gemälde sind in Rom, ...
Garonne
Garonne, bei den Römern Garumna, Hauptfluß des südwestl. Frankreichs, entspringt in den Pyrenäen, heißt nach der Aufnahme der Dordogne Gironde und mündet nach 87 Ml. ...
Garotta
Garotta, Halseisen an einem Pfahl, durch dessen Zudrehen der Delinquent erwürgt wird; Hinrichtungsmethode in Spanien.
Garrick
Garrick (Gärrik), David, geb. 1716 zu Hareford, der Sohn eines engl. Kapitäns, studierte in London die Rechte, betrat aber nach dem Tode seines Oheims die Bühne, indem er sich ...
Garrot
Garrot, frz., Aderpresse bei chirurgischen Operationen, 1674 von Marel erfunden.
Garrulität
Garrulität, lat.-deutsch, Schwatzhaftigkeit; garulus, lat., Schwätzer.
Garten
Garten, Gartenkunst. G. ist ein eingefriedigtes Grundstück, wo die Pflanzen mit größerer Sorgfalt gebaut werden als auf anderem Culturlande; angelegt wird er sowohl zum Nutzen ...
Gartenammer
Gartenammer, Ortolan (Emberiza hortulana), s. Ammer, oben olivenbraun, Kehle blaßgelb eingefaßt, hat delicates Fleisch; selten in Deutschland, mehr im südl. Europa.
Gartenlaubsänger
Gartenlaubsänger, Spottvogel, Bastardnachtigal (Sylvia hypolais), oben grüngrau, unten gelb, über 6'' lang, singt überaus schön und mannigfaltig.
Gärtner [1]
Gärtner, Karl Christian, geb. 1712 zu Freiberg, wurde 1747 Professor am Karolinum zu Braunschweig u. st. 1791. Er übersetzte unter Gottscheds Leitung Bayles Wörterbuch und ...
Gärtner [2]
Gärtner, Joseph, geb. 1732 zu Calw in Württemberg, Naturforscher, bekannt durch sein Werk: »De fructibus et seminibus«, u. sehr verdient um die Botanik durch seine ...
Gärtner [3]
Gärtner, Friedrich von, geb. 1792 zu Koblenz, deutscher Baumeister, gest. 1847, Erbauer der Ludwigskirche und des Wittelsbacher Palasts in München, des königl. in Athen, ...
Gärtnerei
Gärtnerei. Man versteht darunter 1) den gewerbsmäßigen Betrieb aller Zweige der Gartenkunst, und 2) eingefriedigte Stücke Landes, auf denen Gewächse aller Art mit sorgsamer ...
Garve
Garve, Christian, geb. 1742 zu Breslau, gest. 1798 daselbst, nachdem ihn dauernde Kränklichkeit gezwungen, die ihm 1769 in Leipzig übertragene Stelle Gellerts schon nach 2 ...
Gas
Gas, luftförmiger Körper, entweder permanent, d.h. bei jeder Temperatur u. jedem Drucke in diesem Zustande bleibend, oder coërcibel, durch Kälte oder Druck in tropfbaren ...
Gas acidi carbonici
Gas acidi carbonici, s. Kohlensäure.
Gasbeleuchtung
Gasbeleuchtung. Als man durch Lavoisier u.a. den Verbrennungsprozeß kennen lernte, mußte man bald auf den Gedanken kommen, das bei dem Verkohlen der Brennmaterialien verloren ...
Gascogne
Gascogne, d.h. Baskenland, ehemalige französ. Landschaft zwischen der Garonne, dem atlant. Ocean und den Westpyrenäen (im Laufe der Zeit jedoch in verschiedener Ausdehnung ...
Gasolitrum
Gasolitrum, Gasmaß, chem. Vorrichtung, um die Menge des Gases in einem Gefäße zu bestimmen.
Gassa
Gassa, Gassal, pers. Rechnungsmünze = 3,15 Pf.
Gassendi
Gassendi, eigentlich Gassend (Gassang), Pierre, geb. 1592 zu Chantersier bei Digne, wurde schon mit 16 Jahren Prof. der Rhetorik, mit 19 der Philosophie, alsdann geistlich und ...
Gastein
Gastein, Wildbad-Gastein, kleines Dorf mit berühmtem Bade, südlich von Salzburg 3226' über dem Meere; die alkalisch-salinischen Quellen von 30 bis 38°R werden seit 1830 nach ...
Gaster
Gaster, alter Name der Landschaft zwischen dem Wallenstädter u. Züricher See, am nördl. Ufer der Linth, von Castra, indem die Römer hier Standlager zur Vertheidigung ...
Gastfreundschaft
Gastfreundschaft, die Aufnahme u. Pflege von Fremden, als hilfsbedürftigen Menschen ohne Ansprüche auf Bezahlung, war und ist eine Nothwendigkeit, wo die Verkehrsmittel schwach, ...
Gastmähler
Gastmähler, als außerordentliche gemeinsame Mahlzeiten und Gelage, sind von jeher fast allen Völkern bekannt gewesen; die G. durch gemeinsame Bei träge (Eranos), die polit. ...
Gaston de Foix
Gaston de Foix, s. Foix.
Gastonadas
Gastonadas, span., der weiße Cassonadenzucker.
Gastrilog
Gastrilog, griech.-deutsch, Bauchredner; G.ie, Bauchrednerei.
Gastrisch
Gastrisch, gastricismus (von Gaster, griech., Magen, Bauch), Begriffe, die sich auf Störungen in der Verdauung beziehen. Dieselben geben sich kund durch Appetitlosigkeit, ...
Gastroknemius
Gastroknemius, in der Anatomie der Hauptmuskel der Wade.
Gastrolater
Gastrolater, griech., Bauchdiener; Gastrolatrie, Bauchdienerei.
Gastronomie, Gastrosophie
Gastronomie, Gastrosophie, Erfindungsgabe in der Kochkunst; auch die Fähigkeit, die Leistungen der seinen Kochkunst zu erkennen u. genießend zu würdigen; ein solcher Kenner, ...
Gastrotomie
Gastrotomie, Bauchschnitt, chirurg. Operation.
Gastuni
Gastuni, griech. Stadt auf Morea, in Elis, mit 3000 E.
Gat
Gat, holländ., in der Seemannssprache Hintertheil; Loch.
Gata
Gata, span. Flecken in Andalusien mit 2500 E., am Fuße der Sierra de G.
Gatinais
Gatinais (–ä), Landschaft des alten Frankreich, theils zu der Provinz Isle de France, theils zu Orleanais gehörig.
Gatschina
Gatschina, russ. Stadt 6 M. von Petersburg mit 6000 E., prächtigem kaiserlichem Schlosse, Gartenanlagen, Porzellanfabrik; 1799 Bündniß mit Schweden.
Gatterer
Gatterer, Joh. Christoph, geb. 1727 zu Lichtenau bei Nürnberg, gest. 1799 zu Göttingen, wo er seit 1758 Prof. der Geschichte gewesen. Obwohl weniger ein Geschichtschreiber als ...
Gattung
Gattung, der Inbegriff aller durch eigenthümliche Merkmale verbundenen Arten eines und desselben Dinges; im natürlichen System der Naturwissenschaften, in welchen die ...
Gätuler
Gätuler, Gätulier, afrikan. Volk am Nordrande der großen Wüste, südl. von Mauretanien bis Cyrene, Nomaden des berberischen oder maurischen Stammes.
Gau [1]
Gau, im mittelalterl. Latein pagus, im alten Deutschland ein polit. Bezirk, in welchem ein von dem Könige ernannter Graf Gericht hielt, die königl. Gefälle einzog und in ...
Gau [2]
Gau, Franz Christian, geb. zu Köln 1790, studierte in Paris die Baukunst, bereiste 1817 Italien, Aegypten und Nubien (»Les ruines de Pompeji«, Par. 1813; »Antiquités de la ...
Gaucho
Gaucho (Gautscho), s. Argentinische Republik, Thl. I. S. 244.
Gaudeamus!
Gaudeamus! lat., laßt uns fröhlich sein; Anfang des bekannten alten ächten Studentenliedes: Gaudeamus igitur juvenes dum sumus etc.
Gaudin
Gaudin (Godäng), Charles, geb. 1756, gest. 1841, schon vor der Revolution Finanzbeamter, Napoleons Finanzminister nach dem 18. Brumaire bis zur Restauration, ordnete die ...
Gaudy
Gaudy, Franz Bernh. Heinr. Wilh., Freiherr von, geb. 1800 zu Frankfurt a. d. O., erzogen in Paris und Schulpforta, war kurze Zeit preuß. Offizier und lebte alsdann der ...
Gauermann
Gauermann, Jakob, Landschaftsmaler und Kupferstecher, geb. 1772 zu Ossingen bei Stuttgart, wurde 1818 als Maler bei dem Erzherzog Johann angestellt, für den er besonders ...
Gaufriren
Gaufriren (gofr–), frz.-dtsch., Zeug modeln, mit einem Eisen kraus brennen.
Gaugamela
Gaugamela, assyr. Ort am Fuße der kurdischen Berge, in einer weiten Ebene. Sieg Alexanders d. Gr. am 1. Octbr. 331 v. Chr.
Gaulonitis
Gaulonitis, spätere Provinz Oberpalästinas auf der Ostseite des Sees Tiberias, mit den Städten Gaulon, Gadara, Gamala etc.
Gaumen
Gaumen (palatum), der obere Theil der Mundhöhle. Den vordern Theil desselben, den harten G., bildet die Scheidewand zwischen Mund- u. Nasenhöhle, und wird von den Oberkiefer- ...
Gauner
Gauner, Betrüger, diebischer Vagabund; Mitglied einer Art von Gesellschaft, die Raub, Diebstahl, Betrug etc. als Gewerbe treibt und eine eigene Sprache redet (Rothwälsch, ...
Gaupp
Gaupp, Ernst Theodor, geb. 1796 in Niederschlesien, seit 1821 Professor in Breslau, ausgezeichneter Germanist. Schriften: »Ueber deutsche Städtegründung etc. im Mittelalter«, ...
Gautier
Gautier (Gotieh), Theophile, geb. 1811 zu Tarbes, französ. Dichter und Kunstkritiker, Feuilletonist, als Novellist nicht unbedeutend (»Poésies complètes«, Paris 1845).
Gauting
Gauting, Gewicht auf Java = 14,14 Zollpfd.
Gauß
Gauß, Karl Friedrich, einer der bedeutendsten Mathematiker und Naturforscher, geb. 1777 in Braunschweig, seit 1807 Prof. u. Director der Sternwarte zu Göttingen. 1801 schrieb ...
Gavarni
Gavarni, s. Paul Chevalier.
Gavarnie
Gavarnie, kleines franz. Dorf im Departem. der Hochpyrenäen mit einem 1200' hohen Wasserfalle.
Gavazzi
Gavazzi, Alessandro, geb. 1809 zu Bologna, wurde Barnabite, Prof. der Rhetorik in Neapel, 1848 einer der eifrigsten Revolutionäre, flüchtete später nach England und beschimpft ...
Gave
Gave, Name der 3 ersten Sorten der russ. Juchten.
Gavial
Gavial (Gavialis), Name einer der 3 verschiedenen Gattungen Krokodile; bewohnen Ostindien, sind ausgezeichnet durch schmale und sehr lange Schnauze.
Gavotte
Gavotte, Tonstück von munterem Charakter, gewöhnl. zum theatralischen Tanze angewandt, früher in anderen Tonstücken, Sonaten und Suiten gebräuchlich.
Gay [1]
Gay (Geh), John, engl. Dichter, geb. 1688 zu Barnstaple in Devonshire, gest. 1732 zu London, machte besonders mit seinen Fabeln (1726) Glück, welche J. F. von Palthen auch ins ...
Gay [2]
Gay (Gäh), Sophie, eine 1776 zu Paris geb. Lavalette, gest. 1852 zu Brüssel, war eine ausgezeichnete Klavierspielerin und gewann durch eine Vertheidigung der »Delphine« von ...
Gay-Lussac
Gay-Lussac (Gäh Lüssak), Nicolas François, einer der bedeutendsten neuern franz. Chemiker u. Physiker, geb. zu St. Léonard im Depart. Ober-Vienne 1778, 1816 Prof. an der ...
Gaya
Gaya, mähr. Stadt im Kreise Brünn mit 1900 E., Piaristencollegium, Steinkohlenbergwerke.
Gayah
Gayah, engl.-ostind. Stadt in Bengalen mit 36000 E., Wischnutempel.
Gaza [1]
Gaza, Gath, uralte Stadt der Philister, durch Handel blühend, unter der türk. Herrschaft verarmt, hat vielleicht 5000 E. Niederlage des Demetrius Poliorketes 315 v. Chr.; der ...
Gaza [2]
Gaza, Theodor, geb. 1398 zu Thessalonich, gelehrter Grieche, einer der nach Italien gekommenen Flüchtlinge, welche Kenntniß der griech. Sprache u. Schriftsteller in Italien ...
Gaze
Gaze (gahs), durchsichtiges, seines Gewebe mit offenen viereckigen Feldern, sich kreuzenden und um einander geschlungenen Kettenfäden.
Gazellen
Gazellen, Säugethiergruppe aus der Gattung Antilope (s. d.), ausgezeichnet durch leichten, zierlichen Bau, flüchtiges, lebhaftes u. munteres Wesen. Die eigentl. Gazelle ...
Gazetta
Gazetta, früher kleine Silbermünze in Rom und Venedig = 7 Quattrini = 5 Pf.; weil in Venedig mit einer G. die einzelnen Zeitungsblätter im 16. Jahrh. bezahlt wurden (in ...
Gazon
Gazon (frz. gasong), der Rasen.
Gazua
Gazua, die Sklavenjagd in den oberen Nilländern.
Gaßer
Gaßer, Vincenz, Fürstbischof von Brixen im Tyrol, geb. am 30. October 1809 zu Inzing im Oberinnthal, studierte zu Innsbruck und Brixen, wurde 1833 Priester, 1836 Prof. der ...
Gaßner
Gaßner, Joh. Jos., geb. 1727 zu Bratz bei Bludenz in Vorarlberg, kath. Geistlicher und seit 1758 Pfarrer in Klösterle, einem Dorf der Diöcese Chur, fand gegen eigene ...
Gebälk
Gebälk, das gesammte Balkenwerk eines Baus; bei Säulen der obere darauf ruhende Theil (Architrav, Fries, Kranz).
Gebärmutter
Gebärmutter (uterus), der Fruchthalter, worin sich das befruchtete Ei zum Fötus entwickelt, bis derselbe als Kind geboren wird (s. Fötus, Geburt).
Gebärmutterkrankheiten
Gebärmutterkrankheiten, kommen in geschwängertem oder ungeschwängertem Zustande vor, aber man versteht unter G. beinahe immer nur die Krankheiten des nicht schwangern uterus. ...
Gebern
Gebern, Guebern, heißen bei den Mohammedanern die Parsen.
Gebet
Gebet, lat. precatio, frz. prière, engl. prayer, nennt man die Erhebung des Gemüthes zu Gott, um Ihn zu loben od. Ihm zu danken oder von Ihm eine Gnade zu erflehen, daher die ...
Gebhard [1]
Gebhard, Name einiger Heiligen, darunter: G. II., Bischof von Konstanz u. Gründer des Klosters Petershausen bei Konstanz. G., ein Sohn des Grafen Hugo von Rhätien oder ...
Gebhard [2]
Gebhard, der durch seine Apostasie bekannte Erzbischof und Kurfürst von Köln, wurde geb. 1547 aus dem Hause der Truchsessen von Waldburg, schon 1562 mit einem Canonicat, 1570 ...
Gebilde
Gebilde, jedes Werk der bildenden Künste; die durch Naturkräfte hervorgebrachten Formen der Mineralien.
Gebind
Gebind, dasselbe was Faß; eine Anzahl zusammengebundener Garnfäden.
Gebirge
Gebirge, s. Berg.
Gebrochen
Gebrochen, s. Arpeggio u. Mezzotinto.
Gebunden
Gebunden, musikalischer Kunstausdruck, soviel als zusammengezogen, geschleift, auch streng, obligat. G.e Noten, 2 gleiche, durch ein Bindezeichen in einen Ton vereinigte Noten. ...
Geburt
Geburt, ist der Akt der Lostrennung des Gezeugten vom mütterlichen Organismus, besonders bei dem Menschen. Eine nach einer regelmäßigen Schwangerschaft von 10 Mondsmonaten ...
Geburtshilfe
Geburtshilfe, im weiteren Sinne umfaßt auch die Hebammenkunst, d.h. die gewöhnliche Hilfe bei regelmäßigen Geburten; dieselbe ist uralt und schon Moses spricht von den ...
Gecko
Gecko (Ascalabotes), Eidechsen aus der Familie Schuppeneidechsen, nächtl. Thiere von trägem Wesen, mit zurückziehbaren Nägeln. Ihre 30 Arten werden nach der Bildung der Zehen ...
Gedächtniß
Gedächtniß, lat. memoria, heißt die geheimnißvolle Kraft der Seele, gehabte Vorstellungen, Begriffe u. Ideen sowie ganze Reihen derselben im Geiste aufzubewahren und uns ...
Gedackt
Gedackt, der Name einer Orgelstimme, deren Pfeifen oben verschlossen sind; diese klingen um eine Octave tiefer als offene Pfeifen von gleicher Länge, weil die Luftsäule den Weg ...
Gedanke
Gedanke (lat. cogitatum, frz. pensée, engl. thougth), heißt im allgem. Sinne das, was gedacht wird, somit jede Frucht des Denkvermögens: Vorstellung, Begriff, Urtheil, ...
Gediegen
Gediegen, Metall, das als Mineral mit andern Mineralien unvermischt und höchstens damit mechanisch verbunden ist.
Gedike
Gedike, Friedrich, verdienter Schulmann, geb. 1754 zu Boberow in der Priegnitz, studierte protest. Theologie, wurde 1775 Spaldings Hauslehrer u. kam durch ihn 1776 nach Berlin, ...
Geding
Geding, Vertrag. »G.e u. Willkür bricht Stadtrecht«. Im Erbrecht soviel wie Erbvertrag, meist in gerichtl. Form.
Gedrittschein
Gedrittschein, s. Aspecten.
Geefs
Geefs, Wilh., geb. 1800 zu Antwerpen, Bildhauer, seit 1830 in Brüssel, wo seine meisten Werke sind, gleich ausgezeichnet im monumentalen Styl wie in dem zarten und anmuthigen.
Geel [1]
Geel, Gheel, belg. Stadt in der Provinz Antwerpen, mit 8000 E.; bekannt durch die Pflege von Geisteskranken, welche längst von hiesigen Familien aufgenommen werden (7 bis 800).
Geel [2]
Geel, Jakob, geb. 1789 zu Amsterdam, seit 1833 Oberbibliothekar zu Leyden, Philolog und Bibliograph, gab den Theokrit mit Scholien, die Phönicierinen des Euripides, eine ...
Geest
Geest, heißt in der Landwirthschaft Norddeutschlands hoch und trocken gelegenes unfruchtbares Land, im Gegensatze vom Marschlande.
Gefängniß
Gefängniß, bisweilen noch für Schuldner, die nicht zahlen können (Schuldverhaft); allgemein für schwer Angeklagte während der Untersuchung, damit sie sich nicht flüchten ...
Gefäße
Gefäße, heißen in der Anatomie die häutigen Röhren, welche die im Körper kreisenden Ernährungsflüssigkeiten, Blut und Lymphe, enthalten (Gefäßsystem). Die Gefäßröhre ...
Gefäßpflanzen
Gefäßpflanzen, plantae vasculares, sind solche, deren Elementarorgane sich zu der höheren Entwicklungsstufe der Pflanzengefäße erheben, im Gegensatze zu den Zellpflanzen, pl. ...
Gefecht
Gefecht, im weitesten Sinne der Kampf mit dem Feinde, im engeren das feindliche Zusammentreffen von 1000 dis 10000 Mann.
Gefiedert
Gefiedert, nennt die Botanik Blätter, an denen die Stiele mit freistehenden und in gleicher Fläche liegenden Blättchen an beiden Seiten versehen sind.
Gefjon
Gefjon (Geberin), Göttin der nordischen Mythologie, riß aus Schweden ein Stück Land und versenkte es in das Meer; daraus entstand in Schweden der Mälarsee, in Dänemark die ...
Gefle
Gefle, Gefleborg, Hauptstadt des schwed. Gefleborg-Län am bottnischen Meerbusen mit 8500 E., Seehandel, Schiffbau, Leder-, Tabak- und Leinefabriken. Der 355 QM. große ...
Geflossen
Geflossen, heißt ein Mineral, das aus an einander stehenden rundlichen, in der Mitte eingedrückten, sich allmälig verflachenden Erhöhungen besteht.
Gefolge
Gefolge, comitatus, nach Tacitus bei den alten Germanen ein Vertrag, durch den sich einzelne Freie zum Kriegsdienst unter einem gemeinschaftl. hochadeligen Führer verpflichteten. ...
Gefreiter
Gefreiter, bei einigen Heeren der unterste Militärgrad, zwischen dem Korporal und Gemeinen, so genannt, weil der G. von einigen Diensten des gemeinen Soldaten frei ist.
Gefrieren
Gefrieren, das Festwerden der bei der gewöhnl. Temperatur flüssigen Körper. Der dazu nöthige Temperaturgrad (Gefrierpunkt) ist bei den verschiedenen Flüssigkeiten ...
Gefühl
Gefühl, in körperlicher Hinsicht entweder das Gemein-G., d.h. die allgemeine Empfindung von dem innern Zustande des Körpers, von den elementaren Einflüssen, z.B. Wärme, ...
Gegeben
Gegeben, in der Mathematik jede Größe mit bekanntem Werthe.
Gegenbauer
Gegenbauer, Jos. Anton, geb. 1800 zu Wangen in Oberschwaben, bildete sich zu München und Rom zu einem ausgezeichneten Historienmaler; die meisten seiner Compositionen finden ...
Gegenbeweis
Gegenbeweis, reprobatio, 1) directer, womit die Unwahrheit des geleisteten Hauptbeweises dargethan wird. Manchenorts ist der G. als ein logischer Widerspruch auf dem Civilwege ...
Gegenfüßler
Gegenfüßler, s. Antipoden.
Gegengift
Gegengift, s. Vergiftung.
Gegenklage
Gegenklage, Widerklage, die der Beklagte als Anspruch gegen den Kläger erhebt.
Gegensatz
Gegensatz, Satz, der einem andern gegenüber aufgestellt wird; das Entgegengesetzte überhaupt; Begriff, der den andern durch Verneinung aufhebt (contradictorisch, wie ja und ...
Gegenschein
Gegenschein, s. Aspecten.
Gegenseitiger Unterricht
Gegenseitiger Unterricht, Bell-Lancastersche Methode, in Schulen, wo der Lehrer einzelne ältere Schüler (Lehrschüler) aufstellt, welche die jüngeren unterrichten müssen, ein ...
Gegensonne
Gegensonne, nennt man jene durch Beugung der reflectirten Sonnenstrahlen bewirkte Lichterscheinung, die wir als Schein um unsern Schatten auf bethanter Fläche beobachten, oder ...
Gehe
Gehe, Eduard Heinrich, geb. 1793 in Dresden, sächs. Advocat, seit 1827 großherzogl. hess. Hofrath u. von 1832 bis 48 Censor, gest. 1850 im Spitale; er dichtete Operntexte, ...
Geheime Polizei
Geheime Polizei, s. Polizei.
Geheime Verbindungen
Geheime Verbindungen, zum Zwecke kirchl. od. polit. Veränderungen hat es fast von jeher gegeben, wie die Geschichte der mittelalterl. Sekten, der Feme etc. beweist, und ...
Geheimer Rath
Geheimer Rath, in mehren deutschen Staaten mit dem Ministerium die höchste Staatsbehörde, deren Sitzungen der Fürst beizuwohnen pflegt.
Geheimlehre
Geheimlehre, s. esoterisch.
Geheimmittel
Geheimmittel, s. Arcanum.
Geheimschrift
Geheimschrift, s. Chiffre.
Gehen
Gehen, ist diejenige Bewegung des Menschen u. der Säugethiere, bei welcher im nämlichen Moment, wo 1 oder 2 Extremitäten vorwärts bewegt werden, die andere oder die beiden ...
Gehenna
Gehenna, hebr., Stätte der Verdammniß, Hölle.
Gehilfe
Gehilfe, wer zur Entstehung eines Verbrechens durch Unterstützung des Urhebers beiträgt; unterschieden vom bloßen Begünstiger, der erst nach Verübung des Verbrechens ...
Gehirn
Gehirn, das, kommt in ausgedehnter Bedeutung als Centraltheil eines Nervensystems bis zur untersten Klasse des Thierreichs vor, im engeren Sinne ist es nur den Wirbelthieren ...
Gehirnkrankheiten
Gehirnkrankheiten. Die allen G. gemeinschaftlichen Symptome beziehen sich auf Veränderungen in dem geistigen Leben, der sensoriellen Auffassung und thierischen Bewegung. ...
Gehler
Gehler, Johann Samuel Traugott, geb. 1751 zu Görlitz, gest. 1795, sächs. Justizbeamter, Verfasser des »Physikalischen Wörterbuchs«, Leipzig 1787 bis 95, eines ...
Gehör
Gehör (auditus), derjenige der fünf Sinne, durch welchen wir Ton und Schall wahrnehmen, nach dem Gesichte der edelste durch seine hohe Bedeutung für das geistige Leben. Sein ...
Gehörnter Schluß
Gehörnter Schluß, s. Dilemma.
Gehörntfrüchtige
Gehörntfrüchtige, s. Corniculatae.
Gehre
Gehre, eine schmal nach unten zu laufende Fläche; bei Tischlern u.s.w. die schräge Fläche von 45 Grad, daher Gehrhobel, Gehrmaß.
Geibel
Geibel, Emanuel, geb. 1815 zu Lübeck, 1838 Erzieher beim russ. Gesandten in Athen, lebte nach seiner Rückkehr 1840 der Muse an verschiedenen Orten, erhielt vom König von ...
Geier
Geier (Vultur), Gattung der Tagraubvögel mit geradem, nur an der Spitze hackenförmig gebogenem Schnabel; Kopf und Hals nackt od. nur dünn befiedert, zum Theil mit fleischigen ...
Geige
Geige, der Name mehrer musikal. Instrumente, welche mit Darmsaiten bezogen u. durch einen mit Pferdehaar bespannten Bogen zum Klingen gebracht werden, daher auch Bogen- od. ...
Geiger [1]
Geiger, Franz, Chorherr und Prof. der Theologie zu Luzern, in Rom als der »Schweizertheolog« gepriesen, wurde geb. 1755 zu Harting bei Regensburg, 1773 Franciskaner, alsdann ...
Geiger [2]
Geiger, Abraham, Rabbiner in Breslau, geb. 1810 zu Frankfurt a. M., zuerst bekannt durch die Preisschrift »Was hat Mohammed aus dem Judenthum aufgenommen?« alsdann durch das ...
Geijer
Geijer, Erik Gustav, geb. 1783 zu Wärmeland in Schweden, seit 1817 Prof. zu Upsala, gest. 1847, verdienter schwed. Geschichtschreiber. Hauptwerk: »Geschichte des schwed. ...
Geilenkirchen
Geilenkirchen, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Aachen mit 1700 E., Tuch- und Lederfabriken.
Geiler
Geiler, Johannes, genannt von Kaisersberg, geb. 1445 zu Schaffhausen, erzogen zu Kaisersberg im Elsaß, studierte zu Freiburg i. B. und Basel, lehrte Theologie und entfaltete ...
Geilnau
Geilnau, nassauisches Dorf an der Lahn, mit 200 E., berühmt durch sein eisenhaltiges Sauerwasser, das besonders bei Verschleimungen, Nieren- und Blasenleiden dient.
Geïn
Geïn, s. Humus.
Geinitz
Geinitz, Hans Bruno, geb. 1814 zu Altenburg, seit 1850 Prof. an der polytechnischen Schule zu Dresden, durch mehre geognost. Schriften bekannt, z.B. Ueber die Braunkohlen ...
Geira
Geira, portugies. Juchart.
Geisa
Geisa, Stadt in Sachsen-Weimar mit 1900 E., Schloß; in der Nähe der 1658' hohe Basaltberg Rockenstuhl.
Geisblatt
Geisblatt, s. Caprifoliaceae.
Geiseln
Geiseln, Leibbürgen, früher Personen, die mit ihrem Leben oder ihrer Freiheit als Unterpfänder für die gewissenhafte Haltung eines Vertrags gegeben oder genommen wurden.
Geiser
Geiser, die heißen Quellen auf Island, die als natürliche Springbrunnen dampfendes Wasser in die Höhe stoßen; am bekanntesten sind der große G. und neue G, welche nach ...
Geising
Geising, Alt- u. Neu-G., 2 sächs. Bergstädtlein, 550 E. und 700 E., Bergamt, Schmelzhütten u. Zinngruben.
Geisingen [1]
Geisingen, Städtlein im bad. Seekreis, am linken Ufer der Donau, über welche hier die erste Brücke führt, mit 1200 E., fürstl. fürstenberg. Landesspital, Ackerbau, ...
Geisingen [2]
Geisingen, Dorf am Johannisberg mit berühmtem Weinbau.
Geislingen
Geislingen od. Geißlingen, württemberg. Oderamtsstadt im Donaukreis, an der Eisenbahn von Ulm nach Stuttgart, welche hier über die Alb mit 43% Steigung als Maximum fährt, ...
Geismar [1]
Geismar, Name von 2 kurhessischen Dörfern. G. in Oberhessen mit 800 E. u. 1808 eingegangenem Kupfer- u. Silberbergwerk. – G. in Niederhessen an der Eder u. in der Nähe von ...
Geismar [2]
Geismar, Baron von, geb. 1783 zu Severinghausen im Münsterschen, seit 1805 im russ. Dienste, zeichnete sich in allen Feldzügen aus, wurde aber erst 1820 General. Im ...
Geist
Geist, bezeichnet im allgemeinen den Gegensatz zum Körper, näher das übersinnliche, selbstbewußte Etwas in uns, welches uns mit dem Jenseits verbindet, im engsten Vereine mit ...
Geistererscheinungen
Geistererscheinungen, sind Gegenstand der Geisterseherei, bei der man 2 Stufen unterscheidet, nämlich 1) die Gespensterseherei als das Erscheinen verstorbener Personen auf ...
Geisteskrankheiten
Geisteskrankheiten, s. Psychiatrie.
Geïstik
Geïstik, griech.-deutsch, auch Epirographie, die Beschreibung der festen Landmassen der Erdoberfläche, ein Theil der physikal. Geographie.
Geistliche Gerichtsbarkeit
Geistliche Gerichtsbarkeit, d.h. die von rein kirchl. Behörden geübte, ist begründet durch den Zweck der Kirche als einer Heils- und Friedensanstalt sowie durch ihre Rechte ...
Geistliche Verwandtschaft
Geistliche Verwandtschaft, cognatio spiritualis, das Verwandtschaftsverhältniß, welches auf der Idee der Wiedergeburt in der Kirche beruht, durch die Sacramente der Taufe und ...
Geistlicher Vorbehalt
Geistlicher Vorbehalt, s. reservatum ecclesiasticum.
Geistlichkeit
Geistlichkeit, s. Klerus.
Geiz
Geiz, der, ist gleich der Habsucht eine unordentliche Begierde nach zeitl. Gütern, aber von letzterer dadurch unterschieden, daß er nur besitzen will, um zu besitzen und das ...
Geißel
Geißel, Johannes von, Cardinal u. Erzbischof von Köln, geb. 5. Februar 1796 zu Gimmeldingen in der bayer. Rheinpfalz, erhielt die Priesterweihe 1818, wurde 1820 Prof. am ...
Geißelungen
Geißelungen, waren bei den Hebräern die gewöhnlichste u. von Moses angeordnete Leibesstrafe. Sie wurde erst in der nachexilischen Zeit entehrend, mit Geißeln oder ...
Gekämmt
Gekämmt, nennt man Mineralien mit parallelen seinen Furchen auf ihren Flächen.
Gekelcht
Gekelcht, heißt die Blumendecke, wenn an dem Rande eine Reihe Blättchen gleichsam einen zweiten Kelch bildet.
Gekörnt
Gekörnt, heißt ein Mineral mit körniger Oberfläche.
Gekrätz
Gekrätz, der Abgang von Metall bei der Bearbeitung desselben.
Gekrönte Dichter
Gekrönte Dichter, poetae laureati, sind solche, welche mit öffentl. Ehrenauszeichnungen bedacht, namentlich mit einer Lorbeerkrone beschenkt wurden. Bei den Alten fanden ...
Gekröpft
Gekröpft, in einen Winkel gebogen; g. es Gebiß, am Zaum ein Mundstück, das aus dem Ganzen geschmiedet ist; ein g. es Gesims ist an den Vorsprüngen der Mauer nicht gerade ...
Gekröse
Gekröse (mesenterium), starker Fortsatz des Bauchfells, der dazu dient, den Dünndarm in seiner Lage zu erhalten; besteht aus 2 Platten des Bauchfells, die von den Bauchwirbeln ...
Gekuppelt
Gekuppelt, sind Säulen, wo Capital- und Schaftgesims sich berühren; Fenster, welche nur durch schmale Pfeiler geschieden sind.
Gela
Gela, rhodische Kolonie auf Sicilien, im 8. Jahrh. vor Chr. gegründet, Mutterstadt Agrigents, später durch dieses und Syrakus überflügelt, ging im 3. Jahrh. vor Chr. unter.
Gelacin
Gelacin, besondere Zellsubstanz der Algen (s. d.).
Gelasinen
Gelasinen, griech.-deutsch, die Lach- oder Schneidezähne.
Gelasius
Gelasius, Name von 2 Päpsten. G. I., regierte vom 1. März 492 bis 19. Novbr. 496 zur Zeit Theodorichs, wo G. den byzantin. Patriarchen gegenüber die Oberherrschaft des röm. ...
Gelasius von Cyzicum
Gelasius von Cyzicum, bekannt durch eine griech. Geschichte des ersten Conciles von Nikäa, welche er zur Zeit des Kaisers Basiliskus (475–77) aus frühern Schriftstellern ...
Gelatine
Gelatine, die gereinigte Leimsubstanz der Gallerte (s. d.).
Gelbbeeren
Gelbbeeren, s. Rhamnus.
Gelbbitterbäume
Gelbbitterbäume, aus der Pflanzenfamilie der Zanthoxyleae (s. d.), einem eigenthümlichen Bitterstoff, das Gelbbitter, enthaltend.
Gelberde
Gelberde, zum Malen, Anstreichen, Lackiren etc. gebraucht, ist ein Eisenoxyd enthaltendes weiches und zerreibliches, stark abfärbendes Mineral, das gebrannt den rothen Ocker gibt ...
Gelbes Fieber
Gelbes Fieber (febris flava), eine sehr gefährliche und rapid verlaufende typhusähnliche Krankheit mit heftiger Leberaffection und epidemischem Auftreten, deren Heimat ...
Gelbes Meer
Gelbes Meer, der Meerbusen zwischen China und der Halbinsel Korea.
Gelbholz
Gelbholz, das ächte, kommt vom westind. Färbermaulbeerbaume, Morus tinctoria (alter Fustik) und liefert einen Farbstoff ähnlich dem des Wauʼs, aber mehr orange und weniger ...
Gelblinge
Gelblinge (Colias), Schmetterlinge aus der Familie der Tagfalter, gewöhnlich einfarbig gelb, oben am Hinterflügel ein rothgelber Punkt. Der Citronenfalter (C. rhamni), die ...
Gelbsucht
Gelbsucht (Icterus), Krankheit mit galliger Blutverderbniß u. gelbsüchtigen Erscheinungen, als gelbe Färbung der Haut, dunkel gelbbrauner Harn, farbloser, weißer Stuhl; sie ...
Geld
Geld, das allgemeine Tauschmittel im Verkehr, besteht bei allen civilisirten Völkern in Metallen, besonders den edlen, Gold u. Silber, was diese ihrer Seltenheit u. ...
Geld u. Briefe
Geld u. Briefe u. Briefe, bedeutet auf Curszetteln von Wechseln und Münzsorten, daß zu dem notirten Curs der betreffende Gegenstand zu kaufen und zu verkaufen war.
Geldern
Geldern, niederländ. Provinz am Rhein und der Maas, 921/2 QM., mit 385000 E., hat größtentheils sandigen oder moorigen Boden, doch sind Ackerbau u. Viehzucht nicht unbedeutend, ...
Geldstrafen
Geldstrafen, entweder in gerichtlich bestimmter Summe als Strafe, od. als totale oder theilweise Vermögensconfiscation. Letztere verschwindet mehr und mehr u. erstere paßt nur ...
Geleckt
Geleckt, in der Malerei die durch kleinliche Sorgfalt zu Stande gebrachte Darstellung, welche trotz aller Correctheit das Frische u. Natürliche vermissen läßt.
Gelée [1]
Gelée (frz. scheleh), s. Gallert.
Gelée [2]
Gelée, s. Claude Lorrain.
Gelehrte Gesellschaften
Gelehrte Gesellschaften, sind Vereine gelehrter Männer zur Förderung eines wissenschaftl. Zweckes; sind sie Staatsanstalten, so heißen sie in der Regel Akademien (s. d.), die ...
Geleit
Geleit, im mittelalterl. Faustrechte die Bewaffneten, welche Kaufleute auf der Reise schützten; auch die Abgabe, welche dafür bezahlt wurde; der von einem Gebietsherrn ...
Gelenk
Gelenk (articulus), in dem thierischen Körper die Verbindung zweier Knochen durch Mittelglieder, entweder beweglich (Diarthrose), eigentliches G., oderunbeweglich (Synarthrose). ...
Gelid
Gelid, lat. gelidus, kalt; eisig.
Gelin
Gelin, die unveränderte Gallertsubstanz der Algen, zum Unterschied vom Gelatin, das sich beim Kochen aus derselben bildet.
Gellert
Gellert, Christian Fürchtegott, geb. 1715 zu Haynichen bei Freiberg, stets kränklich, lehrte seit 1744 Moral und schöne Wissenschaften zu Leipzig und st. 1769, nachdem ihm 1760 ...
Gellius
Gellius, Aulus (Agellius), legte zur Zeit der Antonine während eines Aufenthaltes zu Athen die Früchte seiner Belesenheit über röm. Sprache u. antiquarische Gegenstände nicht ...
Gelnhausen
Gelnhausen, kurhess. Stadt an der Kinzig mit 4200 E., einst Reichsstadt; mit Resten des St. Petersmünsters und der Burg Kaiser Friedrichs I.
Gelon
Gelon, Tyrann seiner Vaterstadt Gela, seit 484 v. Chr. auch des mächtigen Syrakus, nöthigte Carthago durch seinen großen Sieg bei Himera zum Frieden u. herrschte bis zu ...
Gelt
Gelt, nichtträchtiges Rind od. Schaf.
Gelübde
Gelübde, lat. vota als freiwillige Selbstverpflichtungen zu Gottes Ehre, Gatten die Hebräer, bei denen das G.opfer sowie das Nasiräat, d.h. das G., sich von allen ...
Gelüste
Gelüste, wollüstiges oder verbotenes, auch krankhaftes und unnatürliches Begehren.
Gelzer
Gelzer, Joh. Heinr., geb. 1813 zu Schaffhausen, war Prof. in Basel und Berlin und privatisiert jetzt in Basel; protestant. Kirchenhistoriker mit pietist. Färbung, redigirt »die ...
Gemächde
Gemächde, soviel wie Vermächtniß, namentlich an Fahrgabe, in der Form einer Erklärung vor Rath, Vogtgericht oder Grundherrn; entwickelte sich im Mittelalter wie das ...
Gemara
Gemara, der 2. Theil des Thalmud, die Erklärung der jüd. Gesetze.
Gemblours
Gemblours oder –oux (Schangbluh), belg. Stadt in der Provinz Namur mit 2300 E.; uralte 922 gestiftete Benedictinerabtei (Chronik des Siegbert von G.); hier großer Sieg des Don ...
Gemeinde
Gemeinde, bürgerl. Genossenschaft mit polit. Bedeutung und privatrechtl. Existenz, neben den Familien der wichtigste Organismus im Staate. Schon in alten Zeiten finden sich ...
Gemeindeordnung
Gemeindeordnung, die innere Einrichtung oder die Organisation der Gemeinde, war früher derselben meistens anheimgestellt, wird aber jetzt von der gesetzgebenden Staatsgewalt ...
Gemeinemark
Gemeinemark, Almende, gemeine Waldung, Weide u.s.w. einer Gemeinde, an welcher die Bürger ihre Nutzung haben u. die nicht ins private Sondereigenthum übergeht.
Gemeiner
Gemeiner, g. Soldat; der Name kommt daher, weil bei den geworbenen Landsknechten eine bestimmte Truppe eine Gemeine od. Gemeinde bildete, die einer bestimmten Ordnung oder einem ...
Gemeines Recht
Gemeines Recht, das in Deutschland allgemein geltende Recht. Speciell hieß früher so das recipirte röm. und canonische Recht mit den Reichsgesetzen. Dasselbe gilt aber heute ...
Gemeingefühl
Gemeingefühl, s. Gefühl.
Gemeingeist
Gemeingeist, entweder das französ. esprit de corps (s. Esprit) od. das engl. public spirit und in diesem Falle so viel als Vaterlandsliebe.
Gemeinplatz
Gemeinplatz, weltbekannter Erfahrungssatz.
Gemeinschuldner
Gemeinschuldner, im Concurs der insolvente Schuldner (Cridar) gegenüber seinen sämmtlichen Creditoren.
Gemelli, Gemini
Gemelli, Gemini, lat., Zwillinge; Gemination, Verdopplung; geminiren, verdoppeln.
Gemipunctum
Gemipunctum, Doppelpunkt, .., zeigt ein fehlendes Wort, überhaupt eine Auslassung an.
Gemischte Ehen
Gemischte Ehen, nennt man solche zwischen Personen verschiedenen Glaubensbekenntnisses, im engern Sinn zwischen Katholiken u. nichtkathol. Christen. Der Gedanke, daß zwischen ...
Gemmation
Gemmation, lat.-deutsch, Knospenbildung oder Knospenform.
Gemme
Gemme, lat. gemma, Edelstein, besonders gravirter.
Gemmi
Gemmi, Berg in den Berneralpen, über den von dem Walliser Bade Leuk in das Kanderthal ein theilweise in Felsen gehauener Paß für Fußgänger und Saumthiere (6980' hoch) ...
Gemmingen
Gemmingen, Name einer besonders in Baden und Württemberg begüterten Freiherrenfamilie, welche von den altröm. Gemminiani abstammen will, urkundlich zuerst 827 vorkommt und noch ...
Gemse
Gemse (Antilope rupicapra), die einzige bei uns vorkommende Antilopenart, mit 2 schwarzen und geraden, an der Spitze plötzlich nach hinten gelegenen Hörnern, die beiden ...
Gemünd
Gemünd, österr. Stadt in Kärnthen mit 900 E., Eisengruben, Hammerwerken. – G., preuß. Stadt im Reg.-Bez. Aachen, mit 1100 E., Eisenwerken, Bleihütte.
Gemünden
Gemünden, bayer. Stadt am Main mit 1700 E. – G., kurhess. Stadt mit 1600 E. – G., rheinpreuß. Flecken mit 1000 E.
Gemüth
Gemüth, ein Wort von schwankender Bedeutung, bezeichnet im weitesten Sinne den Grundton, der das Fühlen, Denken und Wollen des individuellen Menschen durchklingt, das Herz, im ...
Gênant
Gênant (schänant), frz.-deutsch, belästigend, zwingend; Gêne (schähn), Zwang; Qual; geniren, beschränken, belästigen; sich geniren, sich Zwang anthun, verlegen sein.
Gendarmen
Gendarmen (französ. Gens dʼarmes, schangdarm), ursprünglich Kriegsmänner, Bewaffnete, später der zu Pferde kämpfende Lehenadel, nach 1660 ein aus lauter Edelleuten ...
Gendebien
Gendebien (Schangdʼbiäng), Alex., geb. 1789 zu Mons, belg. Advocat, 1830 eifriger Republikaner, Mitglied der provisor. Regierung, später Oppositionsmann in der Kammer, aus ...
Genealogie
Genealogie, die Wissenschaft von dem Ursprung, der Folge und der Verwandtschaft der Geschlechter, historische Hilfswissenschaft, jedoch in juridischer Beziehung von mehr ...
Genelli
Genelli (Dsche–), Bonaventura, geistvoller Zeichner, geb. 1803 zu Berlin, bildete sich daselbst und von 1820 bis 32 zu Rom, ließ sich später in München nieder. Zeichnungen ...
General [1]
General, lat.-deutsch, in Zusammensetzungen: allgemein, z.B. G.versammlung.
General [2]
General, ein Offizier, der mehr als 1 Regiment commandirt, in mehreren Stufen, die jedoch nicht in allen Staaten gleich bezeichnet werden; gewöhnl.: G.major (Maréchal de camp), ...
Generalbaß
Generalbaß, nennt man die tiefste oder die Baßstimme einer Composition, wenn über deren Noten durch Ziffern und andere Zeichen die Hauptbestandtheile der ganzen Harmonie ...

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