Слова на букву gibr-höch (2170) Herders Conversations-Lexikon
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Слова на букву gibr-höch (2170)

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Gibraltar
Gibraltar, von Dschebel al Tarik, Felsen des Tarik, des maur. Eroberers von Spanien, welcher sich hier 711 festsetzte, jetzt unbezwingliche engl. Felsenfestung, ein Vorgebirge ...
Gibson
Gibson (Gibbsʼn), John, einer der besten neuern Bildhauer, geb. zu Liverpool gegen Ende des vor. Jahrh., bildete sich auf der Akademie in London, später in Rom. 1845 modellirte ...
Gicht [1]
Gicht (Arthritis), allgem. Krankheit des Körpers, entstanden aus einer Dyskrasie der Säfte, zeigt sich besonders in einer schmerzhaften Entzündung der Gelenkbänder mit ...
Gicht [2]
Gicht (von jehen, bejahen), altd. Eingeständniß.
Gichtel
Gichtel, Joh. Georg, geb. 1638 zu Regensburg, seit 1664 Rechtsanwalt, gab sein Geschäft auf, um Heidenapostel zu werden, entsagte auch diesem Vorhaben, begann zu predigen und ...
Gideon
Gideon, aus dem Stamm Manasse, israelit. Held, befreite sein Volk von den Midianiten u. zerstörte den Baalsdienst. Er richtete über Israel 40 Jahre.
Giebel
Giebel, Fronton, der vom Satteldach an der Mauer des Hauses umschlossene Raum, gewöhnlich ein Dreieck, oft mit einem Gesims zur Grundlage und bisweilen mit Basreliefs ...
Giebichenstein
Giebichenstein, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Merseburg, an der Saale, mit den Ruinen einer uralten Burg und dem Soolbade Wittekind.
Giech
Giech, altadeliges fränk. Geschlecht, seit 1663 reichsgräflich, jetzt bayerisch standesherrlich, ist in Bayern u. Nassau begütert. Franz Friedr. Karl, geb. 1795, bayer. ...
Gielgud
Gielgud, geb. um 1790 in Lithauen, poln. General, schloß sich 1830 der Revolution an, wurde mit einer Division nach Lithauen entsandt, scheiterte beim Angriffe auf Wilna, ...
Gien [1]
Gien (Schiäng), französ. Stadt im Dep. Loiret, an der Loire mit 6200 E., Wollentuchfabrikation, starkem Verkehr.
Gien [2]
Gien, auf den Schiffen so viel als Flaschenzug.
Giengen
Giengen, ehemal. schwäb. Reichsstadt, seit 1802 württembergisch, 3 St. von Heidenheim, hat 2100 E.; 1462 Sieg des Herzogs Ludwig von Bayern-Landshut über das Reichsheer.
Gienmaschine
Gienmaschine, dient zum Reinigen der Baumwolle von den Samen.
Gienmuscheln
Gienmuscheln (Chamaceae), Familie der kopflosen Schalthiere mit mehren Arten; der Mantel ist geschlossen u. hat 3 Oeffnungen: für Fuß, Athem u. Excretion.
Gieren
Gieren, das Ausweichen des Schiffes bald nach der einen, bald nach der andern Seite des Laufs.
Gieseler
Gieseler, Joh. Karl Ludw., protest. Kirchenhistoriker, geb. 1792 zu Petershagen bei Minden, gest. 1854 als Professor zu Göttingen, schrieb ein »Lehrbuch der ...
Gießen
Gießen, Hauptst. der großherzogl. hess. Provinz Oberhessen, an der Lahn u. der Main-Weserbahn, 9000 E., 1607 gegründete Universität, Gymnasium, Forstschule.
Gifford
Gifford, William, geb. 1757 zu Ashburton, engl. Dichter u. einflußreicher Publicist, war zuerst Schiffsjunge, dann Schuhmacherlehrling u. bildete sich später durch Studien. ...
Gifhorn
Gifhorn, hannover. Stadt in der Landdrostei Lüneburg mit 2500 E.; von ihr nannte sich eine Nebenlinie des Hauses Braunschweig-Lüneburg.
Gift
Gift, nennt man alle sowohl organ. als unorgan. Stoffe, welche schon in verhältnißmäßig geringer Quantität eine schnelle Zerstörung des thierischen Körpers hervorbringen. ...
Giganten
Giganten, in der griech. Mythologie Riesen mit Schlangenfüßen, von der Erde aus dem Blute des Uranos erzeugt, stürmten den Himmel der Götter, wurden aber von diesen in den ...
Gigg
Gigg, engl., Fuhrwerk mit 2 Rädern, einspännig, für 2 Personen eingerichtet.
Gigli
Gigli (Dschilji), Girolamo, geb. 1660 zu Siena, ital. Dichter, der seine burleske Satyre besonders gegen die Geistlichkeit und Privatpersonen richtete u. ein großes Publikum ...
Gigliato
Gigliato (dschilji–), toscan. Goldmünze = 3 Thlr. 51/2 Sgr. = 4 fl. 381/2 kr. C.-M.
Giglio
Giglio (Dschilijo), kleine toscan. Insel, Provinz Siena, mit 1200 E., die von Fischerei leben.
Gignac
Gignac (Schinjak), franz. Stadt im Depart. Hérault, mit 3000 E., Wein- und Olivenbau, Grünspanfabrikation.
Gijon
Gijon (Jichon), span. Stadt in Asturien mit Hafen u. 6500 E., Steingutfabrikation, Schiffahrt, Bergbau auf Kupfer.
Gil Polo
Gil Polo, Gaspar, span. Dichter, gest. 1591, schrieb Schäferromane, die damals beliebt waren, wird wegen der eingestreuten Lieder von den Spaniern noch immer geschätzt.
Gil Vicente
Gil Vicente (Schil Wisente), geb. um 1470, gest. 1557, der erste u. beste portugies. Dramatiker, besonders im Lustspiele ausgezeichnet (letzte Ausgabe seiner sämmtl. Werke durch ...
Gil y Zarate
Gil y Zarate, Don Antonio, geb. 1793 im Escurial, gegenwärtig königl. Sekretär, geschätzter span. Dramatiker (sämmtl. Dramen, Paris 1850), auch Verfasser eines Handbuchs ...
Gilbert [1]
Gilbert (Schilbär), Gabriel, franz. Dramendichter, Günstling des Cardinals Richelieu von 1630–50, jetzt vergessen, – G., Nikol. Jos. Laurent, geb. 1751, gest. 1780, Lyriker ...
Gilbert [2]
Gilbert, Ludw. Wilh., geb. 1769, gest. 1824 als Prof. der Physik und Chemie zu Leipzig, Redactor der Annalen der Physik, von 1798–1824.
Gilde
Gilde, altsächs., Verein, Zunft, Innung.
Gilead
Gilead, Gebirge jenseits des Jordan im Stamme Gad, mit trefflichen Weiden und aromatischen Kräutern (Balsam von G.).
Gillies
Gillies (Ghillis), John, Schotte, geb. 1747, gest. 1836 als königl. Historiograph, schrieb eine große Geschichte des alten Griechenlands und seiner Colonien, u. eine Geschichte ...
Gillray
Gillray (Gillreh), James, geb. 1750, gest. 1815, jüd. Abkunft, berühmter engl. Carricaturenmaler.
Gilscha
Gilscha, s. Persien.
Gimians
Gimians, die großen kostbaren türk. Fußteppiche.
Gimignano
Gimignano (Dschiminiano), Vincenzo da San-, florentin. Maler, einer der besten Schüler Rafaels, malte unter dessen Leitung an den Loggien des Vatican; eine heil. Familie von ihm ...
Gimpel
Gimpel (Pyrrhula), Vogelgattung aus der Ordnung der Körnerfressenden und Abtheilung der Finkenartigen, mit kurzem, dickem, von allen Seiten gewölbtem Schnabel, an der Spitze ...
Gin
Gin (dschin), engl., Genevre.
Gingang, Gingham
Gingang, Gingham, buntgestreifte oder gewürfelte baumwollene Gewebe.
Gingerls
Gingerls, türk. Goldmünzen = 2 Thlr. 71/2 Sgr. = 3 fl. 163/4 kr. C.-M.
Ginglymus
Ginglymus, griech., Charniergelenk.
Ginguéné
Ginguéné (Schängheneh), Pierre Louis, geb. 1748 zu Rennes, gest. 1816, franz. Dichter, bedeutender jedoch als Literarhistoriker, der die Franzosen auf ihre Literatur vor ...
Ginseng
Ginseng, Schinseng, die Wurzel einer wildwachsenden Doldenpflanze in Hochasien (Panase Ginseng), gilt bei den Chinesen als Universalheilmittel, bei den Europäern sehr wenig. Die ...
Ginster
Ginster (Genista), Pflanzengattung aus der Familie der Schmetterlingsblütigen mit gelben Blumen, in vielen Arten vorkommend. Der Färbe-G. (G. tinctoria) enthält einen gelben ...
Gioberti
Gioberti (Dscho–), Vincenzo, geb. 1801 zu Turin, Geistlicher, 1833 als Kaplan Karl Alberts entlassen, weil er in die polit. Bewegungen jener Jahre verflochten war, lebte dann ...
Giocondo
Giocondo (Dscho–), Giovanni Fra, berühmter italien. Baumeister aus dem 15. Jahrh., geb. zu Verona, baute in Paris die Brücke Notre-Dame, in Verona den Rathspalast, u. war ...
Giocoso
Giocoso (dscho–), ital., scherzend, launig.
Gioja
Gioja (Dschoia), Flavio, Seefahrer aus Amalfi um 1300, Verbesserer des von den Arabern gebrauchten Compasses, indem er die Magnetnadel freischwebend befestigt haben soll. – ...
Giordano [1]
Giordano (Dschor–), Bruno, s. Bruno.
Giordano [2]
Giordano, Luca, berühmter italien. Maler, geb. 1632 zu Neapel, malte sehr viel in Fresko u. Oel, ward später von Karl II. nach Spanien berufen, wo er den Escurial mit seinen ...
Giorgilina rigida
Giorgilina rigida, ölreiches Sommergewächs, in Aegypten einheimisch, in neuerer Zeit ohne besondern Erfolg nach Deutschland verpflanzt.
Giorgino
Giorgino (dschordschino), genues. Münze = 8 Sgr. 8,7 Pf. = 251/2 kr. C.-M.; modenes. Münze = 9,1 Pf.
Giorgione da Castelfranco
Giorgione da Castelfranco (Dschordschione) da Castelfranco, eigentl. Giorgio Barbarelli, geb. 1477 zu Castelfranco im Trevisanischen, einer der berühmtesten venetian. Maler, ...
Giornata
Giornata (dschornata), ital., d.h. Tagwerk, Flächenmaß in Sardinien = 38,0096 Aren.
Giotto
Giotto (Dschotto), eigentl. Ambrogiotto Burdone, einer der ausgezeichnetsten älteren italien. Maler, Schüler Cimabues, zugleich Baumeister u. Bildhauer, geb. 1270 zu Vespignano ...
Giovenazzo
Giovenazzo (Dschow–), feste Stadt in der neapolitan. Provinz Terra di Bari, am adriat. Meere, Bischofssitz, hat 6000 E., fabricirt wollene Teppiche.
Giovine Italia
Giovine Italia (Dschow–), d.h. das junge Italien, geheime Gesellschaft, 1831 von Mazzini gestiftet, mit einer Feme, die 1833 ihren ersten Mord vollbrachte.
Giovini
Giovini (Dschowini), Angelo Aurelio Bianchi, geb. 1799 zu Como, ital, Historiker.
Giraffe
Giraffe (Camelopardalis Giraffa), Säugethier aus der Ordnung der Wiederkäuer, durch seinen eigenthümlichen Bau das höchste aller Thiere, mit längeren Vorder- als ...
Girande
Girande (frz. schirangd), Springbrunnen mit mehren Röhren.
Girandole
Girandole (schirangdole), Leuchter, auf welchem mehre Kerzen zu gleicher Zeit brennen; bei Feuerwerken ein Gestelle mit Raketen, die gleichzeitig aufsteigend eine Feuergarbe ...
Girard
Girard (Schirahr), gest. 1634, holländ. Mathematiker, verdient um die Lehre der Potenzen u. Gleichungen. – G., geb. 1677, gest. 1748, franz. Grammatiker, schrieb ein ...
Girardin
Girardin (Schirardäng), Emile de, geb. 1802 in der Schweiz, natürlicher Sohn eines Generals G., franz. Publicist, durch Schwindeleien in Speculationen übel berufen, tödtete ...
Girardin St. Marc
Girardin St. Marc, geb. 1801 zu Paris, seit 1833 Prof. der Literatur, geistreicher Schriftsteller über einzelne Gebiete der Literatur u. des Unterrichts, ein Hauptmitarbeiter an ...
Girardon
Girardon (Schirardong), François, geschickter französ. Bildhauer zur Zeit Ludwigs XIV., geb. zu Troyes 1628, ward 1659 Prof., nach Lebruns Tode Generalinspektor der Skulpturen, ...
Girgenti
Girgenti, s. Agrigent.
Giro
Giro (dsch–), ital., Kreis, die Uebertragung eines Wechsels auf einen andern, dasselbe was Indossement, Girirung. Wer den Wechsel girirt, ist der Girant, Indossant; der auf ...
Girobank
Girobank, Bank, wo für deponirtes baares Geld dem Deponenten die Summe in den Büchern der Bank (Bankfolio) gut geschrieben wird; überträgt er diese Summe an einen andern ...
Girodet-Trioson
Girodet-Trioson (Schirode Triosong), Anne Louis, französ. Historienmaler aus Davids Schule, geb. 1767 zu Montargis, gest. 1824 zu Paris. Zu den besten Gemälden gehören: ...
Gironde
Gironde (Schirongd), Name der Garonne nach dem Einflusse der Dordogne; davon benannt ist das Depart. G., 1771/2 QM. groß mit 615000 E., der Hauptstadt Bordeaux, enthält die ...
Girondisten
Girondisten, s. Frankreich Bd. II. S. 763, Barbaroux, Gensonné, Vergniaud, Bailly, Brissot etc.
Girouette
Girouette (frz. schiruett), Windfahne.
Gise
Gise, Friedr. Aug. Theodor, Ritter von Koch, Freiherr von, geb. 1783 zu Regensburg, bayer. Diplomat u. Staatsmann, 1832 Minister des königl. Hauses, seit 1846 zurückgetreten.
Giseke
Giseke (eigentl. Köszechi), Nikolaus Dietr., geb. 1724 zu Güns in Niederungarn, District Oedenburg, gest. 1765 als Superintendent zu Sondershausen; zarter, gefälliger, ...
Gisors
Gisors (Schisohr), Stadt im franz. Depart. Eure mit 3600 E., Drathziehereien, Baumwollspinnereien.
Gisquet
Gisquet (Schiske), Joseph Henri, geb. 1792, ursprünglich Industrieller, 1831 Polizeipräfect von Paris, wie Teste, Cubières etc. einer der Männer, welche durch Bestechlichkeit ...
Gissen
Gissen, die Fahrt eines Schiffes berechnen.
Gitano
Gitano, span., Zigeuner; Gitana, Zigeunerin; Zigeunertanz.
Gitschin
Gitschin, Hauptstadt des gleichnam. böhm. Kreises, der auf 143 QM. 900000 E. zählt, u. der Bezirkshauptmannschaft G.; die Stadt G. an der Cydlina hat 4100 E., schönes 1610 von ...
Gittelde
Gittelde, Gittel, alter braunschweig. Bergflecken mit 1500 E., Eisenwerken.
Giulio
Giulio (dschu–), röm. Silbermünze = 4 Sgr. 3.8 Pf., toscan. = 4 Sgr. 4 Pf. = 12 1/ 2 kr. C.-M.
Giulio Romano
Giulio Romano, eigentlich Giulio Pippi, berühmter italien. Maler und Baumeister, geb. 1492 zu Rom, der beste Schüler Rafaels, arbeitete viel in Gemeinschaft mit seinem ...
Giunti
Giunti od. Giunta (Dschunt–), berühmte gelehrte Buchdruckerfamilie, aus Florenz stammend, lieferte unmittelbar nach Erfindung der Kunst (Luca Antonio um 1499) gute Ausgaben ...
Giurgewo
Giurgewo (Dschurdschewo), walach. Stadt, der türk. Festung Rustschuk gegenüber, früher starke Festung, 1828 von den Russen nicht erobert, aber nach dem Frieden von Adrianopel ...
Giusti
Giusti (Dschusti), Giuseppe, geb. 1809 bei Pistoja, gest. 1850, satir.-polit. Dichter ohne Bedeutung.
Giustiniani
Giustiniani (Dschust–), altadelige italien. Familie, die Venedig u. Genua Dogen, Feldherren und Admirale gab. Die G.sche Gemäldesammlung aus dem 16. u. 17. Jahrh. ist seit 1815 ...
Giustino
Giustino (Dschust–), alte venet. Münze = 1 Thlr. 17 Sgr. = 2 fl. 15 kr. C.-M.
Giusto
Giusto (dschu–), ital., im Tempo.
Givet
Givet (Schiwä), franz. Festung an der Maas, Charlemont gegenüber, mit 1700 E., Fabriken in Fayence, Leder.
Givors
Givors (Schiwohr), französ. Stadt unweit Lyon, mit 9000 E., Glashütten, Seidefärbereien.
Givry
Givry (Schiwry), französ. Stadt 1 Ml. von Châlons sur Saône mit 3000 E., bedeutendem Weinbau.
Gizeh
Gizeh, Dschiseh, Dorf am Nil, Kairo gegenüber; nahe die großen Pyramiden.
Glabrum
Glabrum, Glabella, lat., die Mitte des Stirnknochens zwischen den beiden Stirnhöhlen; die Glatze.
Glace
Glace (frz. glaß), das eßbare Gefrorne; glacière, die Eisgrube; glaciren, gefroren machen; überzuckern; einen spiegelnden Glanz geben.
Glacis
Glacis (frz. glassih), die von dem äußersten Festungsgraben sich in das freie Feld verlierende Abdachung, die von den Werken nach jeder Richtung bestrichen wird.
Gladbach
Gladbach, rheinpreuß. Stadt an der Ruhrort-Krefeld-G.er Bahn mit 4100 E.; die sehr bedeutende Industrie liefert Wolle-, Baumwolle- und Leinewaaren, Damast, Sammt, Leder und ...
Gladiatoren
Gladiatoren, s. Fechter; sie gehörten gewöhnl. einem Unternehmer (Lanista), der sie verkaufte oder vermiethete. Die Kampfart war verschieden: mit Schild, Panzer und Schwert, ...
Gladii jus
Gladii jus, lat., das Recht, die Todesstrafe zu verhängen; G. poena, Hinrichtung mit dem Schwert.
Gladstone
Gladstone (Gläddston), William Ewart, engl. Staatsmann, geb. 1809 zu Liverpool, Peelite, seit 1834 Mitglied der Peelschen Ministerien, gegenwärtig Finanzminister unter Aberdeen; ...
Glagol
Glagol, Glagolitza, das von slav.-dalmatischen Priestern gebrauchte eigenthüml. Alphabet, der cyrillischen Schrift ähnlich.
Glairös
Glairös (glärös), frz.-dtsch., schleimig.
Glamorghan
Glamorghan (Glämarghänn), engl. Grafschaft in Wales, 371/4 QM. groß mit 242000 E., gutem Ackerbau und Viehzucht, ungeheuren Steinkohlen- u. Eisenlagern, blühendem Bergbau. ...
Glan
Glan, Nebenfluß der Nahe in der bayer. Pfalz.
Glandulae
Glandulae, lat., Glandeln, d.h. Eicheln; in der Anatomie die Drüsen.
Glane
Glane, Glasperlen.
Glanzkäfer
Glanzkäfer (Nitidula), eine Käfergattung aus der Abtheilung der Pentameren, den Aaskäfern ähnlich, leben meist von thierischer Nahrung. Der haarige G. (N. tomentosa), auf ...
Glareanus
Glareanus, der Glarner, nannte sich Heinrich Loriti, geb. 1488 zu Mollis im Kanton Glarus, gest. 1563 als Prof. der Poesie zu Freiburg i. B., ein gekrönter Dichter und ...
Glarus
Glarus, schweizer. Kanton, von St. Gallen, Graubündten, Uri und Schwyz umgeben, etwas über 13 QM. groß, Gebirgsland aus einem Hauptthal, dem sich vom Dödi bis an den ...
Glas
Glas, ein Kunstprodukt, bestehend aus kieselsaurem Kali oder Natron oder aus beiden zugleich mit einem od. mehren kieselsauren Salzen, wie kieselsauren Kalk, Bittererde, Baryt, ...
Glasfluß
Glasfluß, der durch verschiedene Zusätze gefärbte Glassatz, s. Glas.
Glasgow
Glasgow (Gläßgo), schott. Stadt unweit der Mündung des Clyde, durch einen Kanal mit dem Forth und der Nordsee verbunden, mit 340000 E. G. gehört zu den ersten brit. ...
Glashütte
Glashütte, sächs. Bergstadt im Kreisdirectionsbezirk Dresden mit 1300 E., Bergbau auf Zinn, Strohflechterei.
Glasmalerei
Glasmalerei. Die älteste G. bestand in der Darstellung von Bildern durch Zusammenfügen verschieden gefärbter Glasstücke, welche man durch Gyps od. Bleistreifen verband, also ...
Glasschnecke
Glasschnecke (Vitrina), Schneckengattung aus der Abtheilung Lungenschnecken mit 2 Arten: beryllgrüne G., 41/2''' lang; kleine G., 41/2''' lang, grau, das Gehäuse blaßgelb.
Glasur
Glasur, glasartiger Ueberzug über thönerne Gefäße, Ziegel etc., theils angewandt des Glanzes wegen, theils um das Eindringen der Feuchtigkeit in den gebrannten Thon zu ...
Glätte
Glätte, Bleiglätte, das Bleioxydul, welches bei dem Ausscheiden des Silbers aus dem Bleierz entsteht. Das erste Bleioxydul heißt Frisch-G., das zweite Kauf-G., das dritte ...
Glatteis
Glatteis, Eisüberzug des Bodens; entsteht, wenn der Boden noch eine Temperatur unter Null hat, während die Luft bereits über Null gestiegen ist und zugleich Thau oder Regen ...
Glatz [1]
Glatz, Grafschaft, schles. Landschaft im Reg.-Bez. Breslau, von Zweigen des Riesengebirgs (G.er Gebirg) durchzogen und umringt, 291/2 QM. groß mit 145000 E., die von Viehzucht, ...
Glatz [2]
Glatz, Jakob, geb. 1776 zu Poprad in Oberungarn, gest. 1806 als Consistorialrath der Augsburgischen Confession zu Presburg. »Andachtsbuch für gebildete Familien« (7. Aufl. ...
Glaube
Glaube, die feste Ueberzeugung von einer Wahrheit, deren Gegenstand der unmittelbaren Untersuchung unserer Sinne und des Verstandes unzugänglich ist, dann das Fürwahrhalten der ...
Glaubensbekenntniß
Glaubensbekenntniß, s. Confession. – Unter den 3 christl. G.en, deren Inhalt sich nirgends widerspricht, deren Umfang u. Form aber verschieden ist, ist das älteste das sog. ...
Glaubenseid
Glaubenseid, professio fidei, heißt der Religionseid, durch welchen verhütet werden soll, daß die Kirchenbeamten nicht selbst unkirchl. Lehren verbreiten. Er ist mit Ablegung ...
Glaubensfreiheit
Glaubensfreiheit, die rechtliche Befugniß, seine religiöse Ueberzeugung öffentlich zu bekennen u. derselben gemäß zu leben. Der Ausdruck ist so ungenau wie Gewissens- od. ...
Glaubersalz
Glaubersalz, schwefelsaures Natron, wurde im Jahr 1658 von Rud. Glauber gelegentlich der Bereitung der Salzsäure entdeckt und unter dem Namen Wundersalz (Sal mirabile Glauberi) ...
Gläubiger
Gläubiger, Creditor, der Forderungsinhaber gegenüber dem Schuldner.
Glauchau
Glauchau, sächs. Stadt im Kreisdirectionsbezirk Zwickau mit 11700 E., nach Chemnitz der erste sächs. Fabrikort, liefert besonders wollene u. halbwollene Waaren.
Glaukoma
Glaukoma, griech., Augenkrankheit, bei welcher sich das Wasser in der vorderen Augenkammer verdunkelt u. grünlich wird, also den Gesichtssinn beeinträchtigt.
Glaukos
Glaukos, Name myth. Personen, z.B. ein wahrsagender Meergott, als alter Mann mit Schuppenschwanz dargestellt; der Steuermann des Schiffes Argo; der Vater des Bellerophon; dessen ...
Glaßbrenner
Glaßbrenner, Adolf, geb. 1810 zu Berlin, zuerst Kaufmann, dann Satyriker unter dem Namen Adolf Brennglas, am bekanntesten durch das viel nachgeahmte »Berlin wie es ist und – ...
Glebae adscriptus
Glebae adscriptus, lat., an die Scholle gebunden, d.h. leibeigen.
Gleditsch
Gleditsch, Joh. Gottlieb, geb. 1714 zu Leipzig, Arzt, unter Friedrich II. Aufseher des botan. Gartens in Berlin, war der erste, welcher ein Forstsystem aufstellte u. darüber ...
Gleichartig
Gleichartig, homogen, in der Mathematik Größen, deren Zahl durch dasselbe Maß bestimmt wird, z.B. 2 Ellen u. 20 Ellen, 10 Kreuzer u. 15 Kreuzer.
Gleichen
Gleichen, 3 alte Burgen (Wachsenburg, Mühlberg, G.) bei Erfurt, gehörten einem im 17. Jahrh. erloschenen Grafengeschlechte. Aus demselben soll ein Graf einen Kreuzzug nach ...
Gleicheniaceae
Gleicheniaceae, Farrenkräuter mir gefiedertem Wedel, meist gabelig verästelt, mit stiellosen Keimbehältern auf dem Rücken der Wedel, länglichen oder nierenförmigen ...
Gleichgewicht
Gleichgewicht, bei Körpern Zustand der Ruhe, durch das verhältnißmäßige Entgegenwirken mehrer Kräfte hervorgebracht; vergl. Statik. In der Politik ein Zustand des ...
Gleichheit
Gleichheit, die Uebereinstimmung einzelner Dinge in allen ihren Eigenschaften; ist nirgends in der Natur vorhanden, indem anscheinend gleiche Dinge sich bei näherer Betrachtung ...
Gleichniß
Gleichniß, rhetor. Figur, durch die eine Vorstellung durch eine andere anschaulich gemacht werden soll, z.B. Radetzky zog sich in seine feste Stellung bei Verona zurück, um ...
Gleichung
Gleichung, in der Algebra die Darstellung des Gleichheitsverhältnisses zwischen 2 an Werth gleichen, aber verschieden ausgedrückten Größen, welche die Theile der G. heißen ...
Gleigh
Gleigh (Gleh), George Robert, geb. 1796, Schotte, engl. Geistlicher, Generalinspector der Militärschulen, theolog. u. militärhistorischer Schriftsteller, Verfasser einer ...
Gleim
Gleim, Joh. Wilh. Ludw., der dem Halberstädter oder preuß. Dichterkreis angehörende Anakreontiker, geb. 1719 zu Ermsleben bei Halberstadt, gest. 1803 zu Halberstadt, wo er ...
Gleiwitz
Gleiwitz, preuß. Stadt im schles. Reg.-Bez. Oppeln, an der oberschles. Eisenbahn, Sitz eines Hüttenamts, hat 9300 E., Eisenhütten, Alaunwerk, Glashütte, Emaillirwerk; ist ...
Glemk
Glemk, Karl Christian Friedr., geb. 1779 in Schwäbisch Hall, gest. 1845 als gothaischer Oberbergrath, beschäftigte sich viel und erfolgreich mit der Auffindung von Salzlagern. ...
Glenoides
Glenoides, griech., Gelenkfläche.
Gletscher
Gletscher (Ferner, Firne, Käs, Wader, Glacier, in Island Jökul), die Eismassen in den Gebirgen, entstanden aus dem Gefrieren des geschmolzenen Schnees. Die G. reichen zum ...
Gleukometer
Gleukometer, Mostmesser, von Chevalier nach Cadet de Vauxʼs Anweisung verfertigtes Instrument, um damit den Zuckergehalt des Mostes zu bestimmen.
Gleven
Gleven, Glefen (frz. glaive), im Mittelalter – Lanzen, Spieße, die von einem Adeligen gestellte Mannschaft.
Gliadin
Gliadin, s. Glutin.
Gliedermann
Gliedermann (mannequin), menschl. Modell mit bewegl. Gliedern, dessen sich die Künstler bedienen, um das Gewand bei ihren Darstellungen anzuordnen.
Gliederthiere
Gliederthiere (animalia articulata), bilden eine Abtheilung der wirbellosen Thiere; die äußere, meist hornartige Hülle des Körpers ist mehr od. weniger deutlich in ...
Gliedschwamm
Gliedschwamm, weiße Gelenkgeschwulst (Tumor albus articulorum), eigenthümliche, meist schlimm endende Entzündung der Gelenke, besonders gern am Kniegelenk vorkommend (weiße ...
Glimmer
Glimmer, Mineral zur Ordnung der Thonerde gehörig, in 2- und 1achsigen G. eingetheilt. Ersterer hat 2 Arten, den Kali oder gemeinen G., und den Lithon-G. Härte von 2–2,5 und ...
Glinka
Glinka, Feodor Nikolajewicz, geb. 1788, russ. Offizier in den großen Kriegen, über welche er »Briefe« (Moskau 1815–16, 8 Bde.) herausgab; auch seine poet. Versuche werden ...
Glinski
Glinski, Michael, poln. Fürst, diente zuerst Kaiser Max I., wurde darauf Günstling des poln. Königs Alexander Jagello, trat von König Sigmund vernachläßigt zu dem Czaren ...
Glissade
Glissade, frz., beim Fechten das Streichen an der Klinge; beim Tanzen der Streichschritt; glissant (–sang), schlüpferig; mißlich.
Glissicato
Glissicato, ital., in der Musik der Vortrag mit Vermeidung aller scharfen Accente.
Globularieen
Globularieen, Globularieae, Pflanzenfamilie aus der Klasse der Nuculiferae, Pflanzen mit Nüßchenfrucht, mit mehren officinellen Arten.
Globuli martiales
Globuli martiales, Eisenpräparat aus 1 Theil Feilspänen und 4 Theilen rohem Weinstein mit Wasser zu einem Brei eingekocht u. kuglig geformt, werden zu Bädern gebraucht.
Globulin
Globulin, Krystallin, schwefelhaltiger Protëinkörper, dem Eiweiß sehr ähnlich, in der Krystallinse und den Blutkörperchen (s. Blut).
Globulös
Globulös, lat.-deutsch, kugelig, aus Kügelchen bestehend.
Globus
Globus, eine künstliche, auf einem Gestell befestigte und um ihre Axe drehbare Kugel mit geographischer (Erd-G.) od. astronomischer Zeichnung (Himmels-G.) auf der Oberfläche, ...
Glocke
Glocke, schallgebendes hohles Werkzeug, oben kegelförmig, unten ausgeschweift, aus G.ngut (Mischung von Kupfer u. Zinn) bestehend, am dicksten Schlagringe, wo der Klöppel die ...
Glockentaufe
Glockentaufe, unpassender Volksausdruck für die Weihe, welche den zum gottesdienstlichen Gebrauch bestimmten Glocken zu Theil wird. Sie geschieht nach einem eigenen Ritus des ...
Glocker
Glocker, Ernst Friedrich, Mineralog, geb. 1793 zu Stuttgart, seit 1824 außerordentlicher, 1832 ordentlicher Prof. der Mineralogie zu Breslau. Schriften: »Handbuch der ...
Glockner
Glockner, Großglockner, 12158' hoher Berg der norischen Alpen zwischen Tyrol, Kärnthen und Oberösterreich.
Glogau
Glogau, Großglogau, preuß. Stadt und Hauptfestung in Schlesien an der Oder, mit 16500 E., lebhaftem Gewerbsfleiße und Handel, von 1252 bis 1476 der Hauptort eines Fürsten- ...
Gloggnitz
Gloggnitz, Glocknitz, Flecken in Oesterreich unter der Enns, am Fuße des Sömmering und der Wien-Triestiner Bahn mit 1500 E., chem. Fabriken u. Hammerwerken.
Glomeriden
Glomeriden, lat.-deutsch, Kugel-, Knäuelthiere.
Glommen
Glommen, Norwegens größter Fluß, mündet nach einem Laufe von 40 Ml. bei Friedrichsstadt in das Kattegat, ist wegen seiner Wasserfälle und Stromschnellen nicht schiffbar.
Gloria
Gloria, lat. und ital., franz. gloire, engl. glory, Ruhm, Ehre, alsdann Name des bekannten kirchl. Hymnus G. in excelsis Deo (Luk. 2,14), der wahrscheinlich von Hilarius von ...
Glorie
Glorie, der Heiligenschein, der lichte Ring, der auf Abbildungen hl. Personen die Häupter, manchmal auch die ganze Gestalt derselben umgibt.
Gloriosa
Gloriosa, Pflanzengattung aus der Familie der Coronariae (s. d.), mit sehr beliebten Zierpflanzen.
Glossa
Glossa, griech., Zunge; davon: Glossalgie, Zungenkrankheit; G.nthrax, Zungenkohle; Glossitis, Zungenentzündung; Glossophlegie, Zungenlähmung; Glossospasmus, Zungenkrampf; ...
Glosse
Glosse, griech.-deutsch, die Erklärung eines dunkeln Worts; Glossator, der Erklärer; Glossarium, Sammlung solcher Erklärungen. G. in der span. Poesie eine Dichtung im Versmaß ...
Glossolalie
Glossolalie, griech.-deutsch, das wunderbare Reden in fremden Sprachen (z.B. der Apostel am Pfingsttage).
Glottis
Glottis, griech., die Stimmritze; Epi-G., der Kehlkopfdeckel.
Gloucester
Gloucester oder Glocester (Gloster), südengl. Grafschaft, 592/5 QM. groß mit 458000 E., einer der reichsten Ackerbau und Viehzucht treibenden Bezirke Englands. Die Hauptstadt G. ...
Glover
Glover (Glöwwer), Richard, geb. zu London 1712, gest. 1785, engl. Dichter, Verfasser des Heldengedichts »Leonidas« und einiger unbeachtet gebliebener Dramen, war whiggist. ...
Gloxinia
Gloxinia, Pflanzengattung aus der Familie der Bignoniaceae, s. d.
Glück
Glück, Christian Friedrich von, geb. 1755 zu Halle, gest. 1831 als Prof. in Erlangen, gelehrter Jurist. »Ausführliche Erläuterung der Pandekten« (Erlangen 1796–4830, 1–34 ...
Gluck
Gluck, Joh. Christoph von, einer der größten Componisten und Gründer der ernsten dramat. Opernmusik, geb. 1714 in der Oberpfalz, bildete sich in Prag, später in Italien unter ...
Glücksburg
Glücksburg, schlesw. Marktflecken 1 Ml. von Flensburg mit 700 E. und einem Schlosse, von dem die Herzoge von Holstein-Sonderburg-G. den Namen führen.
Glückstadt
Glückstadt, holstein. Stadt an der Elbe unterhalb Hamburg mit 6200 E., Hafen, Seehandel, Fischerei; von G. nannte sich die herzogl. Linie Holstein-G., welche die königl. Würde ...
Glücksverträge
Glücksverträge, sind Spiel u. Wette.
Glühen
Glühen, das Leuchten stark erwärmter, besonders fester Körper, ohne eigentliche Flamme, in der Regel bei einer Temperatur von 400°–140°R. beginnend; die Farbe geht mit der ...
Glühende Kugeln
Glühende Kugeln, werden besonders aus schweren Kanonen gegen Städte u. Schiffe geschleudert; sie werden in einem Windofen mit doppelten Thüren und Zuglöchern geglüht und in ...
Glühwurm
Glühwurm, Leuchtkäfer, im Dunkeln phosphorisch leuchtendes Insekt. Bei uns ist nur eine Art, das Johanniswürmchen (Lampyris noctiluca), eine Käferart aus der Abtheilung der ...
Glutäen
Glutäen, griech.-deutsch, Gesäßmuskeln.
Gluten
Gluten, Kleber, findet sich bloß im Pflanzenreich, vorzüglich in den Getreidearten u. besonders der Gattung Tricicum. Er wurde von Beccaria 1731 zuerst dargestellt, indem er ...
Glutinantia
Glutinantia, lat., Klebmittel; Glutination, das Verkleben; glutinativ, zusammenklebend; glutinös, klebrig.
Glyceria
Glyceria, Pflanzengattung aus der Familie der Gräser, schilfartig; G. fluitans, Mannaschwingel, mit 2' langer Rispe, schwimmenden Blättern, wächst in Graben, gibt die bekannte ...
Glycerin
Glycerin, Scheelsches Süß, Oelsüß, Oelzucker, 1779 von Scheele bei Bereitung des Bleipflasters entdeckt. In allen Süßfetten in einer gepaarten Verbindung mit verschiedenen ...
Glycerius
Glycerius, röm. Feldherr, von dem Burgunder Gundobald zum röm. Kaiser 473 erhoben, räumte seinen Platz jedoch bald dem Julius Nepos u. wurde Bischof in Salona.
Glycyrrhizin
Glycyrrhizin, Gycion, Süßholzzucker, wird aus dem Süßholz (Glycirrhyza glabra), auf verschiedene Weise dargestellt. Nach Döbereiner wird ein kalter Aufguß des Süßholzes ...
Glyphographie
Glyphographie, die Kunst erhabene Typen auf galvanischem Wege darzustellen, s. Galvanoplastik.
Glypten
Glypten, griech.-deutsch, in Metall oder Stein gegrabene Figuren; Glyptik, diese Kunst; Glyptothek, Sammlung von Sculpturen, hingegen Daktyliothek, Sammlung von geschnittenen ...
Gmelin
Gmelin, deutsche Gelehrtenfamilie. Joh. Georg G., berühmter Botaniker, geb. zu Tübingen 1709, kam 1727 nach Petersburg, wo er 1731 Prof. der Chemie und Naturgeschichte wurde, ...
Gmünd
Gmünd, Schwäbisch-G., alte Stadt, einst zu dem Hohenstaufischen Hausgute gehörig, später Reichsstadt, jetzt württemb. Oberamtsstadt im Jaxtkreis mit 7800 E., ...
Gmunden
Gmunden, Hauptort der gleichnam. Bezirkshauptmannschaft in Oberösterreich am schönen 3 St. langen Traunsee und der Traun, mit 4000 E., ist Sitz der vereinten Salinen- und ...
Gnadau
Gnadau, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, Herrnhuter Colonie, 1767 gegründet, mit 500 E., Verfertigung von Handschuhen und seinen Gebäcken; Unitätsbuchdruckerei.
Gnade
Gnade, althochdeutsch Ginada, von nidan: herablassen, bezeichnet die Herablassung des Höhern gegen den Niedern, in welchem Sinne die Ausdrücke: Euer G.n, gnädige Frau u. dergl. ...
Gnadenberg
Gnadenberg, Herrnhutercolonie bei Bunzlau in Niederschlesien, Reg.-Bez. Liegnitz, mit 500 E., Zwirn-, Manchester- u.a. Fabriken.
Gnadenbilder
Gnadenbilder, d.h. Bilder von Heiligen, welche durch die Gnade Gottes u. durch kirchl. Benediction zu ihrem Urbild in ein besonderes Verhältniß getreten u. Leiter der ...
Gnadenfeld
Gnadenfeld, heißt eine Herrnhutercolonie in Oberschlesien, Reg.-Bez. Oppeln, mit theolog. Seminar; Gnadenfrei, eine andere in Niederschlesien, Reg. -Bez. Breslau, 1743 ...
Gnäditsch
Gnäditsch, Nikolai Iwanowicz, geb. 1784 zu Pultawa, gest. 1833 zu Petersburg, russ. Dichter, übersetzte die Iliade in russ. Hexametern.
Gneis
Gneis, ein dem Granit ähnliches Gestein, aus Feldspath, Quarz u. Glimmer bestehend; es unterscheidet sich von Granit durch seine schieferige Structur, geht in diesen, aber ...
Gneisenau
Gneisenau, August, Graf Neidhardt von, eigentlich Neidhardt, geb. 1760 zu Schilda, Sohn eines österr. Offiziers, trat 1778 in bayreuthʼsche Dienste, 1786 in preuß., wurde ...
Gnesen
Gnesen, die alte Hauptstadt von Großpolen und Krönungsstadt der polnischen Könige, vom myth. Ahnherrn der Polen, Lech, da gegründet, wo sich das Nest eines weißen Adlers ...
Gnoien
Gnoien, mecklenburg. schwerin. Stadt mit 3100 E.
Gnome
Gnome, griech., Erkenntniß, Rath, Denkspruch; in der Poesie eine der ältesten u. allenthalben verbreiteten Formen des Lehrgedichtes, nämlich der Spruch, in welchem eine ...
Gnomen
Gnomen, griech.-dtsch., weibl. Gnomiden, heißen die Erdgeister und Kobolde, welche im Innern der Erde und vornämlich der Berge ihr geheimnißvolles Wesen treiben u. bald gut ...
Gnomon
Gnomon, eine schon seit den ältesten Zeiten gebräuchliche Vorrichtung zur Bestimmung der Sonnenhöhe, namentlich der Culmination der Sonne, also des wahren Mittags. Er besteht ...
Gnomonik
Gnomonik, Lehre von der Verfertigung der Sonnenuhren, überhaupt die Lehre von der Zeitbestimmung durch die von der Sonne geworfenen Schatten.
Gnosis
Gnosis, griech., die tiefere Erkenntniß der Religionswahrheiten, näher die wissenschaftliche Begründung und Vermittlung derselben, so daß der Glaube nicht nur als Wirkliches ...
Gnu
Gnu (Antilope Gnu), Art der Antilopen; durch schlank gebauten, braunhaarigen Leib mit schöner, aufrecht stehender Mähne auf dem Nacken u. langhaarigem, weißem Schweif gleicht ...
Gnubberkrankheit
Gnubberkrankheit, s. Drehkrankheit.
Goa
Goa, portug. Provinz auf der malabar. Küste in Vorderindien, mit 1/2 Mill. E. auf 223 QM.; die alte Hauptstadt G. auf einer Insel, von dem Fluß Mandawa und dem Meer gebildet, ...
Göbel
Göbel, Traugott Friedemann, Chemiker, geb. 1794 in Thüringen, zuerst Apothekerlehrling, dann Schüler Döbereiners, 1828 Prof. der Chemie in Dorpat, unternahm 1834 eine ...
Gobel
Gobel, Jean Bapt. Joseph, geb. 1727 zu Tann im Elsaß, Geistlicher, Bischof von Lydda (in partibus), 1789 Abgeordneter des Clerus bei der Nationalversammlung, wurde wegen seines ...
Gobelet
Gobelet (frz. goblä), Becher; Gobeltrie, Trinkgläser, Caraffen etc.
Gobelin
Gobelin (Gohläng), frz. Färber unter Franz I., Erfinder eines schönen Scharlachs.
Gobelins
Gobelins, s. Tapeten.
Goch
Goch, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Düsseldorf mit 4000 E., einer Mennonitengemeinde, Fabriken für Wolle, Baumwolle, Leinen, Nadeln, Hüte etc.
Göckingk
Göckingk, Leopold Friedr. Günther von, der dem Halberstädter Kreis angehörende Dichter und Freund Bürgers, geb. 1748 zu Grüningen bei Halberstadt, trat in Staatsdienst, ...
God save the King
God save the King, jetzt: the Queen, (Godd sehw the King, Quihn), Gott erhalte den König, die Königin! Refrain des engl. Nationallieds, von Carey herrührend, seit 1745 ...
Goderich
Goderich, s. Ripon.
Godesberg
Godesberg, Dorf 1 St. oberhalb Bonn mit den Ruinen eines ehemals kurfürstl. kölnischen Schlosses, herrlicher Aussicht.
Göding
Göding, mähr. Stadt im Kreise Brünn an der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn, k. k. Schlosse, Merinoschäferei, Tabaksfabrik, 3300 E.
Godolin
Godolin (–läng), geb. 1579 zu Toulouse, gest. 1649, der beste der languedocschen Dichter (s. frz. Literatur); neueste Ausgabe seiner Lieder durch Delboy, Paris 1843.
Godoy
Godoy, s. Alcudia.
Godronirt
Godronirt, frz.-dtsch., gefältelt; gebuckelt.
Godunow
Godunow, russ. Geschlecht, von den Tataren abstammend; ihm gehörte Feodor Boris G. an, der während der Minderjährigkeit Feodors I., Iwans IV. Sohn, Rußland regierte, nach ...
Godwin
Godwin, William, geb. 1756 in der engl. Grafschaft Cambridge, engl. Geistlicher, dann Buchhändler und Schriftsteller, schrieb Kinderschriften und Romane (Caleb Williams), aber ...
Goes [1]
Goes (Guhs), Hugo van der, berühmter niederl. Maler des 15. Jahrh., hielt sich hauptsächlich zu Gent auf, ging später in ein Kloster bei Brüssel, wo er starb. Sein Hauptwerk, ...
Goes [2]
Goes, Damiao de, geb. 1501, gest. um 1571, portug. Staatsmann, schrieb die Chronik des Königs Dom Manuel, des Prinzen Dom Joao u. ein portug. Nobiliarium.
Goffiné
Goffiné, Leonhard, geb. 1648 zu Köln, trat 1669 in das Prämonstratenserstift Steinfeld im Jülichʼschen, versah die Seelsorge zu Oberstein und Kösfeld im Bisthum Münster ...
Goffo
Goffo, ital., tölpischer Mensch, Charakterrolle des ital. Intermezzo.
Gog und Magog
Gog und Magog, ein mehrfach in der Bibel sowie im Koran u. in Volkssagen der Orientalen vorkommender Name, unter welchem man sich bald ein fabelhaftes wildes Volk und Land des ...
Gogol
Gogol, Nicolai Wasiljewicz, geb. 1808 bei Pultawa, russ. Dichter, humoristisch, st. 1852 zu Moskau.
Gohier
Gohier (Gohieh), Louis Jérome, geb. 1746, frz. Advokat u. Staatsmann, beim Ausbruch der Revolution eifriger Anhänger derselben, wurde aber als unentschieden nicht in den Convent ...
Göhrde
Göhrde, hannöv. Waldung gegen 20000 Morgen groß, mit königl. Jagdschloß; Treffen d. 16. Sept. 1813, in welchem die frz. Division Pecheux aufgerieben wurde.
Goi, Gojim
Goi, Gojim, hebr., Volk, Völker, Heiden, d.h. alle Nichtjuden.
Gölak
Gölak, Gewicht zu Palembang = 1,58 Zoll-Pfd.
Gold
Gold (aurum, Sol), das edelste Metall, findet sich fast bloß gediegen, an vielen Orten, aber niemals ganz rein, sondern immer mit etwas Silber und Tellur u. ganz kleinen ...
Goldader
Goldader, s. Hämorrhoiden.
Goldammer
Goldammer, Emmerling (Emberiza citrinella), Vogelart aus der Ordnung der Körnerfressenden, Abtheilung Finkenartige; eine der gemeinsten u. größten der Ammern, über 7 Zoll ...
Goldapp
Goldapp, ostpreuß. Kreisstadt im Reg.-Bez. Gumbinnen, mit 3900 E.
Goldast
Goldast, Melchior, genannt von Heimingsfeld, ein durch Fleiß u. neue Forschungen im Gebiete der mittelalterlichen Geschichte ausgezeichneter Historiker, wurde geb. 1576 zu ...
Goldau
Goldau, ein schöner und wohlhabender Ort im Kanton Schwyz, wurde mit Bösingen, Ober- u. Unterröthen am 2. Sept. 1806 durch einen Bergsturz des 4800' hohen Ruffi- oder ...
Goldberg
Goldberg, Name einiger Orte. – G. im Großherzgth. Mecklenburg-Schwerin, 51/2 M. östlich von Schwerin an der Mildnitz und an einem See gelegen, mit 2800 E. und Mineralbad. – ...
Goldene Aue
Goldene Aue, die fruchtbare Ebene zwischen Nord- und Sondershausen, Artern u. Sangerhausen, an der Helme und Unstrut, in der preuß. Prov. Sachsen gelegen.
Goldene Bulle
Goldene Bulle, lat. Aurea Bulla, Urkunde, deren herabhängendes Siegel von Gold war u. sich hinsichtlich der Größe nach dem Range des Empfängers richtete. Gewöhnlich ...
Goldene Rose
Goldene Rose, heißt vorzugsweise die goldene, mit Edelsteinen verzierte Rose, welche der Papst seit 1366 am Sonntag Lätare (Rosensonntag) weiht (Benediction der g. R.) und an ...
Goldene Zahl
Goldene Zahl, Güldene Z., die Zahl, welche angibt, das wievielste ein Jahr im Metonischen Mondcyclus ist (s. Mond).
Goldener Sporn
Goldener Sporn, ein vom Papst Paul III. (1531–1549) für die sog. Lateranischen Hofpfalzgrafen, später »Ritter der goldenen Miliz« gestifteter Orden, welchen der Papst, seine ...
Goldenes Kalb
Goldenes Kalb, jüdisches Götzenbild, dem Apis od. Mneve-Stier Aegyptens entsprechend. Das von Aaron nothgedrungen verfertigte g. K., wahrscheinlich ein mit Goldblech ...
Goldenes Vließ
Goldenes Vließ, s. Vließ.
Goldenes Zeitalter
Goldenes Zeitalter, heißt im Gegensatze zur Wirklichkeit die Zeit eines glückseligen Erdenlebens, des Zustandes irdischer Vollkommenheit. Die Vorstellungen davon hängen ...
Goldenmarkt
Goldenmarkt, Zalathna, Klein-Schlatten, österr. siebenbürg. Stadt im Karlsburger Distrikt, am Ompoly, Sitz des siebenbürg. Berggerichts, eines Berg- und Hüttenamts, ...
Goldfisch
Goldfisch, s. Karpfen.
Goldfuß
Goldfuß, Georg August, geb. 1782 zu Thurnau bei Bayreuth, gest. 1848 als Professor der Zoologie u. Mineralogie zu Bonn, gab außer zoolog. Arbeiten »Abbildungen u. ...
Goldgulden, Goldgülden
Goldgulden, Goldgülden, vergl. Floren; von 1559 an zu 18 Karat und 6 Grän ausgemünzt, machte als allgemeine Goldmünze dem Ducaten Platz.

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