Слова на букву fall-gibe (2170) Herders Conversations-Lexikon
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Слова на букву fall-gibe (2170)

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Generalcontroleur
Generalcontroleur, im alten Frankreich derjenige Minister, an welchen die königl. Einkünfte abgeliefert wurden.
Generalcourt
Generalcourt (dschenerälkohrt), in Nordamerika was Parlament.
Generale
Generale, lat., allgemein geltende Verordnung.
Generalgewaltiger
Generalgewaltiger, in den frühern Heeren der mit der Ausübung der Polizei beauftragte Offizier.
Generalinquisition
Generalinquisition, allgem. Voruntersuchung im Gegensatz zur Spezialinquisition.
Generalisiren
Generalisiren, allgemein machen, anwenden; allgem. Begriffe oder Sätze aufstellen.
Generalitätslande
Generalitätslande, in den alten Niederlanden die Landstriche, welche nicht zu den 7 Provinzen gehörten, sondern denselben untergeordnet waren, z.B. Stücke von Brabant, ...
Generalpächter
Generalpächter (Fermiers généraux), in Frankreich vor der Revolution eine Gesellschaft (44) von Speculanten, welche gegen eine gewisse Summe bestimmte Zweige des ...
Generalprocurator
Generalprocurator, nach dem franz. Rechte die Beamten an Appell- und Cassationshöfen, welche das Interesse des Staats vertreten.
Generalstaaten
Generalstaaten, s. états généraux u. Niederlande.
Generalstab
Generalstab etc., s. Stab.
Generalstatthalter
Generalstatthalter, der Statthalter der österr. Niederlande.
Generation
Generation, lat.-deutsch, Zeugung; die auf- u. absteigende Geschlechtsfolge; das Geschlechtsalter oder die Masse der gleichzeitig lebenden Menschheit, gewöhnlich zu 30 Jahren ...
Generell
Generell, lat.-deutsch, allgemein, allgemeingiltig.
Generisch
Generisch, lat.-deutsch, geschlechtlich; Generis communis, masculini, feminini, neutrius, gemeinschaftlichen, männlichen, weiblichen, sächlichen Geschlechts.
Generös
Generös, lat.-deutsch od. frz.-deutsch (schen–), edelmüthig.
Genesis
Genesis, Zeugung, Erschaffung; wegen der Schöpfungsgeschichte Name des 1. Buches Moses. Genetisch, was sich auf den Ursprung einer Sache bezieht; daher: genetische Erklärung, ...
Genesius, St. [1]
Genesius, St., ein Schauspieler, der zu Diocletians Zeit plötzlich die Gnade des Glaubens erhielt, während er christl. Gebräuche auf dem Theater verspottete. Er wurde ...
Genesius, St. [2]
Genesius, St., Schutzpatron der mittelalterlichen Schauspieler. In einem Stücke, wo die Taufe an ihm possenhafter Weise vollzogen wurde, ward er so ergriffen, daß er seinem ...
Genesung
Genesung, Reconvalescenz, nach einer Krisis der Uebergang von der Krankheit zur Gesundheit.
Genette [1]
Genette, s. Zibetthier.
Genette [2]
Genette (frz. schenett), türk. Pferdegebiß, mit Ring statt Kinnkette.
Genever
Genever, ursprünglich holländ. aus Wachholderbeeren od. Roggen bereiteter Branntwein.
Genevois
Genevois (Schenewoah), nördliche Provinz in Piemont, mit 85000 E. auf 20 QM. und der Hauptstadt Annecy.
Genèvre
Genèvre (Schenehwr), Berg in den cottischen Alpen, mit einer Straße von Briançon nach Turin.
Genf
Genf, frz. Genève, südwestl. Kanton der Schweiz, an Waadt, Frankreich u. Sardinien gränzend, 4,31 QM. groß mit 34000 ref. u. 29000 kath. E., wichtig durch die Stadt G. Diese ...
Genfersee
Genfersee, Leman, halbmondförmig, 8 M. lang, 13/4 M. breit, 920' tief, 1150' über dem Mittelmeere, ist fischreich, von Schiffen belebt, durch seine reizenden Ufer berühmt.
Gengenbach
Gengenbach, Amtsstadt des bad. Mittelryeinkreises im Kinzigthal, mit 2600 E., die sich von Gewerben, Feld- und Weinbau ernähren. G., welches von der Zeit des Interregnums bis ...
Genial
Genial, Genialität, Genie (frz. schenih), die schöpferische geistige Thätigkeit, während Talent nur die Fähigkeit bezeichnet, vorhandene geistige Schätze sich anzueignen und ...
Geniculirt
Geniculirt, lat.-deutsch, mit Knien, Knoten versehen, wie z.B. die Grashalme.
Geniecorps
Geniecorps (schenihkohr), s. Ingenieur.
Genien
Genien, vom lat. genius, in dem altröm. Glauben die Schutzgeister der einzelnen Menschen von der Zeugung an bis zum Tode; auch der Schutzgeist eines Ortes.
Genion
Genion, griech., Kinn, daher Genioglossus: Kinnzungenmuskel, Geniohyoideus: Kinnzungenbeinmuskel, Geniopharyngeus: Kinnschlundmuskel.
Geniren
Geniren (frz. schen–), eine Art Seidenzeuge mit haltbaren bunten Figuren zieren.
Genista
Genista, s. Ginster.
Genitalien
Genitalien, lat.-deutsch, Geschlechtstheile.
Genitiv
Genitiv (vom lat. gignere, erzeugen), heißt in der Grammatik der Beugefall, welcher sein Hauptwort als einen thätigen Gegenstand bezeichnet, d.h. als einen solchen, der einen ...
Genius
Genius, s. Genien.
Genlis
Genlis (Schangli), Stephanie Felicité Ducrest de St. Aubain, Comtesse de, geb. 1746 zu Champcéri bei Autun in Burgund, gest. 1830 zu Paris. Ausgerüstet mit allen ...
Gennah
Gennah, arab., das mohammedan. Paradies.
Gennezareth
Gennezareth, See von Tiberias, galiläisches Meer, in Palästina, von dem Jordan in seinem Oberlaufe gebildet, in reizender Berglandschaft, daher stürmisch, hell, fischreich, 3 ...
Genossenschaften
Genossenschaften. Aus der ursprünglich genossenschaftl. Gemeinde haben sich im Laufe der Zeit mancherlei privatrechtliche G. abgelöst, meistens um der Nutzung gemeiner Waldung, ...
Genoude
Genoude (Schenuhd), Antoine Eugen de, geb. 1792, französ. Geistlicher u. Publicist, vieljähriger Redacteur der Gazette de France, in welcher er für die Restauration kämpfte, ...
Genouillère
Genouillère (schenulliähr), das Kniestück eines Harnisches; die Brüstung der Schießscharten einer Batterie.
Genovefa, St.
Genovefa, St., Name von 2 Heiligen. Die eine, Patronin der Stadt Paris, wo sie eine der schönsten Kirchen hat, wurde geb. 422 zu Nanterre bei Paris, vom hl. Germanus, dem Bischof ...
Genovefaner
Genovefaner, heißen die Augustiner-Chorherren der Kirche Ste. Geneviève zu Paris, die seit 1148 Häuser in ganz Frankreich erwarben, 1622 reformirt werden mußten und deren ...
Genovina
Genovina (Dschen–), genuesische Goldmünze, die alte = 100, die neuere = 96 Lire; genues. Silbermünze = 9 Lire.
Genre
Genre (frz. schangr), Geschlecht, Gattung, Art.
Genremalerei
Genremalerei, diejenige Malerei, die sich mit Darstellung von Erscheinungen u. Gegenständen aus dem gewöhnlichen Leben abgibt, wie Scenen aus dem tägl. Leben, Stillleben, ...
Gensd'armes
Gensd'armes, s. Gendarmes.
Genserich
Genserich, Gaiserich, d.h. Speerfürst, der schlaueste und kühnste aller Barbarenkönige der Völkerwanderung, zog mit seinen Vandalen 429 n. Chr. aus Spanien dem ...
Gensonné
Gensonné (Schangsonne), Armand, geb. 1758 zu Bordeaux, guillotiniert am 31. Oktbr. 1793, kurz vor der Revolution Advocat, dann eines der beredtesten und hervorragendsten ...
Gent
Gent, Hauptstadt der belg. Provinz Ostflandern, auf 26 Inseln, die durch Lys, Schelde u. den Kanal von Brügge-Ostende gebildet werden, ist Bischofssitz, hat 315 Brücken, eine ...
Gentes
Gentes, lat., Mehrzahl von gens, Geschlechter, bei den Römern Vereine von mehren Familien, mit eigenen Privatrechten und religiösen Feierlichkeiten. Die Genossen einer gens ...
Genthin
Genthin, preuß. Stadt im Reg. -Bez. Magdeburg mit 2000 E.
Gentiana
Gentiana, s. Enzian.
Gentianeae
Gentianeae, Pflanzenfamilie der Gentianaceen od. Enzianartigen, Kräuter und Sträucher mit meist gegenständigen, einfachen, nebenblattlosen Blättern und regelmäßigen, ...
Gentianin
Gentianin, ein Alkaloid des Enzian.
Gentil
Gentil (frz. schangtil), artig, feingesittet; G.ität, das von seiner Bildung zeugende Benehmen.
Gentilis
Gentilis, Johann Valentin, ein Neapolitaner aus Cosenza, kam um 1550 nach Genf, wo italien. Flüchtlinge eine calvin. Gemeinde bildeten, weckte durch antitrinitarische ...
Gentilismus
Gentilismus, deutsch-lat., das Heidenthum.
Gentleman
Gentleman (dschentlmän, vom frz. gentilhomme, Edelmann), in Englande in gesellschaftl. Begriff, umfaßt alle, die durch Vermögen eine unabhängige Stellung haben und ein ...
Gentry
Gentry (dschentry), in England vorzugsweise der niedere Adel, aber auch alle die, welche von keinem Gewerbe leben.
Gentz
Gentz, Friedrich von, geb. 1764 zu Breslau, trat in österr. Staatsdienst u. ward 1802 Hofrath bei der Hof- und Staatskanzlei zu Wien; G. gehörte aus Ueberzeugung zu den ...
Genua
Genua (ital. Genova, frz. Gênes), sardin. Stadt u. starke Festung an dem von ihr benannten Busen des Mittelmeeres, amphitheatralisch gelegen und einen herrlichen Anblick ...
Genual
Genual, lat.-dtsch., das Knie (genu) betreffend; Genuflexion, die Kniebeugung.
Genuin
Genuin, lat.-deutsch, echt, lauter.
Genus
Genus, lat., Geschlecht, Gattung; rechtlich Sachen, wobei es nicht auf die Individualität (species) sondern nur auf die Gattung ankommt (generis obligatio; rerum universitates; ...
Geobiologie
Geobiologie, griech.-dtsch., die Lehre von dem Leben der Erde.
Geoblasten
Geoblasten, griech.-deutsch, botan., Pflanzen, deren Keimlappen nicht aus dem Boden hervorkommen.
Geocentrisch
Geocentrisch, ein astronom. Ausdruck zur Bezeichnung des Ortes am Himmel, an welchem uns ein Planet erscheint, wenn wir denselben von der Erde (od. eigentl. von deren ...
Geocyklische Maschine
Geocyklische Maschine, mechanische Vorrichtung, um die Stellung der Erde gegen die Sonne (Schiefe der Ekliptik) anschaulich zu machen.
Geodäsie
Geodäsie, griech.-deutsch, Geodät, Feldmeßkunst, Feldmesser.
Geodynamik
Geodynamik, griech.-dtsch., die Lehre von den Kräften der Erde.
Geoffrin
Geoffrin (frz. Schoffräng), Marie Therese, geb. 1699 zu Paris; früh zur reichen Wittwe geworden, machte sie zur Zeit Ludwigs XV. ihren Salon zu einem Mittelpunkt der ...
Geoffroy
Geoffroy (Schofroa), Julien Louis, geb. 1743 zu Rennes, franz. Gelehrter und Publicist, bekämpfte die franz. Philosophenschule, schrieb bei dem Ausbruch der Revolution für ...
Geoffroy Saint-Hilaire
Geoffroy Saint-Hilaire (– Sängt Ilähr), Etienne, geb. 1772 zu Etampes, ward schon 1793 Prof. der Zoologie am Jardin des plantes, folgte 1798 der Expedition nach Aegypten, ...
Geognosie u. Geologie
Geognosie u. Geologie. Letztere ist die Lehre über die Entstehung der Erde u. deren von Anfang bis jetzt erlittene Veränderungen. Sie stützt sich wesentlich auf die Geognosie, ...
Geographie
Geographie, griech., d.h. Erdbeschreibung, wird eingetheilt in die mathematische, welche das Verhältniß der Erde zum Sonnensystem, ihre Bewegung, Größe, Umfang etc. ...
Geohydrographie
Geohydrographie, griech.-dtsch., die Erd- und Wasserbeschreibung.
Geologie
Geologie, s. Geognosie.
Geomantie
Geomantie, griech.-dtsch., die Wahrsagerei aus verschiedenen auf die Erde gemachten Punkten, Linien u. geometr. Figuren.
Geometrie
Geometrie, griech.-dtsch., Erdmessung, die mathemat. Wissenschaft, welche sich mit der Ausdehnung od. den Raumgrößen beschäftigt. Man theilt sie ein in die niedere G., die sich ...
Geomontographie
Geomontographie, lat.-griech. zusammengestückelter Name der von Bauerkeller in Paris erfundenen Kunst, Reliefkarten zu prägen und vielfarbig zu drucken.
Geonomie
Geonomie, griech.-deutsch, Kenntniß der Erdarten.
Geophysik
Geophysik, griech.-deutsch, die Lehre von den phys. Erscheinungen im Innern des Erdkörpers (Dichtigkeit, Wärme, Magnetismus, Vulcanismus, Erdbeben etc.).
Georama
Georama, griech., hohle Kugel, deren innere Fläche die Erdfläche, von innen besehen, darstellen soll.
Georg
Georg, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, geb. 12. August 1779, regiert seit 1816; der Erbgroßherzog Friedrich Wilhelm ist den 17. October 1819 geb.; der andere Sohn, Prinz ...
Georg I.
Georg I., König von Großbritannien von 1714–27, Kurfürst von Hannover seit 1698, geb. 1660, wurde König von England als Sohn Sophias, einer Enkelin Jakobs I., nachdem eine ...
Georg II.
Georg II., Sohn des Vorigen, als Kurfürst und König dessen Nachfolger, geb. 1683, stützte sich wie er auf die Whigpartei u. wählte seine Minister aus der Mehrheit des ...
Georg III.
Georg III., Enkel des Vorigen, geb. 1738, Sohn des 1751 gest. Prinzen Friedrich Ludwig von Wales, König von Großbritannien 1760–1820, Kurfürst, dann 1815 König von ...
Georg IV.
Georg IV., des Vorigen Sohn, geb. 12. August 1762, König von Großbritannien und Hannover von 1820–30, benutzte als Prinz von Wales die Partei der Whigs, um sich seine ...
Georg V.
Georg V., König von Hannover, Enkel des engl. Königs Georgs III., Sohn des Herzogs Ernst August von Cumberland, als König von Hannover Ernst August I., wurde den 27. Mai 1819 ...
Georg von Trapezunt
Georg von Trapezunt, geb. 1395 auf Kreta, gest. 1486 zu Rom, einer jener Griechen, welche in Italien durch Lehre und Schrift das Wiederaufleben der classischen Studien ...
Georg Wilhelm
Georg Wilhelm, geb. 20. Dezbr. 1784, Fürst von Schaumburg-Lippe, regiert seit 1807 sein kleines Land; der Erbprinz Adolf Georg ist den 1. August 1817 geboren.
Georg, St.
Georg, St., Ritter, soll ein aus Kappadocien stammender wackerer Krieger Diocletians gewesen und um seines Christenglaubens willen am 23. April 303 enthauptet worden sein. Doch ...
Georg-Nobel
Georg-Nobel (Dschahrdsch–), engl. Goldmünze von Heinrich VIII. = 5 Thlr. Gold.
Georgenthal
Georgenthal, böhm. Bergstadt im Leippaer Kreise am Fuße des Kreuzbergs mit 1800 E., starker Baumwollefabrikation.
Georges [1]
Georges, Karl Ernst, geb. 1806 zu Gotha, seit 1846 Lehrer an dem dortigen Gymnasium, bekannt als lat. Lexicograph und Verfasser des »Thesaurus der class. Latinität«, Leipzig ...
Georges [2]
Georges (Schorsch) od. G.-Weymer, Margarethe, berühmte französ. Schauspielerin, geb. zu Bajeux 1788, kam 1805 nach Paris zum Théâtre français, 1808 nach Wien, hierauf nach ...
Georgetown
Georgetown (Dschahrdschtaun), Georgenstadt, Name vieler von Engländern in den Kolonien gegründeter Städte, z.B. der Hauptstadt von britisch Guyana, am atlant. Ocean, mit Hafen ...
Georgia
Georgia (Dschahrdschiäh), Staat der nordamerikan. Union zwischen Südcarolina, Florida, Alabama, Tenessee, Nordcarolina und dem atlant. Ocean, 2920 QM. groß mit 910000 E., ...
Georgia Augusta
Georgia Augusta, lat. Name der Universität Göttingen, zu Ehren des Stifters Königs Georg II.
Georgien
Georgien, das alte Iberien, bei den Russen Grusien genannt, Provinz in Russisch-Kaukasien, zwischen Daghestan, Schirwan, Armenien und dem schwarzen Meere, in die ...
Georgiewsk
Georgiewsk, russ. Festung in Kaukasien an der Podkumka mit 3000 E.
Georgikon
Georgikon, griech., Lehrgedicht vom Landbau (von Virgilius).
Georgine
Georgine, zu den strahlenblütigen Compositen gehörige Pflanzengattung, in Mexiko einheimisch, 1790 nach Europa und seitdem durch Cultur zu mehr als 100facher Mannigfaltigkeit ...
Georgsdor
Georgsdor, die hannovr. Pistole = 5 Thlr. Gold.
Geoskopie
Geoskopie, griech.-deutsch, die Beobachtung der Vorgänge in der Erde zu meteorolog. Zwecken.
Geostatik
Geostatik, griech.-deutsch, die Lehre vom Gleichgewicht der festen Körper.
Geothermometer
Geothermometer, s. Thermometer.
Geotomie
Geotomie, griech.-dtsch., Eintheilung der Erde.
Gepäck
Gepäck, im weitesten Sinne alle Ausrüstungsgegenstände, welche der Soldat im Feld bedarf (s. Bagage), im engeren Sinne das tragbare Unentbehrliche: bei dem Reiter: Mantelsack, ...
Gepard
Gepard (Felis jubata), Raubthier, dem Leopard ähnlich und von gleicher Größe, aber hochbeiniger, mit kürzerem, rundem Kopf und nicht zurückziehbaren Krallen; ist hellgelb ...
Gepiden
Gepiden, deutscher, der goth. Völkerfamilie angehöriger Stamm, wurde von Attila unterworfen, nach dessen Tode frei und hauste im mittleren Ungarn; 566 wurde ihr Reich von den ...
Geppert
Geppert, Karl Eduard, geb. 1811 zu Stettin, Docent in Breslau, Philolog und Kritiker, der sich besonders mit Untersuchungen über das Metrum und das Theaterwesen der Alten ...
Gera [1]
Gera, Reuß-Schleizʼsche Herrschaft aus der Enclave Gera und der Pflege Saalburg bestehend, etwas über 7 QM. groß mit 39000 E. – G., Stadt unweit der weißen Elster, Sitz der ...
Gera [2]
Gera, Nebenfluß der Unstrut, an dem Erfurt liegt.
Gerace
Gerace (Dscheratsche), neapolitan. Stadt in Calabria ulteriore, Bischofssitz mit 6000 E.; Mineralquellen.
Gerade
Gerade, ursprünglich weibl. Kleidung u. Schmuck, dann nach u. nach immer mehr andere Sachen, die dem Gebrauche der Frauen oder ihrer Wirthschaft dienten. Nach dem Sachsenspiegel ...
Geramb
Geramb, Ferdinand von, aus einer ungar. Adelsfamilie stammend, geb. 1770, führte 1805 ein Freicorps gegen die Franzosen, kämpfte später in Spanien, suchte in England Mittel ...
Gerando
Gerando, s. Degerando.
Geraniaceae
Geraniaceae, storchschnabelartige Pflanzen, meist im wärmern Theil der gemäßigten Zone einheimisch, schöne Blumen und eine fünftheilbare Spalt frucht, deren an den Griffeln ...
Gerant
Gerant (frz. scherang), Geschäftsführer; verantwortl. Herausgeber einer Zeitschrift.
Gérard [1]
Gérard (Scherahr), Franç. Pascal, Baron, berühmter franz. Geschichts- u. Porträtmaler, geb. 1770 zu Rom, bildete sich zu Paris bei David, wurde 1795 durch seinen Belisar ...
Gérard [2]
Gérard, Maurice Etienne, geb. 1773 zu Damvilliers, wurde 1791 Soldat, zeichnete sich überall aus und wurde General, bekam jedoch erst 1813 Gelegenheit größere Operationen ...
Gerben
Gerben, den Spelzweizen, denselben von den Hülsen befreien; Stahl, ihn durch wiederholtes Zusammenschweißen veredeln; Kupferplatten, sie vollkommen glätten; Thierhäute, sie in ...
Gerbert
Gerbert, Martin, geb. 1720 zu Horb am Neckar aus dem Geschlechte der G. von Hornau, trat 1736 in das Benedictinerstift St. Blasien (s. d.), lehrte Philosophie u. Theologie, ...
Gerbesäuren, Gerbestoff
Gerbesäuren, Gerbestoff. Unter dem Namen zusammenziehendes Pflanzenprinzip (Principium adstringens) vereinigte man sonst eine Gruppe von Pflanzenkörpern, welche sauer reagiren, ...
Gerbstädt
Gerbstädt, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Merseburg mit 2200 E., Bergbau auf Kupfer.
Gerbstahl
Gerbstahl, s. Gerben und Stahl.
Gerbuliren
Gerbuliren, aus trockenen Waaren die unreinen Theile sondern; Gerbelur, der dafür von dem Käufer gemachte Zahlungsabzug.
Gerdauen
Gerdauen, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Königsberg, mit 2600 E.; Gerberei und Tuchweberei.
Gerechtigkeit
Gerechtigkeit, in sittl. Beziehung die Tugend, das Recht des Andern zu achten; in rechtl. die Ausführung des Gesetzes nach dessen Vorschriften; im kirchl. Sprachgebrauche der ...
Gerechtigkeiten
Gerechtigkeiten, Gerechtsame, zustehende Nutzungs- u. Servitutsrechte.
Gerhard
Gerhard, Eduard, geb. 1795 zu Posen, Prof. an der Universität zu Berlin, ausgezeichneter Archäolog, lieferte zahlreiche Abhandlungen und größere Schriften über griech., ...
Gerhard, St.
Gerhard, St., geb. 890 zu Staves in der Diöcese Namur, gest. 957 als Abt von Brogne, machte sich um die Reform vieler, besonders flandr. Klöster verdient. Gedächtnißtag 3. ...
Gerhardt
Gerhardt, Paul, der Dichter luther. Kirchenlieder, geb. 1603 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, wurde 1651 Propst zu Mittenwalde, 1657 Diakon zu Berlin, ging als Gegner des ...
Géricault
Géricault, Théodore, geb. 1790 zu Rouen, gest. 1824, bildete sich unter Vernet u. Guérin in Paris zum Maler (Schiffbruch der Fregatte Medusa, gestochen von Reynold), wählte ...
Gericht
Gericht, mit der Rechtssprechung betraute Behörde. Bald Einzelnrichter, bald Collegien; bald lebenslänglich bestellt, bald periodisch für eine Anzahl Jahre, bald nur für den ...
Gerichtliche Medicin
Gerichtliche Medicin, d.h. Anwendung des gesammten naturwissenschaftl. und ärztl. Wissens auf Lösung von Rechtsfragen, bildet mit der medicin. Polizei das Gebiet der ...
Gerichtsbarkeit
Gerichtsbarkeit, Jurisdiction, Befugniß zur Rechtssprechung. Steht in der Regel den staatlichen ordentl. Gerichten, ausnahmsweise auch Privatpersonen zu (Patrimonial-G. – von ...
Gerichtsgebrauch
Gerichtsgebrauch (usus forensis), das aus den Urtheilssprüchen grundsätzlich erkennbare Recht. Die Autorität des G.s steht höher als die der Rechtsgelehrten, weil in jenem ...
Gerichtsstand
Gerichtsstand (forum), das für den betreffenden Rechtsfall zuständige, competente Gericht. Für dingliche Klagen gilt im Allgemeinen der G. der gelegenen Sache (f. rei sitae, wo ...
Gerinnen
Gerinnen, s. Coagulantia.
Geriren
Geriren, sich, lat.-deutsch, sich benehmen.
Gerlach [1]
Gerlach, Franz Dorotheus, geb. 1793, seit 1820 Prof. in Basel, Philolog (Ausgabe des Sallustius, der Germania des Tacitus, des Nonius Marcellus) u. Geschichtsforscher; in ...
Gerlach [2]
Gerlach, Ernst Ludwig von, geb. 1795 zu Berlin, Jurist, diente in den Befreiungskriegen als Freiwilliger, trat dann in Staatsdienst und stieg bis zum Chefpräsidenten des ...
Gerlache
Gerlache (Scherlasch), Etienne Constantin, Baron de, geb. 1785 im Luxenburgischen, Advocat in Lüttich, einer der Männer, welche am eifrigsten die belg. Revolution anbahnten, ...
Germain en Laye
Germain en Laye (Schermäng ang Läh), franz. Stadt im Departem. der Seine und Oise mit 12000 E., Park; das prachtvolle ehemal. königl. Schloß, in welchem Karl IX. 1570 einen ...
Germani
Germani, lat., vollbürtige, zweibändige Geschwister (von gleichen Vater u. Mutter), im Gegensatz zu Halb- oder Stiefgeschwistern.
Germania
Germania, nannten die Römer die von den german. Stämmen bewohnten Länder. Seit Kaiser Augustus unterschieden sie G. superior (Oberg.) zwischen Mosel u. Rhein u. G. inferior ...
Germanische Sprachen
Germanische Sprachen, die, gehören der großen indogerman. Sprachenfamilie an und theilen sich in 2 Hauptgruppen: 1) das Skandinavische (mit dem Altnorwegischen, Isländischen, ...
Germanische Volksrechte
Germanische Volksrechte, heißen die geschriebenen Rechte der deutschen Volksstämme; sie beruhen auf uralten Rechtsgewohnheiten, sind aber durchgängig erst, nachdem das ...
Germanisches Recht
Germanisches Recht, so viel wie deutsches Recht.
Germanismus
Germanismus, Eigenthümlichkeit der deutschen Sprache, welche in einer fremden Sprache angewandt wird.
Germanisten
Germanisten, die Gelehrten, welche sich mit der deutschen Sprach- u. Alterthumswissenschaft, dann die Rechtsgelehrten, welche sich vorherrschend mit der Wissenschaft des deutschen ...
Germanus, St.
Germanus, St., Name zweier Heiligen, von denen der jüngere 378 zu Auxerre geb., 418 Bischof seiner Vaterstadt wurde und 448 st.; seine Gebeine wurden mit dem Stifte St. Germain ...
Germar
Germar, Ernst Friedr., ausgezeichneter Mineralog und Entomolog, geb. 1786 zu Glauchau in Sachsen, gest. 1844 als Oberbergrath und Professor der Mineralogie zu Halle. Schriften: ...
Germen
Germen, lat., in der Botanik Eierstock, Fruchtknoten.
Germersheim
Germersheim, rheinbayer. Stadt an der Mündung der Queich mit 3000 E., war früher Reichsstadt u. ist als deutsche Bundesfestung von Wichtigkeit.
Germinal
Germinal (frz. scher–), Keimmonat, franz. republikan. Monat vom 21. März bis 19. April.
Germination
Germination, lat.-deutsch, das Keimen. Sprossen.
Gernrode
Gernrode, Anhalt-Bernburg. Städtlein mit 2500 E.; Frauenkloster, um 960 von dem Markgrafen Gero gestiftet, 1614 säcularisirt.
Gernsbach
Gernsbach, bad. Amtsstadt im Mittelrheinkreise mit 2350 E., an der Murg; Gefecht u. Brand am 30. Juni 1849.
Gernsheim
Gernsheim, hessendarmstädt. Landgerichtsstadt am Rhein mit 3500 E.
Geroldseck
Geroldseck, ehemals Reichsgrafschaft, jetzt Herrschaft der Grafen von Leyen, im bad. Mittelrheinkreise, von der Burg Hohengeroldseck so genannt, die seit 1677 durch die Franzosen ...
Gerölle
Gerölle, Anhäufung von abgerundeten Steinen; s. Diluvium.
Gerona
Gerona, span. Stadt in Catalonien 10 Ml. von Barcelona, Bischofssitz, prächtige Kathedrale, 14000 sehr thätige E.; G. ist wichtige Festung gegen Frankreich, berühmt durch ...
Geronten
Geronten, griech.-deutsch, die Alten, s. Sparta.
Gers
Gers (Schär), Nebenfluß der Garonne, von dem das Depart. G. benannt ist; dieses zählt 1141/2 QM. mit 308000 E., ist hügelig. nicht besonders fruchtbar, hat jedoch guten ...
Gersau
Gersau, Dorf am südl. Fuß des Rigi mit 1600 E., Seideweberei und Alpenwirthschaft; bis 1799 war G. die kleinste Republik Europas, seitdem dem Kanton Schwyz zugetheilt (trotz ...
Gersdorff
Gersdorff, Karl Friedr. Wilh. von, geb. 1765, gest. 1829, sächs. General, besonders als militär. Schriftsteller bekannt (Vorlesungen über militär. Gegenstände).
Gerson
Gerson (Schersong), der Kanzler u. »doctor christianissimus« der Pariser Universität, geb. 1363 zu Charlier in der Champagne, Schüler des P. dʼAilly u. berühmter Lehrer, ...
Gerstäcker
Gerstäcker, Friedrich, geb. 1816 zu Hamburg, bekannter Reisender u. geistvoller Schriftsteller, derjenige Deutsche, der am meisten von der Erde gesehen hat; lebt in Leipzig. ...
Gerste
Gerste (hordeum), bekannte Getreideart, als Sommer- u. Winter-G. angebaut, kommt in vielen Arten vor: die große zweizeilige G. (H. distichon), die gemeine oder vierzeilige (H. ...
Gerstenberg
Gerstenberg, Heinr. Wilh. von, der Dichter des Ugolino u. Vorläufer Lessings sowie der Sturm- und Drangperiode, geb. 1737 zu Tondern in Schleswig, trat in dän. Kriegsdienste, ...
Gerstenkorn
Gerstenkorn (hordeolum), kleine Entzündungsgeschwulst am Rande der Augenlider.
Gerstner
Gerstner, Franz Anton, Ritter von, geb. 1795 zu Prag, 1818 Prof. am Polytechnikum zu Wien, Erbauer der Gmunden-Linz-Budweiser Eisenbahn, der von Petersburg nach Zarskoje Selo, st. ...
Gerstungen
Gerstungen, uraltes sachsen-weimar. Städtchen an der Werra und der Thüringer Eisenbahn mit 1600 E.
Gertruidenberg
Gertruidenberg, kleine, jetzt unwichtige niederländ. Festung bei Breda mit 1800 E.; berühmte Belagerung 1593.
Geruch
Geruch (olfactus). Der Sitz des G.sinns ist die Schleimhaut der Nase, in welcher sich der im Gehirn entspringende Riechnerv und die Nasenäfte des dreigetheilten Nerven ...
Gerundium
Gerundium, heißt diejenige Form des lat. Zeitwortes, welche das Sollen oder Geschehen dessen ausdrückt, was das Zeitwort bezeichnet u. den substantivisch gebrauchten Infinitiv ...
Gerusia
Gerusia, Rath der Alten, s. Sparta.
Gervasius und Protasius
Gervasius und Protasius, Name von 2 stets zusammen genannten Heiligen, laut dem hl. Ambrosius (er baute ihnen eine Kirche) die frühesten Martyrer Mailands. Gedächtnißtag 19. ...
Gervinus
Gervinus, Georg Gottfr., geb. 1805 zu Darmstadt, zuerst Kaufmannslehrling u. Ladendiener, wandte sich 1826 hauptsächlich dem Studium der deutschen Literatur u. neuern Poesie zu, ...
Geryon
Geryon, nach der griech. Mythe ein dreiköpfiger Riese in Spanien, dessen Heerden Herkules raubte und den verfolgenden G. erschlug.
Gesammte Hand
Gesammte Hand, Gesammtlehen, Lehen, welches Mehren ertheilt wird.
Gesammteigenthum
Gesammteigenthum, deutschrechtlich unterschieden vom Miteigenthum u. von der universitas. Herrschaft in Gemeinschaft, vornämlich bei der neuern Markgenossenschaft am gemeinen ...
Gesammtforderungen, Gesammtschulden
Gesammtforderungen, Gesammtschulden, unter mehren Personen in der Weise, daß jeder Antheiler zunächst nur mit einem Theile betheiligt ist, alle zusammen aber für das Ganze, ...
Gesammtstimme, Curiatstimme
Gesammtstimme, Curiatstimme, Stimme einer Curie, im Gegensatz zur Virilstimme, einzelnen Stimme.
Gesandar-Aga
Gesandar-Aga, der türk. Großschatzmeister.
Gesandte
Gesandte, die Vertreter eines Staates bei einem fremden. Man unterscheidet gegenwärtig 4 Klassen: 1) den Großbotschafter (Ambassadeur, Nuntius, legatus a latere des Papstes), ...
Gesang
Gesang, die Verbindung der Poesie und Musik durch die menschl. Stimme; man unterscheidet den natürlichen und künstlichen, d.h. durch die Kunst ausgebildeten, der immer ...
Gesangbücher
Gesangbücher, Sammlungen geistl. Lieder, zum allgem. Gebrauche durch die betreffenden kirchl. Behörden autorisirt.
Gesättigt
Gesättigt, heißt in der Chemie eine Lösung, wenn dieselbe keine weiteren Bestandtheile mehr aufnimmt; g. e Farbe, wenn dieselbe ihre volle Stärke zeigt.
Geschäftsführung
Geschäftsführung (negotiorum gestio), Besorgung fremder Geschäfte ohne Auftrag (Gegensatz von Mandat).
Geschäftsstyl
Geschäftsstyl, besondere Schreibweise der Behörden (Curialstyl, Kanzleistyl) und der eigentl. Geschäftsleute (Comptoirstyl), in eigenthüml. Formen, zur Vermeidung von ...
Geschäftsträger
Geschäftsträger, s. Gesandte.
Geschenkte Handwerke
Geschenkte Handwerke, werden solche Handwerksinnungen genannt, welche den wandernden Handwerksburschen ein Geschenk, Unterstützung reichen.
Geschichte
Geschichte, ist eigentl. das Geschehene, also eine Begebenheit, sodann die Erzählung von etwas Geschehenem, von einer Begebenheit, endl. die Darstellung der Schicksale des ...
Geschiebe
Geschiebe, nennt die Geologie Gestein, das durch Wasser u. andere Naturwirkungen aus seiner früheren Lage fortgeführt wurde.
Geschlecht
Geschlecht (genus), der Inbegriff lebendiger in ihrer Bildung übereinstimmender Wesen, z.B. Menschen-G., Thier-G., Pflanzen-G.; in den Naturwissenschaften so viel als Gattung; ...
Geschlechtsvormundschaft
Geschlechtsvormundschaft (Geschlechtsbeistandschaft, cura sexus), über mündige, ledige oder verwittwete Weiber, auf der Vorstellung beruhend, daß die Frauen weniger ...
Geschlossene Jagd
Geschlossene Jagd, ein Gehege, das nur wenige Personen zu betreten berechtigt sind; die Zeit, wo das Wild nicht gejagt werden darf.
Geschlossene Zeit
Geschlossene Zeit, kirchl. Zeiten, wo keine Hochzeit erlaubt ist; ebenso die Zeit, wo Jagd, Fischfang, Viehtrieb verboten sind.
Geschmack
Geschmack (gustus), in physiolog. Bedeutung der Sinn, dessen hauptsächlichstes Organ die mit zahlreichen Nervenwärzchen besetzte Zunge (s. d.), ein minder wichtiges der weiche ...
Geschosse
Geschosse oder Projectile, die Kugeln, die von dem Geschütze geschleudert werden.
Geschütze
Geschütze, nennt man die großen Wurfmaschinen im Gegensatz zu dem Kleingewehr (vergl. Artillerie, Bombe, Bombenkanone, Colubrine, Falkonet, Granate, Haubitze etc.).
Geschwader
Geschwader (frz. Escadre), kleinere Flotte.
Geschwindigkeit
Geschwindigkeit (celeritas) eines bewegten Körpers ist das Verhältniß des Raumes, den er durchläuft zur Zeit, die er dazu braucht. Ein Körper hat eine größere G. als ein ...
Geschworne
Geschworne, 1) die bei der Jury über die Thatfragen zu entscheiden haben (s. Schwurgericht); 2) in alten Gemeindeverfassungen zwischen dem Vorstand (Graf, Vogt, Schultheiß ...
Geschwulst
Geschwulst (tumor), in der Heilkunde jede abnorme Austreibung eines Körpertheils, innere oder äußere, entweder nach seinem ganzen Umfange od. bloß an einer Stelle desselben; ...
Geschwür
Geschwür (ulcus), jede langsam erfolgende Zerstörung der Substanz organischer Theile, mit Absonderung von Eiter. Nach den Ursachen ihrer Entstehung unterscheidet man einfache, ...
Gesechster Schein
Gesechster Schein, s. Aspecten.
Gesecke
Gesecke, preuß.-westfäl. Stadt zwischen Lippstadt u. Paderborn mit 3700 E., Flachsbau und Leineweberei.
Gesellschaft
Gesellschaft, Societät, Vereinigung von mehren Personen zu einem gemeinschaftl. Zwecke; deßwegen können Vereine, die nicht freiwillig sind (Familie, Gemeinde, Staat), nur ...
Gesellschaft Jesu
Gesellschaft Jesu, s. Jesuiten.
Gesellschaftsinseln
Gesellschaftsinseln, Societätsinseln, austral. Inselgruppe zwischen dem Aequator und südl. Wendekreise aus 11 größeren u. kleineren Inseln bestehend. Sie sind vulkan. ...
Gesellschaftsrechnung
Gesellschaftsrechnung, eine Rechnung zur Eintheilung einer Zahl nach bestimmten gegebenen Verhältnissen, so z.B. zur Vertheilung eines in einem Gesellschaftsunternehmen gemachten ...
Gesellschaftsvertrag
Gesellschaftsvertrag (societas), vertragsmäßige, das Vermögen betreffende Gemeinschaft. Das röm. Recht faßte die G.e nur auf als ein obligatorisches Verhältniß der ...
Gesenius
Gesenius, Friedr. Heinr. Wilhelm, geb. 1785 zu Nordhausen, gest. 1842 als Prof. der Theologie zu Halle, bekannt als rationalist. Exeget des A. T., verdient um das Studium der ...
Gesetz
Gesetz (lex), staatl. Vorschriften über öffentl. u. private Verhältnisse, je nach den Materien mit verschiedenen Benennungen (z.B. Verfassung, Constitution, Grund-G., ...
Gesicht
Gesicht, Angesicht (facies), die vordere Fläche des Kopfs, auf der die verschiedenartigsten und wichtigsten Organe und Theile sich vereint finden: Stirne, Augen mit Augenbrauen ...
Gesichtsschmerz
Gesichtsschmerz (Prosopalgia), nach John Fothergill, der ihn zuerst genauer beschrieben, auch der Fothergillʼsche G. genannt, ist eine Krankheit, welche sich durch äußerst ...
Gesichtswinkel
Gesichtswinkel, s. Camper.
Gesims
Gesims, in der Baukunst ein Streifen, welcher 2 Theile eines Gebäudes scheidet (das Haupt- oder Dach-G. zwischen Dach und Mauer, das Gurt-G. zwischen 2 Stockwerken; das Fuß-G. ...
Gesinde
Gesinde, altdeutsch: Gefolge, Begleitung, jetzt = Dienstboten.
Gesinderecht
Gesinderecht, in vielen Orten durch besondere Gesindeordnungen festgestellt. Seit dem Untergang aller Erbhörigkeit beruht das Verhältniß der Dienstherrschaft und ihres Gesindes ...
Gesner [1]
Gesner, Konrad von, geb. 1516 zu Zürich, ausübender Arzt und Prof. der Philosophie daselbst; st. 1565 an der Pest. Als Philolog und Naturforscher besonders verdient durch ...
Gesner [2]
Gesner, Johann Matth., berühmter Schulmann und Philolog, geb. 1691 zu Roth bei Ansbach, gest. 1761 als Prof. u. Bibliothekar der Universität Göttingen, förderte das Studium ...
Gespännerschaften
Gespännerschaften, im Mittelalter gemeindeartige Genossenschaften für wirthschaftliche Nutzungen an gemeiner Mark; wie Markgenossen- und Bauerschaften.
Gespanschaft
Gespanschaft, eigentl. Ispanschaft, Comitat, d.h. Grafschaft, in der ungar. Landeseintheilung ein bestimmter Kreis oder Bezirk. Vor 1848 wählte der Adel des Comitats in seiner ...
Gespenster
Gespenster, s. Geistererscheinung.
Gespilderecht
Gespilderecht. Wie das Näherrecht (Erblosung, Retract, Zugrecht) im Mittelalter den nächsten Erben das Recht gab, binnen Jahr und Tag das veräußerte Gut gegen Uebernahme des ...
Gesta Romanorum
Gesta Romanorum, heißen Sammlungen u. Bearbeitungen von Legenden, Sagen, Novellen, Fabeln, Anekdoten u. Parabeln, wie dieselben in der laut Lachmann um 1160 entstandenen ...
Geständniß
Geständniß (confessio), das Bekennen einer für den Angeschuldigten in den Folgen nachtheiligen Thatsache; es muß als Beweismittel für den Richter ein freies (nicht ...
Gestänge
Gestänge, mehre zusammengefügte Stangen, z.B. bei Wasserhebwerken; die einzelnen Stücke des Bergbohrers; in den Stollen der Bergwerke die Holzbahnen für den Erzkarren (Hund).
Gestation
Gestation, lat.-deutsch, Haltung, Tracht; Schwangerschaft.
Gesticulation
Gesticulation, lat.-dtsch., Geberdenspiel; Gesten, Geberden.
Gestion
Gestion, lat.-deutsch, Führung, Verrichtung, Verwaltung.
Gestüte
Gestüte, Stutereien, Anstalten zur Pferdezucht. Die G. sind wilde, wo, wie in den Pampas oder den Steppen, die Thiere sich selbst überlassen sind, halbwilde G., wo die Thiere ...
Gesundbrunnen
Gesundbrunnen, s. Bade- u. Brunnenkuren.
Gesundheit
Gesundheit, ist der mit regelmäßigen Verrichtungen verbundene normale Zustand aller Organe des thier. Körpers.
Geten
Geten, s. Gothen.
Getreide
Getreide, Cerealien, die grasartigen Pflanzen mit mehlhaltiger Frucht: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis, Hirse; sie werden nicht mehr in ihrem ursprünglichen ...
Getreidehandel
Getreidehandel, s. Kornhandel.
Getreidekäfer
Getreidekäfer (Tragosita), Käfergattung aus der Abtheilung der Tetrameren, Familie Holzfresser, mit eilfgliedrigen Fühlern, schmalem, oben plattem Körper u. längern ...
Getreidemotte
Getreidemotte (Tinea granella), Insekt aus der Ordnung der Staubflügler, Familie Motten. Die Raupe, der sog. weiße Kornwurm, zernagt die Getreidekörner, die sie vorher ...
Getreidestein
Getreidestein, Zeilithoid, Bierstein, concentrirter harter Stoff aus Getreidesubstanz, der aufgelöst u. gegohren eine Art Bier liefert.
Getreue
Getreue, Fideles, im Mittelalter so viel als Lehensleute.
Getriebe
Getriebe, soviel als Triebwerk; in der Baukunst: die Widerlagen zum Stützen einer Mauer, im Bergbau: die Abstützung eines Stollens.
Getriebene Arbeit
Getriebene Arbeit, die Hervorbringung von außen erhabenen, innen hohlen Figuren auf Metallblechen (vergl. Ciseliren).
Geusen
Geusen (frz. gueux, sprich Göh), Bettler nannte sich seit 1564 ein Verein niederländ. Adeliger, weil seine Deputation der Statthalterin Margaretha von einem Hofmann als Bettler ...
Geviertes Feld
Geviertes Feld, im Bergwesen das nach Länge und Breite zu vermessende Feld, welches auf Lagern gemuthet wird.
Geviertschein
Geviertschein, s. Aspecten.
Gewächshaus
Gewächshaus, s. Conservationshaus, Kalthaus, Orangerie, Warmhaus.
Gewähr
Gewähr (frz. garantie, lat. auctoritas), G.leistung, so viel wie Eviction.
Gewalt
Gewalt. Im Privatrecht ist jede Anwendung von Privat-G. zur Erlangung eines Rechtes unzulässig, der durch G. Verdrängte wird geschützt, die Selbsthilfe verliert, denn man ...
Gewand
Gewand, Faltenwurf, Draperie, in der bildenden Kunst die Bekleidung der menschlichen Figuren.
Gewebe
Gewebe, nennt man in der Anatomie die aus der Zusammenstellung und Anordnung der einfachsten, mikroskop. Formbestandtheile (Kügelchen, Körnchen, Zellen, Plättchen, Fasern) ...
Gewerbe
Gewerbe, im weiteren Sinne jede Beschäftigung, durch welche jemand seinen Unterhalt gewinnt, im engeren nur die mit mechanischer Thätigkeit verbundene Beschäftigung, die ...
Gewerbefreiheit
Gewerbefreiheit, das Recht, mit Beobachtung der gesetzlichen Bedingungen jedes Gewerbe ungehindert auszuüben, im Gegensatze zu Privilegien u. Zunftwesen; s. Zunftwesen. In ...
Gewerbschulen
Gewerbschulen, Anstalten, worin die Schüler die wissenschaftl. Kenntnisse sich erwerben können, welche zur vollkommeneren Betreibung ihres Gewerbes nothwendig sind.
Gewerbsteuer
Gewerbsteuer, ist eine Einkommensteuer, die Abgabe auf den Erwerb vermittelst eines Gewerbes, wird in einigen Fällen als Patentsteuer erhoben, meistens aber als Klassensteuer, wo ...

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