Слова на букву gibr-höch (2170) Herders Conversations-Lexikon
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Слова на букву gibr-höch (2170)

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Guadarama
Guadarama, span. Gebirge zwischen dem obern Tajo und Duero, wild zerrissen, kahl, bei einer Höhe von 8000' meistens mit Schnee bedeckt. – G., Nebenfluß des Tajo.
Guadeloupe
Guadeloupe (Gadluhp), franz.-westind. Insel, durch einen schmalen Meeresarm in Grande Terre u. Basse Terre getheilt, vulkanisch (der 1557 Mètres hohe Soufrière ist noch immer ...
Guadet
Guadet (Gadäh), Marguerite Elie, geb. 1775 zu St. Emilion, Advocat, als Conventsdeputirter ein Haupt der redefertigen Girondisten, d. 16. Juni 1794 guillotinirt.
Guadiana
Guadiana, aus dem arab. Wad-Ana, span. Fluß, der Anas der Alten, entspringt in der Mancha, durchströmt Neucastilien, die span. und portugies. Estremadura u. mündet nach 100 ...
Guajac
Guajac (Guajacum officinale), ein auf den westind. Inseln einheimischer Baum, dessen Harz gegen Gicht, Rheumatismen und Hautausschläge angewandt wird.
Guajaquil
Guajaquil, s. Guayaquil.
Guajavenbaum
Guajavenbaum (Psidium piriferum), in Amerika einheimischer trop. Baum aus der Familie der Myrthen (s. d.), trägt erdbeerenartig schmeckende birnähnliche Früchte; Früchte, ...
Guanaco
Guanaco, das wilde Lama.
Guanaxuato
Guanaxuato (–achuato), innerer Staat der Republik Mexico, auf der Hochebene von Anahuac, ist gesund, fruchtbar, außerordentlich reich an Silber, hat auf 420 QM. 785000 E. ...
Guano
Guano, indischer Name des Vogelmists, welcher sich auf den Felseninseln an der peruan. Küste (Chinchainseln) seit Jahrtausenden aufgehäuft hat und schon von den alten Peruanern ...
Guaraunen
Guaraunen, unabhängiger Indianerstamm von 8–10000 Köpfen auf den Inseln der Orinokomündungen, wohnen in Hütten, die aus den Blättern dicht neben einander stehender Palmen ...
Guardafui
Guardafui, hohes Cap, die östlichste Spitze Afrikas, an der Küste Ajan.
Guardian
Guardian (vom italien. guardare), Achtgeber, Aufseher, heißt bei den Franciskanern, Kapuzinern u. Minoriten der Vorsteher eines Klosters, in England der Verwalter der geistl. ...
Guarentigiirte Instrumente
Guarentigiirte Instrumente, sind fehlerfreie Urkunden, welche alle Bestandtheile der Klage sofort außer Zweifel setzen; vorzugsweise angewendet im Executivprozeß.
Guarini
Guarini, Giovanni Battista, Dichter und Freund Tassoʼs, geb. 1537 zu Ferrara, wo er am Herzog Alfons II. einen Gönner fand; st. 1612 zu Venedig. Sein bukolisches Drama »II ...
Guarino
Guarino, auch Varinus, geb. 1370 zu Verona, gest. 1460, lehrte altclass. Literatur in verschiedenen Städten Italiens, trug Schriften des Plutarch und B. 1–10 der ...
Guastaldia
Guastaldia, bei den alten Lombarden das Amt eines Guastalden oder Landeshauptmannes.
Guastalla
Guastalla, oberitalien. Herzogthum von 51/2 QM. mit 50000 E., zu Modena gehörig. G. war eine von den Herzogen von Mailand 1410 gestiftete Grafschaft, kam 1539 an das Haus ...
Guatemala
Guatemala, Staat in Centralamerika zwischen Honduras, Nicaragua, San Salvador, dem stillen Ocean, dem mexikan. Staat Chiapa und der Hondurasbai, hat auf 3900 QM. etwa 1/2 ...
Guayana
Guayana, s. Guiana.
Guayaquil
Guayaquil, Departem. in Ecuador, mit der gleichnam, Hauptstadt am stillen Ocean, Hafen, 25000 E., Ausfuhr von Cacao und Schiffsbauholz.
Guazzo
Guazzo, ital., s. Gouachemalerei.
Guben
Guben, preuß. Stadt im brandenburg. Reg.-Bez. Frankfurt an der von hier an schiffbaren Neiße mit 12000 E., Wolleindustrie, Tabaksfabrikation, Gerberei, starkem Obstbau.
Gubernakel
Gubernakel, latein. gubernaculum, Steuerruder; Gubernator, Steuermann, Gouverneur; Gubernium, in Oesterreich die Provincialregierung.
Gubitz
Gubitz, Friedr. Wilh., geb. 1786 zu Leipzig, Prof. der Holzschneidekunst an der Kunstakademie zu Berlin, Publicist u. Belletrist, am bekanntesten (seit 1835) durch seinen ...
Gudda
Gudda, arab. Hohlmaß = 445,9 Par. Kubikzoll.
Guden-Aa
Guden-Aa, Fluß in Jütland, 24 Ml. lang, mündet in den Randersfjord.
Gudin
Gudin (Güdäng), Graf, geb. 1768 zu Montargis, Soldat seit 1782, diente von 1792 in allen Feldzügen mit Auszeichnung und fiel 1812 bei Walutina als Divisionsgeneral. – G., ...
Gudok
Gudok, russ. Geige mit 3 Saiten.
Gudrun
Gudrun, Name eines Heldengedichtes, welches etwa im 13. Jahrh. aus uralten Volksliedern entstand, dem Sagenkreis der Nordsee mit ihren Seekönigen und Raubfahrten angehört, durch ...
Guebriant
Guebriant (Gebriang), Jean Bapt. de Budes, Graf von G., geb. 1602, Waffengefährte von Baner, Bernhard von Weimar, Türenne, Condé, französ. Marschall, einer der Verwüster ...
Guebwiller
Guebwiller, Gebweiler, Stadt im Elsaß, franz. Depart. des Oberrheins, an der Lauch mit 3800 E., Baumwolle-, Strumpf-, Maschinenfabriken, Zuckerraffinerien. Nahe die ehemal. ...
Guelfen
Guelfen, s. Welfen.
Guelfenorden
Guelfenorden, von König Georg IV. von England und Hannover 1815 gestiftet, hat 5 Klassen; Devise: nec aspera terrent: wird für Militär- u. Civilverdienste verliehen.
Guerazzi
Guerazzi, Francesco Domenico, geb. 1805 zu Livorno, Advocat, Theilnehmer einer Verschwörung, Hauptagitator seit 1846, 1848 toscan. Minister, dann Dictator, 1849 seit April ...
Guercino
Guercino (–tschino, der Schielende), eigentlich Giovanni Francesco Barbieri, ital. Maler, geb. 1590 zu Cento bei Bologna, Schüler des Lodovico Carracci, malte aber später ...
Guericke [1]
Guericke , Otto von, geb. 1602 zu Magdeburg, studierte zuerst die Rechte, später hauptsächlich Mathematik u. Mechanik, wurde 1646 Bürgermeister, st. 1686 bei seinem Sohne in ...
Guericke [2]
Guericke, Heinr. Ernst Ferd., geb. 1803 zu Wettin, Prof. der Theologie in Halle, eifriger Altlutheraner, mit Rudelbach Herausgeber der »Zeitschrift für die luther. ...
Gueridon
Gueridon (gheridong), Leuchterträger mit Gestell in Säulenform; Gestell bei Feuerwerken zum gleichzeitigen Aufsteigen mehrer Raketen gebraucht.
Guerin
Guerin (Gheräng), Pierre Narcisse, Baron, ausgezeichneter franz. Historienmaler, geb. 1774 zu Paris, Schüler Regnaults, seit 1821 Director der frz. Malerschule in Rom, wo er ...
Guernica
Guernica, Hernica, Villa im span. Baskenlande, wo unter der alten Eiche sonst die Provinziallandtage gehalten wurden.
Guernsey
Guernsey (Ghernsi), s. normannische Inseln.
Guerrero
Guerrero, Don Juan, mexikanischer Mulatte, Maulthiertreiber, seit 1810 ein Insurgentenchef, Haupt der Föderalisten, 1827 Präsident, 1829 durch Bustamente gestürzt, 1831 bei ...
Guerrillas
Guerrillas (gheriljas), vom span. guerra, Krieg, der kleine Krieg, die Banden von bewaffneten Bauern, Hirten, Schmugglern etc., welche seit 1808 in Spanien in Kriegszeiten ihr ...
Guesclin
Guesclin (Ghäkläng), Bertrand du, Graf von Longueville, geb. 1314 in der Bretagne, französ. Feldherr, der den Franzosen im Kriege gegen die Engländer (1370–80) wieder ...
Guevara y Duenas
Guevara y Duenas, Luis Velez de, geb. 1574 zu Ecija in Andalusien, gest. 4646 zu Madrid, nach Cervantes der beste humoristische Schriftsteller der Spanier, schrieb Komödien, ...
Guffer
Guffer, s. Gletscher.
Gugel
Gugel, vom latein. cucullus (s. d.), mittelalterl. Kopfbedeckung, noch in einigen Gebirgsgegenden gebräuchlich.
Guglielmi
Guglielmi, Pietro, ital. Componist, geb. 1727 zu Massa-Carrara, 1774 Kapellmeister zu Neapel, 1794 in Rom, wo er 1804 st. Ueber 200 Werke, darunter viele Opern, auch ...
Guhr
Guhr, Karl Wilh. Ferd., geb. 1787 zu Militsch in Schlesien, Violin-, Klaviervirtuos und Componist, war nach einander Musikdirector in Nürnberg, am Hoftheater in Kassel, zuletzt ...
Guhrau
Guhrau, preuß.-schles. Stadt 4 St. östl. von Glogau mit 4300 E., Tuchweberei, Spargelbau, Mühlenbetrieb (84 Windmühlen).
Guhrauer
Guhrauer, Gottschalk Eduard, geb. 1809 zu Bojanowo im Posenschen, gest. 1854 als Prof. der Literaturgeschichte in Breslau. Schriften: »Kurmainz in der Epoche von 1672«, Hamb. ...
Guiana
Guiana, Guyana, das Küstenland Südamerikas zwischen dem Orinoco u. Amazonenstrom, 60000 QM. groß, erhebt sich von der Küste langsam zu einem Hochlande, das von 7 parallelen ...
Guibert
Guibert (Ghibähr), Jacques Antoine, Graf von, geb. 1743 zu Montauban, gest. 1790 als Maréchal de Camp, militär. Schriftsteller; »Traité de la force publique considérée ...
Guicciardini
Guicciardini (Gwitschard–), Francesco, einer der ausgezeichnetsten Geschichtschreiber u. zugleich auch Staatsmann, geb. 1482 zu Florenz, wo er 23jährig bereits über die ...
Guiden
Guiden (Ghiden, d.h. Wegweiser), in der belg. u. franz. Armee ein eigenes kleines Corps, Reiter, zum Ordonnanzdienst, Recognosciren, zur Colonnenführung etc. bestimmt.
Guido Reni
Guido Reni, s. Reni.
Guido von Arezzo
Guido von Arezzo (Aretinus), ein Benediktinermönch zu Avellana bei Arezzo aus dem 11. Jahrh., erregte durch seine neue und äußerst erfolgreiche Methode des Gesang- und ...
Guido von Lusignan
Guido von Lusignan (– Lüsinjang), frz. Adeliger aus Poitou, wurde durch die Heirath mit Sibylla Tochtermann des Königs Amalrich von Jerusalem u. nach dem Tode seines ...
Guidon
Guidon (frz. ghidong), das Korn auf dem Flintenlaufe.
Guignes
Guignes (Ghinj), Joseph de, geb. 1721 zu Pontoise, gest. 1800 als Aufseher der Alterthümer in dem Louvre, Orientalist, der erste, welcher die histor. Quellen bei Chinesen, ...
Guilford
Guilford (Ghilförd), engl. Stadt in Surrey mit 4700 E., Korn- u. Malzhandel.
Guilleminot
Guilleminot (Ghiljeminoh), Armand Charles, Graf von, geb. 1774 zu Dünkirchen, diente seit dem Anfange der Revolution im franz. Heere, war Offizier im Generalstab Pichegrus u. ...
Guilloche
Guilloche (ghilljosch), runde od. geschlängelte, parallele oder sich kreuzende Verzierung auf Dosen, Taschenuhren etc., auch durch Metallplatten, auf welche die Verzierung ...
Guillotine
Guillotine (frz. gilljotihn), die mindestens dem Namen nach weltbekannte Köpfmaschine, besteht wesentl. aus 2 Säulen, welche oben durch ein Querholz verbunden sind u. zwischen ...
Guimaraes
Guimaraes (Ghimarangs), portug. Stadt unweit Oporto mit 6000 E., heißen Schwefelquellen.
Guinea
Guinea, das westafrikan. Küstenland, in weitester Ausdehnung vom Cap Verga (Senegambien) bis Cap Negro (Benguela), durch Cap Lopez in Nord- und Südguinea (Congo) getheilt. Die ...
Guineapocken
Guineapocken, eigenthümliche Kopfhautkrankheit mit rothen, triefenden Wucherungen.
Guineawurm
Guineawurm (Filaria Medinensis), langer fadenförmiger Wurm im Zellgewebe unter der Haut, verursacht Eiterung und Geschwulst, kommt nur in heißen Ländern vor.
Guinee
Guinee (ghinni), engl. Goldmünze = 21 engl. Schilling, seit 1662, anfangs aus Guineagold geprägt, 1816 durch den Sterling = 20 engl. Schill. ersetzt.
Guinegate
Guinegate (Ghingat), frz. Dorf bei St. Omer; Siege Max I. 1477 u. 1513.
Guines
Guines (Ghin), franz. Stadt unweit Boulogne mit 4000 E., Linnenindustrie und Spitzengrundfabrikation.
Guingamp
Guingamp (Gängang), franz. Stadt im Departem. der Nordküsten mit 7000 E., Tuchfabrikation, Töpferei.
Guipuzcoa
Guipuzcoa, bask. Provinz (s. Basken), jetzt San Sebastian genannt, 29 QM. groß mit 140000 E.; Hauptstadt San Sebastian; andere Seeplätze: Los Passages, Fuenterabia, Deva.
Guiscard
Guiscard (Giskahr), Robert, franz. Normanne, Sohn Tankreds von Hauteville, geb. um 1015, folgte seinen älteren 3 Brüdern, welche sich an der Spitze einer Schaar normannischer ...
Guischard
Guischard, Karl Gottlieb, geb. 1724 zu Magdeburg, diente zuerst in holländ. u. engl., zuletzt in preuß. Diensten, kam in die Umgebung Friedrichs II., der ihm den Namen Quintus ...
Guise
Guise (Güihs), franz. Adelsfamilie, von Claude, dem jüngern Sohne des Herzogs René II. von Lothringen abstammend, der sich in Frankreich niederließ und sich durch eine ...
Guitarre
Guitarre, Saiteninstrument, das aus der alten Cither entstand, der Laute ähnlich, indeß mit einem Körper, der mehr dem der Streichinstrumente gleicht, nur daß Decke und Boden ...
Guizot
Guizot (Gisoh), François Pierre Guillaume, geb. 4. Oct. 1787 zu Nismes, verlor 1794 seinen Vater, einen Advocaten, unter der Guillotine, studierte in Genf, kam 1806 nach Paris, ...
Guldberg
Guldberg, Ove Höegh, geb. 1731 zu Horsens, gest. 1808, half als Hofmeister u. Kabinetssekretär des Kronprinzen Friedrich den Minister Struensee stürzen u. war Minister von ...
Gülden
Gülden, dasselbe was Gulden.
Gulden
Gulden , vergl. Floren; nach dem Conventionsfuße, den nur Oesterreich festhielt, gehen 20 auf die seine Mark Silbers, nach dem rhein. 24, jetzt 24, jetzt 241/2; der holländ. G. ...
Güldene Zahl
Güldene Zahl, s. goldene Zahl.
Güldenthaler
Güldenthaler, dasselbe was Gulden.
Gülgrad
Gülgrad, Cap und Felsenfort nördl. von Varna; berühmter türk. Wallfahrtsort.
Gült
Gült, Schuld; die jährl. Abgabe von einem Gute an den Grundherrn; Zins.
Gültrecht
Gültrecht. In der ältern Zeit errichtete der Eigenthümer des belasteten Grundstückes durch gerichtl. Auflassung, jetzt durch Fertigung im Grundbuch zu Gunsten des ...
Gumbinnen
Gumbinnen, ostpreuß. Stadt, Hauptort des Reg.-Bez. und Kreises G., an der Pissa, mit 7000 E., Wolle- und Leineweberei, Produktenhandel. – Der Reg.-Bez. G. ist 298 QM. groß und ...
Gummi
Gummi, Pflanzenstoff, der an der Luft zu einer harzähnlichen Masse eintrocknet, besteht aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff, ist rein farblos, im Wasser, aber nicht in Oelen, ...
Gummi elasticum
Gummi elasticum, s. Kautschuk.
Gummi mimosae
Gummi mimosae, der eingetrocknete Saft von Acacia Ehrenbergii, officinell; Gummitraganth, Gummi Traganthae, der eingetrocknete Saft von Astragalus verus, einer Leguminosa.
Gummigutt
Gummigutt, das gelbe Harz eines ostind. Baumes (Hebradendron cambogioides), dient als drastisches Abführungsmittel, zu Malerfarben u. Goldfirniß. Gummiharze, mit Gummi zu ...
Gummilack-Schildlaus
Gummilack-Schildlaus (Coccus ficus), Insektenart aus der Ordnung der Halbdeckflügler, roth, hält sich auf einigen Feigenarten auf (Ficus religiosa u. indica). Aus dem Saft, der ...
Gummiren
Gummiren, Zeuge mit Gummiwasser appretiren; mit aufgelöstem Kautschuk tränken und wasserdicht machen.
Gumprecht
Gumprecht, Theod. Gottfried, geb. 1793 zu Hamburg, landwirthschaftlicher Schriftsteller, redigirt seit 1852 die zu Glogau erscheinende »Neue landwirthschaftliche Zeitung«.
Gundelfingen
Gundelfingen, bayer. Stadt unterhalb Ulm am Einfluß der Brenz in die Donau mit 3000 E.
Gundelsheim
Gundelsheim, württemberg. Stadt am Neckar unter Heilbronn mit 1100 E., Weinbau; Schloß Horneck.
Günderode
Günderode, Karoline von, geb. 1780 zu Karlsruhe, gest. 1806 durch Selbst mord, wurde als Dichterin u. noch mehr durch das Buch »Die G.« von Elisab. Arnim (s. d.) bekannt.
Gundling
Gundling, Nikol. Hieron, geb. 1671 zu Kirchen-Sittenbach bei Nürnberg, gest. 1729 zu Halle als preuß. Geheimrath, erwarb sich um die neu errichtete Universität Halle bedeutende ...
Gündter
Gündter, Joh. Georg, geb. 1766 in der bayer. Oberpfalz zu Altmannstein, Glasmaler, st. 1832 als Inspector der königl. Gallerie zu Augsburg. – G., Joseph, Sohn des Vorigen, ...
Gundulic
Gundulic (–itsch), Iwan, der »Fürst der illyrischen Dichter« und Sohn des Geschichtschreibers Franz G., ward geb. 1588 zu Ragusa, verwaltete die höchsten Aemter seiner ...
Gundwana
Gundwana, Landschaft in Ostindien, 5560 QM. groß mit 31/2 Mill. E., fruchtbare Hochfläche, halb engl., halb Mahratten-Radschas gehörig, von der Nerbudda, Godawery etc. ...
Güns
Güns (ungar. Köszegh), königl. ungar. Freistadt im Comitat Eisenburg am Flusse G., Sitz eines Stuhlgerichts, hat ein Piaristencollegium, fürstl. Esterhazysches Schloß, 6900 ...
Günsel
Günsel (Ajuga), Pflanze aus der Gattung der Lippenblütigen, kommt bei uns in mehren Arten, besonders als A. reptans, kriechender G., vor, mit blauen Blüten; früher officinell.
Guntersblum
Guntersblum, großherz. hess. Stadt am Rhein mit 2600 E., einer Synagoge, Weinbau.
Günther [1]
Günther, Graf von Schwarzburg, tapferer Krieger, durch die bayer. Partei zum Gegenkaiser Karls IV. im Jan. 1349 erwählt aber bald verlassen, st. der Sage nach vergiftet am 11. ...
Günther [2]
Günther, Friedr., Fürst v. Schwarzburg-Rudolstadt, geb. 1793, regiert seit 1814.
Günther [3]
Günther, Friedrich Karl, Fürst von Schwarzb.-Sondershausen, geb. 1801, regiert seit 1835.
Günther [4]
Günther, Joh. Christian, Dichter, geb. 1695 zu Striegau in Niederschlesien, studierte in Wittenberg u. Leipzig Arzneiwissenschaft, zerfiel durch ein zügelloses Leben mit ...
Günther [5]
Günther, Anton, christl. Philosoph, geb. 1785 zu Lindenau in Böhmen, studierte zu Prag sowie zu Raab in Ungarn, wurde 1820 Priester u. lebt als Weltpriester in Wien, wo er ...
Günther [6]
Günther, Karl Friedrich, geb. 1786 zu Leipzig, Prof. der Rechte in Leipzig, durch jurid. Monographien und Programme und Schriften, die sächs. Gesetze betreffend, bekannt.
Günzburg
Günzburg, bayer. Stadt am Einfluß der Günz in die Donau, 5 St. unterhalb Ulm, mit 3000 E., Schiffahrt, Getreidehandel. Gefecht 9. Oct. 1805.
Gurdschistan
Gurdschistan, Georgien.
Gurke
Gurke (Cucumis), Pflanzengattung aus der Familie Cucurbitaceae (s. d.), in vielen Arten, besonders in den Südländern angebaut; die bei uns gewöhnlichste gemeine G. (C. ...
Gurlitt
Gurlitt, Joh. Gottfr., geb. 1754 zu Halle, gest. 1827 als Director des Johanneums in Hamburg, Verfasser einiger Schriften über alte Kunst (Mosaik, Gemmen- und Büstenkunde). – ...
Gurlt
Gurlt, Ernst Friedr., geb. 1794 zu Drentkau in Schlesien, seit 1849 Direktor der Thierarzneischule in Berlin, bekannter Schriftsteller in seinem Fache; gibt mit Hartwig seit 1835 ...
Gurowski
Gurowski, Adam, Graf, geb. 1804 bei Kalisch, nach einander poln. Revolutionär, Emigrant, Panslavist, fand sich 1845 von Rußland nicht genug bezahlt und soll sich in Amerika ...
Gürtelflechte
Gürtelflechte, Hautkrankheit, aus einer Gruppe von Bläschen bestehend, gewöhnlich auf einer Brust- od. Bauchseite; ungefährlich.
Gürtelthier
Gürtelthier (Dasypus), Gattung Säugethiere aus der Ordnung der Zahnarmen, mit zugespitztem Kopfe, starken, zum Graben eingerichteten Klauen, der obere Theil des Körpers mit ...
Gurwal
Gurwal, engl.-ostind. Provinz am Himalaja und obern Laufe des Ganges, 2000 QM. groß mit 1/2 Mill. E., wird von tributpflichtigen Häuptlingen beherrscht.
Guselhissar
Guselhissar, Stadt in der asiat. Türkei (das alte Magnesia ad Maeandrum) mit 30000 E., Leder-, Teppich- und Baumwollefabrikation.
Gustation
Gustation, lat.-dtsch., das Schmecken, gustus, der Geschmack.
Gustav I.
Gustav I. (Wasa), geb. 1496, der erste König Schwedens aus dem Hause Wasa, mütterl. Seits von den Sture stammend, demnach mit den früheren königl. Linien verwandt und ...
Gustav II.
Gustav II., Adolf, geb. 9. Dezbr. 1594, Sohn Karls IX., der größte Feldherr u. Monarch seiner Zeit, der Schöpfer der neuern Taktik, übernahm 1611 die Regierung u. zugleich ...
Gustav III.
Gustav III., König von Schweden, geb. 1746, König von 1771–92, ein kühner u. entschlossener Fürst, der aber die Tragweite seiner Macht nicht zu berechnen verstand u. nach ...
Gustav IV.
Gustav IV., Adolf, König von Schweden, Sohn des Vorigen, geb. 1778, regierte von 1792–96 unter der Vormundschaft des Herzogs v. Südermanland, des nachherigen Karl XI.; er ...
Gustav-Adolfs-Verein
Gustav-Adolfs-Verein od. –Stiftung, wurde 1832 den 6. Novbr. von dem Superintendenten Dr. Großmann in Leipzig gestiftet und 1842 bei einer Versammlung in Leipzig als »evangel. ...
Gustavsvärn
Gustavsvärn, kleine russ. Felseninselfestung am nördl. Eingange des finn. Meerbusens.
Güstrow
Güstrow, mecklenburg.-schwerinʼsche Kreisstadt an der Nebel mit 10100 E.; das Schloß, von 1556–1695 Residenz der Herzoge von G., dient jetzt zum Zuchthause. Freimaurerloge.
Gute Werke
Gute Werke, lat. bona opera, heißen alle solche, welche an sich erlaubt und gut, dazu aber aus dem göttl. Prinzip und Motiv gewirkt, d.h. Lebensäußerungen der theolog. ...
Gutenberg
Gutenberg, Johannes (Henne), genannt Gensfleisch, Erfinder der Buchdruckerkunst, aus einem alten Patriziergeschlecht in Mainz, geb. daselbst um das Jahr 1400, nach andern um 1412 ...
Güterabtretung
Güterabtretung, s. Cession.
Güterbeschlag
Güterbeschlag, im Strafprozeß die gerichtl. Aufzeichnung des Vermögens des Flüchtigen und Entziehung seines Verfügungsrechtes, um ihn zur Rückkehr zu nöthigen, nebenher ...
Gütergemeinschaft
Gütergemeinschaft, s. eheliches Güterrecht.
Guts-Muths
Guts-Muths, Joh. Christ. Friedr., geb. 1759 zu Quedlinburg, gest. 1839 zu Ibenheim bei Schnepfenthal, wirkte seit 1785 unter Salzmann in Schnepfenthal als Lehrer und ...
Gutta
Gutta, lat. Tropfen; getrocknetes Harz. G. rosacea, die Gesichtssinne.
Gutta-Percha
Gutta-Percha, der eingetrocknete Saft des hinterindischen Baumes Isonandra Gutta, dem Kautschuk sehr ähnlich, wird in heißem Wasser erweicht u. läßt sich alsdann beliebig ...
Guttural
Guttural, lat.-deutsch, zur Kehle gehörig; G.laute, Kehllaute.
Gutzkow
Gutzkow, Karl Ferd., geb. 1811 zu Berlin, unleugbar einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart, Publicist, Kritiker, Satyriker, Dramatiker, ...
Gützlaff
Gützlaff, Karl, protest. Missionär, geb. 1803 zu Pyritz in Pommern, reiste 1826 im Auftrag der holländ. Missionsgesellschaft nach Ostindien, vertheilte eine fabelhafte Anzahl ...
Guyenne
Guyenne (Güjenn), Provinz des alten Frankreichs, bei dem Verfall des Königthums im 10. Jahrh. ein eigenes Herzogthum (Aquitanien), kam durch die Erbtochter Eleonore 1152 an ...
Guyon [1]
Guyon (Güjong), Jeanne Marie Bouvières de la Mothe-G., geb. 1648 zu Montargis, eine mystische Schwärmerin, neben Molinos berühmt als Urheberin des sog. Quietismus, einer ...
Guyon [2]
Guyon (Gujen), Richard, geb. 1812 zu Bath in England, diente von 1832 bis 34 gegen Don Miguel, später in der österr. Armee, wurde 1839 durch Heirath mit der Tochter des ...
Guzerate
Guzerate, Gudscherat, vorderindische Landschaft, theils unmittelbar, theils mittelbar unter engl. Herrschaft, die Halbinsel zwischen den Meerbusen von Kutsch u. Cambay, hat ...
Gußeisen
Gußeisen, s. Eisen, Gußstahl, s. Stahl.
Gußmauerwerk
Gußmauerwerk, s. Béton.
Gwalior
Gwalior, ehemal. Mahrattenstaat, 1843 von Lord Ellenborough auf eigene Faust erobert, 1860 QM. groß mit 4 Mill. E. und der starken Festung G., dem sog. »indischen Gibraltar«.
Gyges
Gyges, König der Lyder, um 720 der Gründer der Dynastie der Meremaden, von dem die Alten viel Fabelhaftes zu erzählen wußten (der unsichtbar machende Ring des G.).
Gyllenborg
Gyllenborg, schwed. gräfl. Geschlecht von dem deutschen Apotheker u. Astrologen Wolimhaus abstammend. Karl v. G., geb. 1679, gest. 1746, war ein Haupt der Hütepartei (s. ...
Gymnasium
Gymnasium (vom griech. gymnos, nackt), Orte im alten Griechenland, Gebäude und Gärten, wo die Jugend und Erwachsene den körperl. Uebungen oblagen, später auch die Philosophen ...
Gymnastik
Gymnastik, bei den Griechen die körperl. Uebungen zur Ausbildung der Kraft und Gewandtheit, ein Theil der Erziehung für die Jugend, zugleich ein Vergnügen, bestand in: Laufen, ...
Gymnoblasten
Gymnoblasten, s. Akotyledonen.
Gymnopteren
Gymnopteren, Insekten mit nackten unbestaubten Flügeln.
Gymnosophisten
Gymnosophisten, d.h. nackte Weise, nannten die Griechen die indischen Einsiedler.
Gymnospermen
Gymnospermen, Pflanzen mit nacktliegendem Samen.
Gynäceum
Gynäceum, griech.-lat., der entlegene Raum des Hauses mit dem Frauengemache.
Gynäkologie
Gynäkologie, die Lehre von den gesunden und kranken Zuständen des Weibes.
Gynandrie
Gynandrie, Gynandria, Weibermännige, bei Linné die 20. Pflanzenklasse, deren Staubgefäße mit dem Griffel verwachsen sind.
Gyöngyösi
Gyöngyösi (Djöndjöschi), Stephan, geb. 1620, gest. 1704, ungar. lyrischer Dichter.
Gyps
Gyps, schwefelsaurer Kalk, erscheint als krystallisirter G. (G.spath, Marienglas). Faser-G., körniger G., dichter G. (der gewöhnliche graue), porphyrartiger G., Gekrösestein, ...
Gyration
Gyration, lat.-deutsch, Drehsucht, Schwindel.
Gyromantie
Gyromantie, griech.-deutsch, die Weissagung aus gezogenen Zauberkreisen.
Gyrowetz
Gyrowetz, Adalbert, berühmter Componist und Violin- und Klavierspieler, geb. zu Budweis 1763, verließ das Studium der Rechte, um sich ganz der Musik zu widmen, ward 1804 ...
Gyulay
Gyulay (Djulay), von Maros Nemeth und Nadaska, adelige siebenbürg. Familie, 1704 zur Grafenwürde erhoben. Ignaz G., geb. 1763, gest. 1831, dessen Bruder Albert G., geb. 1766, ...
H
H, der 8. Buchstabe des Alphabets, außerdem in den abendländischen Sprachen die Verbindung eines Hauchs mit einem Consonanten bezeichnend (ch im Deutschen, th im Engl.); als ...
H. e.
H. e., lat. – hoc est, das heißt.
H. m.
H. m., d.h. hujus mensis, lat., dieses Monats.
Haag
Haag, sʼGraavenhaag (frz. la Haye), Stadt in Südholland, königl. niederl. Residenz, Sitz der Centralbehörden, Versammlungsort der niederl. Stände, 1 St. von der Nordsee, ...
Haager Gesellschaft
Haager Gesellschaft, 1785 von Geistlichen gestifteter Verein zur schriftstellerischen Vertheidigung des Christenthums, speciell des calvinischen.
Haarbeutel
Haarbeutel, unter Ludwig XIV. Mode, bestand aus einem wattirten Beutel von schwarzem Taffet und sollte ursprünglich den zusammengelegten Zopf oder das Hinterhaar einer ...
Haare
Haare, dünne, harte, cylinderförmige, elastische, aus Horngewebe bestehende Fäden von verschiedener Farbe, Länge und Windung, die fast über die ganze Haut verbreitet sind. ...
Haargefäße, Haarröhren
Haargefäße, Haarröhren, s. Capillar, Capillarität.
Haarkies
Haarkies, Mineral, aus Nickel und Schwefel bestehend, Schwefel-Nickel; findet sich zu Joachimsthal in Böhmen, zu Schutzbach am Westerwalde etc., in zarten haarförmigen ...
Haarseil
Haarseil (setaceum), eine in der Wundarzneikunst gebrauchte Schnur aus Haar od. Garn, Seide etc., die mit einer eigenen Nadel unter die Haut eingeführt u. daselbst liegen ...
Haarstrang
Haarstrang, eigentlich Hardstrang, kahler bis 1000' hoher Bergrücken auf dem rechten Ruhrufer, zieht sich als Hellweg in wellenförmigen Hügeln an den Rhein.
Haarwurm
Haarwurm, Peitschenwurm (Trichocephalus dispar), Eingeweidewurm aus der Familie Rundwürmer, 2 bis 21/2'' lang, fadenförmig, weißlich, sehr häufig im Dickdarme, hauptsächlich ...
Haase
Haase, Heinr. Gottlob Friedr. Christian, ein tüchtiger Philolog, geb. 1808 zu Magdeburg, wurde 1840 außerordentlicher Prof., 1851 Prof. der Beredsamkeit u. Mitdirektor des ...
Habaiinseln
Habaiinseln, Happigruppe, mittlere Gruppe der Freundschaftsinseln (s. d. A.). Die vornehmsten sind: Lefuga, wo der Häuptling des Tongaarchipels, seit 1847 der »König Georg«, ...
Habakuk
Habakuk, Name des 8. unter den 12 kleinen Propheten, dessen Geburtsort und Lebensumstände unbekannt sind und dessen Weissagungen wahrscheinlich in das Jahr 606 v. Chr. fallen, ...
Habe, fahrende
Habe, fahrende (Fahrniß, gereides Gut), alle beweglichen Sachen sammt Forderungen und Schulden ohne Hypothek; liegende (Erbe, ungereides Gut), jeder Theil der Erdfläche u. was ...
Habeas tibi
Habeas tibi, lat., habe es; sei zufrieden; habeat sibi, dabei bleibtʼs!
Habeas-Corpus-Acte
Habeas-Corpus-Acte, von der lat. Eingangsformel: habeas corpus so genannt, in der engl. Gerichtssprache eigentlich ein Befehl, einen Gefangenen vor das zuständige Gericht zu ...
Habelschwerdt
Habelschwerdt, preuß.-schles. Stadt an der Neiße mit 3500 E., Leine- und Tuchfabrikation.
Habeneck
Habeneck, Ant. François, Musiker, geb. 1781 zu Mezières, gebildet am Conservatoire in Paris, daselbst erster Kapellmeister, darauf Direktor der großen Oper, Prof. am ...
Häberl
Häberl, Franz Xaver, geb. 1759 zu Erlkam in Oberbayern, gest. 1846 als Director des allgem. Krankenhauses zu München, ausgezeichneter Arzt und um die Einrichtung der ...
Häberlin
Häberlin, Franz Dominik, geb. 1720 zu Grimmelfingen bei Ulm, gest. 1787 als Prof. zu Helmstädt, gelehrter Jurist, schrieb 12 Bde. der »Allgem. Geschichte« und 21 der ...
Habesch
Habesch, Abyssinien, Hochland auf der Ostküste Afrikas, zwischen Senaar, dem rothen Meere, der Küste Ajan und dem Lande der Gallas, fällt gegen das Meer u. wahrscheinlich ...
Habichte
Habichte (Astures), Abtheilung der zu den Tagraubvögeln gehörenden Gattung Falke (Falco), mit kürzern Flügeln, sehr hackenförmig gebogenem Schnabel, langen, nackten ...
Habichtswald
Habichtswald, Gebirgsrücken zwischen Fulda, Eder u. Diemel, mit Basalt und 2 Braunkohlengruben.
Habil
Habil, lat. habilis, geschickt; H.ität, Geschicklichkeit; sich h.itiren, sich fähig zu etwas erweisen, namentlich zu Vorlesungen auf der Universität.
Habit
Habit, s. Habitus.
Habitatio
Habitatio, lat., Wohnung, Wohnungsrecht in fremdem Hause.
Habitude
Habitude (frz. abitüd), Gewohnheit; habituell, zur Gewohnheit geworden.
Habitus
Habitus, lat., Habit, Gewöhnung, Haltung, Tracht.
Hablerie
Hablerie (frz. abl–), Großsprecherei; hableur (ablöhr), Großsprecher.
Habsal
Habsal, russ. Stadt in Esthland, mit Hafen, 1700 E.
Habsburg
Habsburg, Burg auf dem Wülpelsberge unsern Windisch im Aargau, die dem letzten deutschen Kaiserhause den Namen gab. Die Habsburger stammen von den alemann. Herzogen, ihre ...
Hac itur ad astra
Hac itur ad astra (via) itur ad astra, lat., da geht der Weg zu den Sternen.
Hac lege
Hac lege, lat., unter dieser Bedingung.
Hachenburg
Hachenburg, nass. Stadt auf dem Westerwald mit 1700 E., Leineweberei.
Hachette
Hachette (–schett), Weib, das bei der Belagerung von Beauvais durch Karl den Kühnen von Burgund einen Sturm an der Spitze der Weiber zurücktrieb, daher bei einer Prozession ...
Hachiren
Hachiren (–schiren), bei Metallarbeitern das Aufkratzen, bei Kupferstechern das Schraffiren; Hachure (–schühr), Aufkratzung; Schraffirung.
Hacienda
Hacienda, span., einzeln liegende Meierei; Landhaus.
Hackbord
Hackbord, der obere Rand am Hintertheil eines Schiffes.
Hackbrett
Hackbrett, Cimbal, ital. salterio tedesco, uraltes, jetzt seltenes Instrument, aus dem unser Klavier entstand; wie bei diesem ruhen die Drathsaiten über dem Resonanz auf 2 ...
Hacken
Hacken (Sperber), hieß das gewöhnliche Gewehr (Muskete).
Hackert [1]
Hackert, auch Hackaart, Jan, holländ. Landschaftsmaler, geb. 1635 zu Amsterdam, gest. gegen 1700, malte mit Vorliebe Gebirgslandschaften.
Hackert [2]
Hackert, Philipp, berühmter Landschaftsmaler, geb. 1737 zu Prenzlau in der Ukermark, bildete sich in Berlin u. Paris, ging 1768 nach Italien, malte in Rom für die Kaiserin ...
Hackfrüchte
Hackfrüchte, Gewächse, welche während ihres Wachsthums behackt und behäufelt werden müssen (Kartoffeln, Kohl, Mais, Runkeln etc.); früher geschah es mit der Handhacke, jetzt ...
Hackländer
Hackländer, Friedr. Wilh., einer der gelesensten Unterhaltungsschriftsteller u. Dichter der Gegenwart, wurde 1816 in dem kaum 500 Schritte von Aachen entfernten Burtscheid geb., ...
Hackwald
Hackwald, Niederwaldsbetrieb, indem der Boden zwischen den Mutterstöcken so lange behackt u. mit Roggen, Haber etc. angebaut wird, als der Stockausschlag diese Bodenbenutzung ...
Hadamar
Hadamar, nass. Stadt mit 2200 E., Hammerwerk, von 1606 der Sitz der kath. Linie Nassau-H., welche 1711 ausstarb.
Haddik
Haddik, Andreas Graf von, geb. 1710 zu Futtak in Ungarn, Sohn eines Rittmeisters, trat 1730 in die kaiserl. Armee und stieg durch kriegerische Verdienste bis zum Feldmarschall; ...
Haddington
Haddington (Häddingtn) od. East-Lothian (Isthlohsjän), südl. Grafschaft Schottlands mit 36000 E. auf 14 QM. – H., Hauptstadt, mit Edinburgh durch eine Eisenbahn verbunden, ...
Hadeln
Hadeln, hannöv. Landschaft an der Elbemündung, fruchtbar u. trefflich angebaut mit 21000 E. auf 6 QM., der Stadt Ottendorf. dem Flecken Altenbruch, Lüdingworth; die Einw., ...
Hadersleben
Hadersleben, Haderslev, nördlichste schleswig. Stadt an der von ihr benannten Bucht, 6000 E., Hafen, Gerberei, Brennereien, Tabaksfabrikation.
Hades
Hades, griech., die Unterwelt.
Hadsch
Hadsch, bei den Mohammedanern die Wallfahrt nach Mekka; Hadschi, der Pilger, der sie gemacht hat.
Hadschi-Khalfa
Hadschi-Khalfa, gest. 1658 als Minister Murads IV., türk. Historiker und Lexicograph; sein geograph. und encyklopäd. Lexicon gab Flügel heraus (London 1835–52).
Hadschuten
Hadschuten, arab. Stamm in der algierschen Ebene, früher räuberisch u. treulos, jetzt von den Franzosen gebändigt.
Hafen
Hafen, ein am Meere, oder einem See od. Strom gelegener Wasserraum zur Aufnahme von Schiffen und Sicherung derselben gegen Stürme. Es gibt Handels- und befestigte Kriegshäfen. ...
Hafer
Hafer, Haber (avena), Getreideart, welche viele Abwechslung der Temperatur erträgt, jedoch wegen ihrer längern Vegetationszeit nicht so weit nach Norden angebaut werden kann als ...
Haff
Haff, dän.: Meer, deutsch nur noch Namen von 3 Mündungsgolfen: Großes und Kleines H. der Oder, Frisches H. der Weichsel, Kurisches H. des Niemen; sie haben alle eine starke ...
Hâfis
Hâfis, d.h. Auswendiglerner (des Koran), Beiname des Schemseddîn Mohammed, des gefeiertsten lyr. Dichters der Perser, geb. im 14. Jahrh. der christl., im 8. der mohammedan. ...
Hafne
Hafne, türk., Schatz des Sultan; Summe von 10000 Beuteln.
Hafnia
Hafnia, der latinisirte Name von Kopenhagen.
Haft
Haft, Verhaft, Gefängniß. Auch im Civilrecht: nach dem altröm. haftet der Schuldner mit seiner Person und nicht mit seinem Vermögen und erst später wurde ihm gestattet, ...
Hag
Hag, Hecke, Zaun; aus Hagin ist Hain gebildet.
Hagar
Hagar, hieß die aus I Mos. 16 und 21 bekannte ägypt. Magd Abrahams, welche den Ismael gebar, mit diesem vertrieben wurde u. bis heute von den meisten Arabern als Stammmutter ...
Hagebutte
Hagebutte, s. Rose.
Hagedorn
Hagedorn, Friedr. von, der erste gute deutsche Dichter nach langer Dürre und zugleich neben Haller der einzige von Einfluß, der sich wenig um den Streit zwischen Gottsched u. ...
Hagel
Hagel od. Schlossen, wässeriger Niederschlag aus der Atmosphäre, der in Form von Eiskörnern niederfällt. Ueber seine Bildung herrscht jetzt die Ansicht, daß er ähnlich dem ...
Hagen [1]
Hagen, Stadt an der Volme und Empe, 4 Ml. nordöstl. von Elberfeld, in Westfalen, Reg.-Bez. Arnsberg, mit 6000 E., Fabrikation in Eisen- und Stahlwaaren; Gesundbrunnen.
Hagen [2]
Hagen, Friedr. Heinr. von der, ein um altdeutsche Literatur und nordische Mythologie sehr verdienter Gelehrter, geb. 1780 zu Schmiedeberg in der Ukermark, 1811 Prof. in Breslau, ...
Hagen [3]
Hagen, Ernst August, geb. 1797 zu Königsberg, wo er noch als Student 1820 durch ein romantisches Gedicht: Otfried und Lisena, bekannt wurde und seit 1831 Prof. der Kunst- und ...
Hagenau
Hagenau, franz. Stadt 3 Ml. nördl. von Straßburg, an der Moder, mit 9000 E., Baumwollefabriken u. Krappfärberei. – Von H. hieß eine kaiserl. Reichsvogtei, die außer H. die ...
Hagenbach
Hagenbach, Karl Rudolf, geb. 1801 zu Basel, seit 1828 Prof. der Theologie daselbst, u.a. Verfasser »der Vorlesungen über Wesen und Geschichte der Reformation«, einer ...
Häger
Häger, in Norddeutschland der Name der Sandbänke in Flüssen oder an dem Ufer derselben; vergl. Buhne.
Hager
Hager, Joseph, geb. 1759 zu Mailand, Orientalist, besonders durch seine Schriften um das chines. Alterthum verdient, st. 1819 als Prof. der oriental. Sprachen in Pavia.
Hagestolz
Hagestolz, althochdeutsch Hagastalt, d.h. ein Alleinwohnender, jetzt ein freiwillig Eheloser, der aus selbstsüchtigen Gründen es verschmäht eine Familie zu stiften.
Haggadah
Haggadah, hebr., heißt in der jüdischen Theologie die Auslegung des mündlichen u. schriftlichen Wortes durch Privatpersonen, welche den Geist des Gesetzes nicht verletzen darf ...
Haggai
Haggai, hebr. = meine Veste, lat. Aggaeus, der 10. der 12 kleinen Propheten, weissagte mit Zacharias nach der Rückkehr aus dem babylon. Exil u. genau 520 vor Chr. In 2 Kapiteln ...
Hagiograph
Hagiograph, griech.-deutsch, Einer der über religiöse Gegenstände schreibt; H.a, griech., heil. Schriften, näher diejenigen Bücher des A. T., welche die Juden kurzweg ...
Hagn
Hagn, Charlotte von, Schauspielerin, geb. 1813 zu München, wurde seit 1827 durch Eßlair, Vespermann u.a., in Wien durch Sophie Schröder in ihrer Kunst ausgebildet, 1833 am ...
Hahn [1]
Hahn, lat. gallus, das männl. Huhn, ein wegen seines den Sonnenaufgang verkündenden Krähens in allen Naturreligionen gefeiertes Thier; wegen seines Muthes, Stolzes u. ...
Hahn [2]
Hahn, Buchhandlung zu Hannover und Leipzig, die sich namentlich mit dem Verlage von Schulschriften befaßt. Das Geschäft wurde begründet von Heinr. Wilh. H., geb. 1760 zu ...
Hahn [3]
Hahn, August, protest. Theolog und entschiedener Gegner des Rationalismus, geb. 1792 zu Großosterhausen bei Eisleben, wurde 1826 Prof. in Leipzig, bei welcher Gelegenheit er in ...
Hahn-Hahn
Hahn-Hahn, Ida Gräfin, geb. 1805 zu Tressow in Mecklenburg, verlebte keine allzu frohe Jugend, heirathete 1826 einen reichen Vetter, den Grafen Friedr. Wilh. Adolf von H.-H., ...
Hähnel
Hähnel, Ernst Julius, ausgezeichneter Bildhauer der Gegenwart, unter Rietschel und Schwanthaler gebildet. Von ihm ist die Statue Beethovens in Bonn, Karls IV. in Prag u. die ...
Hahnemann
Hahnemann, Samuel Christian Friedr., Gründer der Homöopathie (s. d. 9, geb. 1755 zu Meißen, studierte Medizin zu Leipzig u. Wien, u. vollendete, nachdem er einige Zeit ...
Hahnenfuß
Hahnenfuß, s. Ranunkel.
Hahnenschrei
Hahnenschrei, im N. T. die Zeit nach Mitternacht bis zur Morgenröthe, die 3. röm. Nachtwache.
Hahnenschritt
Hahnenschritt, äußerliche Krankheit des Pferdes, wobei dasselbe einen oder beide Hinterschenkel ungewöhnlich hoch hebt.
Hahnrei
Hahnrei (wird aus dem bretagnischen Hannerey, Hälfte, abgeleitet), ein Mann, dessen Frau es mit Andern hält.
Hai
Hai, Familie aus der Abtheilung der Knorpelfische, mit spindelförmigem Körper, dickem fleischigem Schwanz, die Haut ohne Schuppen, aber rauh durch seine Stacheln. Sie bewohnen ...
Haid
Haid, Joh. Elias, geschickter Kupferstecher, geb. 1739 zu Augsburg, lieferte viele Arbeiten in schwarzer Kunst, eine Sammlung von sehr gelungenen Bildnissen damaliger Gelehrten, ...
Haide
Haide, sandige unfruchtbare Ebene; im nördl. Europa häufig sich von Jütland mit mehrfacher Unterbrechung bis an die Pyrenäen hinziehend, meist von H. kraut, wohl auch mit ...
Haidekorn
Haidekorn, s. Buchweizen.
Haidekraut
Haidekraut, s. Ericaceae.
Haidinger
Haidinger, Wilh., Mineralog, geb. 1795 zu Wien, Sohn des gleichfalls als Mineralog verdienten k. k. Bergraths Karl H., bildete sich unter Mohs in Gräz und in Freiberg, bereiste ...
Haidschnucken
Haidschnucken, eine Art Schafe, besonders auf der Lüneburger Haide gezogen.
Haiducken
Haiducken, ursprüngl. eine Art stehender ungar. Landtruppen, denen der Fürst Stephan Bocskay nach 1605 Wohnplätze in dem Bezirke anwies, welchen sie noch inne haben u. ihnen ...
Haie
Haie (frz. häh), die Aufstellung der Soldaten in 2 Gliedern einander gegenüber.
Haimonskinder, die 4
Haimonskinder, die 4, heißt der Titel eines allbekannten Volksbuches, weil die 4 Haupthelden desselben die Söhne des Grafen Haymon von Dordogne sind. Der Stoff gehört der ...
Hain
Hain, s. Hag.

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